when the sun hits

flashbacks als selbstwahrnehmnungskorrektiv – gewissermaßen das, was früher mal "man wächst an seinen aufgaben" genannt wurde, man heutzutage (altersweisheit -vs- altersmilde) aber eher unter hashtag progress läuft: "lerne und wachse". as if. aber eben doch – auf der ebene, die nicht kopf, sondern herz ist: merken, spüren, fühlen. und dann erst der kopf, hinterher, der eben nicht gegen das körperding mehr in den ring tritt, sondern klug genug ist (gemacht wird), mal seine schnauze zu halten und zu gucken, ob’s vielleicht doch auch anders geht als immer nur das chefding durchzuziehen. als kopfmensch, der man glaubt zu sein, zwar einer zu bleiben (notfalls per dekret und definition), jenem kopf aber nach all den jahren das meta-ding aber mal so hinzuschubsen, zurechtzulegen, anzubieten, dass er per bauch oder herz oder empfindung (schnurz, eh alles der gleiche kiez) seine detailjustierung, vielleicht neuaufstellung, wenigstens mal zulässt: ist das next level shit oder bilde ich mir das nur ein, weil ich mich in dem kopfding so verheddert habe, dass ich immer noch zu wenig rest zulasse? (zumindest die fragestellung ist ja kein so schlechtes zeichen.)

einen anderen führungsstil mal abchecken – im hause selbst.

("mein therapeut hält dich für eine gute idee" steht auf einer dieser quatschpostkarten, die’s in cafés gelegentlich gab, bevor "sprüche"-pages auf facebook trend wurden. mein bester therapeut jedenfalls bin ja immer noch ich selbst, und wenn ich das herzding für eine gute idee halte, dann basta. es kann so einfach sein, wenn man mal die klappe hält.)

man kann mit händen übrigens auch tollere dinge machen als popeln oder tippen. kontrollverlust auf der hardware-ebene: so geht’s los. wow.

[ frank l. | 2017-07-25 | 07:21 | # ]

(die dazu führen, dass wir uns finden.)

das herz rast und der kopf kokst, manchmal auch umgekehrt, weißwein ist im spiel, alles nur mittel zum zweck, jenem, der erst noch verborgen liegt und im nachhinein -viel später- für staunen und wundern sorgt, als antrieb und als offensichtlichkeit. so war das also, werden wir sagen, wenn wir versuchen, uns uns zu erklären. verwegenheit als vorstufe: ein bisschen irrlichtern, ein bisschen luftanhalten, ein bisschen taumel und ein bisschen wunsch, ah!, wunsch, der anlass des sogenannten kleinen mannes, und affekt, der zweck ebendessen, klein höchstens angesichts der möglichkeiten – ein bisschen puls also und ein bisschen mehr mut als sonst, den schwung des hinausfallens ("noch einen auf’s haus?") mitnehmen und dann vor dem späti landen ohne, endlich, den kopf und das denken.

im rückspiegel vermischen sich interpretationen und deutungen mit analysen und erklärungen, aber, obacht, wenn sich zwei rückspiegel gegenüber (einander) stehen, passiert ja zwangsläufig resonanz: als wären sich beide passiert, als würden sie abfärben, nicht mehr ein außen reflektieren sondern eine rekursion darstellen, für die sie eigentlich erfunden wurden, am ziel ("meinten sie zweck?") angekommen, wenn du denkst du denkst dann .. benötigt man ordentliches threading, oder eben aufgabe und hingabe. lieber letzteres, zwecks (!) feuerwerk. auch wenn man’s damals noch anders nannte.

sich gegenseitig die sehnsuchtversatzstücke vom körper lecken, wärme & irritation, strahlen und sprühen, enthusiasmus und unbesiegbarkeit, weihnachten und hinterhöfe: fremdgesteuert von diesem ding, das man so vorher nicht kannte, das da in einem wohnt, grinsenmüssen bei thenational-lyrics und you know i dreamed about you, matt berninger hat sich nur unwesentlich verzählt bei den jahren before we saw each other, das ding also, das da in einem wohnt, das einem neu erscheint: plötzlich emojis, plötzlich albern, plötzlich plötzlich. nicht beendbare prozesse im taskmanager, keine sorge, der tut nichts, der will nur staunen. du fehltst mir. wie schreibt man zweifel? "wenn du lachst, gehen drei sonnen auf", übersetzt: kommt ein nordnorweger ins solarium.

kirmes im kopf und kopf in kissen und kissen als tippfehler. neue defaults, neue richtungen, neue prioritäten, neue probleme und neue körperwahrnehmung (nämlich: alles außer kopf, so ist das also). neue tiernamen sowieso ("erdbär"), durchseelte relevanz – verwegenheiten in jenem moment, deren möglichkeit, deren potential, deren ahnung so immens in die zeit hinterher leuchtet, dass neue begriffe benötigt werden, und textwürste und abstraktionen, und kärtchen und gefallen und verschiebungen von ebenen und bedeutungen. textur, tektonik, taxonomie: so ist das also, plötzlich. und über die sache mit den träumen ("wohin?" – "neukölln.") müssen wir auch noch mal dringend reden, also über die sache mit den einen fantasien und den anderen, vor allem den anderen am liebsten, und nicht nur reden, überhaupt, reden, allein das wort schon.

gelenkeknacken nicht mehr als übersprungshandlung, sondern als ganz absichtliches tool fast wie bei luziditäts-checks: ist das echt? was passiert? schädel-mrt vorsichtshalber. aber mit vagen vermutungen, wattig, nicht ganz greifbar, aber schon nicht mehr als monolog, dass da vielleicht in hirn+herz dieser schritt passiert (!) ist. wie bei einer fähigkeit, einer fertigkeit, einem wissen: plötzlich (!) ist es teil von einem, und umgekehrt, und es geht nie mehr weg, sondern weiter. jetzt, bald, immer.

("im blick nach vorn entsteht das g.." – schnauze. nur grinsen. und feuerwerk. mach’ mir nicht so viele gedanken.)

wörd mit ö.

[ frank l. | 2017-03-08 | 23:53 | # ]

feuerwerk

wenn sog. gefühle vielleicht (fast hätte ich geschrieben: jedoch) als ableitung von zuständen betrachtet werden – mathematisch gemeint, also als funktion, deren veränderung (nicht deren wert) entlang einer achse beschrieben wird – wenn gefühle also gewissermaßen (nur) ausdrücken, wie das (beispielsweise) bewusstsein, die wahrnehmung sich verändert entlang des außerhalb, in relation zur welt, die nicht man selbst ist –

wenn bei einer konstanten wahrnehmung (aka: alltag) gewissermaßen keine gefühle mehr mitspielen, wenn & dass (konkreter) ablehnungen oder sehnsucht, furcht oder liebe, dass all jene nur im rahmen einer veränderung stattfinden, und wenn also, eben drum, gefühle nicht nur plumpes symptom (eines zustands) sind, sondern wenn man banan-, verzeihung, banal-psychologisch -obacht!- als stammfunktion ein movement, einen fortschritt (egal in welche richtung), eine bewegung rausdeuten kann, anhand des auftretens von gefühlen:

das alles würde doch bedeuten, dass es da noch weitere ableitungen gibt, einerseits, gefühlsveränderungsanzeiger, second level feels, meta-gefühle, beschleunigung vs geschwindigkeit, – und andererseits auch, dass da neun zehntel der menschheit (die neun zehntel mit den ratschlags-kolumnen und den banalitäten, die neun zehntel wo romantik "rosen und kerzen" bedeutet, die neun zehntel, die traurigkeit als gottgegeben durchleiden, die neun zehntel also, die carpe diem für eine weisheit halten und schüsslersalze für inspiration) da gewissermaßen auf dem holzweg war, ist, und immer sein wird.

denn: es geht doch eher um die veränderung von furcht, um den kontrast zwischen angst und mut, um den wechsel zwischen zuständen, um die differenz zwischen gleichgültigkeit und euphorie, um den abfall oder anstieg von liebe. um’s werden, nicht um’s sein. sich passieren als ursprung, sich spüren als anlass, etwas wollen als antrieb.

also: wenn.

(ja: so sehr mehr und weiter rational verkopfen, bis man am ende schließlich wieder als gefühlsmensch dasteht: hashtag circlejerk.)

[ frank l. | 2017-03-06 | 10:49 | # ]

you had me at i had you at

die icd-10-volltextsuche nach "verliebt" ergibt null treffer. wollt ihr mich verarschen? // ".. machen sie bitte ihr wesen wieder zu ihrer existenz und nicht zu einem mittel", schreibt der hanseplatte-newsletter. // parole ("meinten sie hashtag?") mittelbarer werden: vertagt.

[ frank l. | 2017-02-21 | 10:25 | # ]

weirdos gegen den rest der welt

erik enocksson hören und (sich, mich, dich) dabei permanent on the edge fühlen und theoretisch flennen, wegen der bezugslos-unkonkreten emoscheisse, wegen dieses mitteldings zwischen bewusster/gewollter art (drauf) sein zu wollen einerseits und intuition und gefühl und bauch und antrieb andererseits, dieses kippen, diese fucking ambivalenz, aus der ich normalerweise blogkryptik klöpple. klöppele? herstelle. plötzlich montag, und plötzlich so ein kirchenchor mit orgeltüdelü, plötzlich macht mich das alle, fertig, kaputt, what the fuck, what the feuerwerk.

wir sind (uns ist) übel und gefährlich, hashtag entscheidungen treffen: the scariest shit of ’em all. genau so und nie mehr anders.

[ frank l. | 2017-02-20 | 12:16 | # ]

vs

"bist du beliebt?", tippe ich, oder vielmehr: tippt die worterkennung meines telefons, "bist du beliebt?" schicke ich also vorschnell ab und bekomme "was soll die frage? natürlich!" zurück noch bevor ich meine korrekturschleife hinterherschubsen kann, aber – ey, works for me, denke ich, und nehme das als antwort auf die verliebtheitsfrage einfach trotzdem so hin: "ah, dachte ich’s mir doch."

[ frank l. | 2017-02-16 | 19:50 | # ]

fuchsherz

kaffee beispielsweise wäre ein "acquired taste", behaupten sie, all die, die nicht wir sind, und sie kommen nicht auf den gedanken, dass es auch anders sein könnte, dass es menschen gibt, denen kaffee schon seit dem ersten geruchsmolekül so zusagt wie all den anderen schokolade oder steak – und die, die wiederum wir sind, kommen ja auch nicht auf den andersrumgedanken, also: wie sich das wohl anfühlt, wäre jener geschmack wirklich nur antrainiert. fast so, als könnte man gefühle planen und steuern, die nichts mit kaffee zu tun haben, sondern mit herz und bauch und hirn – wie ist das, wenn menschen sich aneinander gewöhnen, gewöhnen müssen, schlimmer noch: gewöhnen wollen. anstatt sich gegenseitig zu passieren und darüber zu staunen und die gänsehaut zu genießen beim küssen.

daumenherz

the world is terrifying / but you sort of make it okay

[ frank l. | 2017-02-13 | 16:26 | # ]

&⍻uml;

"you have to pretend you trust me until you actually do" bleibt hängen, gewissermaßen als money quote, ..

(
.. und bei money quote denkt man, also ich, natürlich an diese kurzen quatschigkeiten, die man gelegentlich auf geldscheine kritzelt und sich darüber freut, dass irgendwo auf der welt irgendjemand irgendwann kognitiv über "evolution anzetteln!" oder "mehr sterne!" stolpert beim bezahlen eines päckchens kondome, und bei money quote denkt man, also ich, auch, an in der blockchain versteckte nachrichten, ungefähr wie man früher initialen & herzchen in baumrinden oder auf schulbänke oder autobahnparkplatzholztische geritzt hat, geheimkram für die zukunft, also für irgendeine form von ewigkeit, nur diesmal viel ewiger und ernstgemeinter, und dann denkt man über die etymologie von money quote nach und lenkt sich, also ich mich, aber dauernd ab durch die eigene erinnerung an eigene geldscheintweets und eigene schulbänke, baumrinden, autobahnparkplatzholztische, und eigene bitcoin-transaktionen, ..
)

.. und so lange pretenden until man, also ich, es actually tut, ist ja eben auch strategie für und gegen vieles im leben, denkt man, also ich, dann, wenn man mal kurz innehält um über den money quote nachzudenken, der eben auch auf ganz anderen ebenen funktioniert, und vor allem andersherum gedacht:

sich selbst gegenüber nämlich, in sachen erkenntnis und erfahrung und wahrnehmung und dem, was so oft so furchtbar mit "realisieren" übersetzt wird. bemerken, erkennen, begreifen. nach einer weile der entbehrung erst kapieren, dass da vermissen drinsteckte, nach einer weile des verknalltseins plötzlich liebe erkennen, nach ein wenig hungern verstehen, dass dem körper ein konkreter nährstoff fehlt. und nach einer weile des herzchenverschickens sich das klopfen eingestehen.

(wer braucht schon to-do-listen, wenn’s die blockchain gibt, fragezeichen, nee, punkt. mehr sterne!)

[ frank l. | 2017-01-30 | 14:20 | # ]

und dann:

kippt’s.

klammerauf – die ganze versuchsanordnung – weil man sich bei der abschätzung der resonanzfrequenz doch ein wenig übernommen hatte, übermütig wurde in sachen -oho!- reflexion, also der kognitiven. beim rantasten. und so oder so (gehören ja immer zwei dazu, sogar in englischer aussprache): der "resonanzkatastrophe" ist’s halt egal, aus wie vielen überlagerten schwingungen sie das system an die grenze gebracht hat. selbstwahrnehmung als konstruktive interferenz, und knappmanisches lachen angesichts all der semantischen parallelen, wie immer schon, und: wie man sich danach bei taktiken und kognitiver dissonanz ertappt, bei rechtfertigung in alle drei richtungen, und beim reboot und beim vor allem viel genaueren justieren der parameter, bei strategien gegen die welt und gegen sich selbst. und wie unwissenschaftlich einem das alles vorkommt, zuerst, bevor man endlich bemerkt, dass routine und gefühl und subtext nicht per se unwissenschaftlich sind, sondern next level shit, also geradezu hochprofessionell und elegant in der ganzen subtilität. wie autofahrenkönnen. dass die verkopfung zu verherzung führt und eigentlich längst voraussetzung war und ist. hilft dann auch nicht weiter bei der überlegung, wie’s weitergeht mit dem peer review, aber for what it’s worth: aha, so ist das also, und so war das also. fuck, i need a brake. klammerzu.

[ frank l. | 2016-12-16 | 23:36 | # ]

die updates wurden installiert.

man "denkt (und ist) wagemutig, indem man sich überfordert", hab’ ich (vermutlich auch bei monika rinck, wo sonst) gelesen. und wenn die geschichten im kopf nicht mehr überfordern, sondern angemessen sind und klar, all die gedanken an encounters und kontrollverlust und an das was sein kann und sollte, an sonntage (nur sonntage), und an nähe (statt allem) und körper (statt kopf) und an nahbarkeit und intimacy (nicht: intimität, denn wenigstens sprachlich braucht’s dann eben mittelbarkeit, in a way), prollformuliert also an sex&sau und verlangen&benutzen, aktiv wie passiv, an hingabe und aufgabe, an das ganze potential, an das was kommt, aus dem heraus, was war:

(so under the brine, so vacant and kind, so out of our minds, we were so vacant)

.. dann ist das alles so logisch intensiv, und geht ja nicht mehr weg. wagemutiger sein, sich überfordern, vielleicht so, nämlich: aus dem teenieromantik-ding (lyrisch wie kognitiv, das ganze geblogge und getexte und gedenke und zuckrige) in etwas greifbareres verwandeln. aus der ironie einen guten zynismus machen: die unmachbarkeit neu denken, kühnheit trainieren, unerschrockener sein, vermessener und abenteuerlustiger. dinge meinen statt sagen, weil sie aus dem gleichen anlass heraus kommen, den gleichen ursprung haben wie die geschichten und fantasien, die dadurch ja nicht an bedeutung verlieren. im gegenteil.

starten sie den computer jetzt neu, um die installation der updates abzuschließen.

[ frank l. | 2016-12-14 | 13:02 | # ]

knüller ist auch nur ein komparativ

der wille und drang, spuren zu hinterlassen – als artefakt in einen (anderen) kontext zu rutschen, für eine erregung fremder synapsen zu sorgen, anfang einer kettenreaktion sein zu wollen, ganz egal welchen ausmaßes – dieses "teil von etwas neuem sein wollen" als grundlegender antrieb, als geradezu dem leben (und: leben, als verb) angemessener trieb, dieser aspekt von selbst-erhaltung über etwas vergängliches hinaus, oder überhaupt alle spuren, andeutungen, wegweiser, richtungen, zerfaserungen, verkettungen, die man so aufbaut und deren teil man ist und die teil von einem sind und eben auch teil von allen, allem anderen, das durch spuren entstehende GEFLECHT, die dabei mitschwingende originalität, die verflechtung, ..

– (hier gern mal kurz luft holen und das hirn entwirren, weil noch immer kein prädikat auftauchte) –

dieser wunsch, spuren zu hinterlassen, völlig egal ob es knutschflecke sind oder testamente, ob es aufgeplatzt-blutende lippen oder einzelne haare an kopfkissen sind, ob seifenblasen nach dem verplatzen eben doch noch da sind und im boden versickern, dadurch aber ja nicht nie dagewesen sind – spuren also, die man un- & -terbewusst der welt aufdrückt:

herz statt haken

(holzmarkt)

die (ah, endlich, ein prädikat ..) ERKENNT man dann plötzlich nicht nur an sich selbst (dort ja offensichtlich), sondern auch bei anderen wieder. und sei’s der rabe, der hasengleich über die straße hüpft und damit zum individuellen "meme" des tages wird, seien’s die sprayherzen für eine bessere welt, die hundescheisse am schuh oder die pfützen, durch die man mit "huii!"-geräusch braust, saust, düst, seien es die erinnerungen an nacht+nebel oder an nähe+nahbarkeit, an gleichklang und wollen und an glühwein+glühkörper:

das ist dann nämlich der ganze abfuck, der einem gelassenheit, geradezu latente zufriedenheit, oder wenigstens und immerhin lässigkeit ins herz pusht, massiv und arg und fest und überraschend und intensiv. der feedback-loop, der einen zu einem anderen menschen macht. in so herbsts wie diesem gerade.

klammerauf:

there's nothing true and nothing's real
but i remember one clear feel
warm beneath your gentle company
while i lay dying upon some bed
i hope that you remember this
the only one i want to see is you

klammerzu.

[ frank l. | 2016-12-12 | 14:55 | # ]

irritationen von dir

und das, was badiou die "konstruktion" von liebe nennt – also nicht (und im gegensatz zu) der erfahrung oder wahrnehmung, denn letztere sind ja "kontaminiert" mit assoziationen, und liebe ist da bei ihm eher ein "gründungsakt", weil "zwei subjekte in ihrer verschiedenheit auf die gleiche welt schauen" (man kann beim lesen spüren, wie das licht angeht, übrigens) – diese konstruktion also, ganz im dienste der erzählbarkeit ("meinten sie 'prosaische verdichtung'?"), ist eben der punkt, der nicht nur zeitlicher, sondern auch inhaltlicher anlass ist für herbst und kopf und für neuköllner nächte und spätiweißwein und blicke, wo’s ja nicht mal um liebe geht sondern um so eine art empathie der welt gegenüber. dass man sich nicht nur passiert ist, sondern passiert, und den füllfederhalter reaktiviert und die finger warm bleiben, aus gründen, und dass man sich für wagemutig hält, dass die "ideologiefreie" (zitat irgendwer) version von rockmyworld entsteht. erregungskurven. wenn man die augenhöhe akzeptiert und verstanden hat zwischen sich und nichtsich, wenn die überforderung zur forderung wird, wenn das ereignis kein zeitpunkt ist, sondern ein geschehen, eine irritation, ein anlass: dann, alles.

[ frank l. | 2016-12-06 | 14:53 | # ]

just us, against the world (remix)

panik kommt nicht durch herzrasen oder atemnot oder zittern, panik kommt durch das unerwartete unbekannte, setze ich an, im kopf, und verfeinere sowieso schon beim reden jedes mal diese steile these, mittels artikulation: das herzrasen wird zwar nicht geringer dadurch, dass man es zum elften mal durchlebt, aber die aussicht auf hinterher ist es wohl, die eventuell die welt repariert. das wissen um vermutliches überleben. man kennt den rennenden hasen irgendwann, denke ich, man wird lässiger im umgang mit der empfindungsentropie.

und dass das (also: alles) im positiven eben auch so tickt, ach was, alles: ich, und du, vor allem du, denn ich erkläre ja die welt, die kaputte. also dass alles eben im guten genau so ist, ekelhaft romantisch ist die welt kaputt, nämlich: nicht die hormonwallung selbst haut einen um, nicht die schmetterlinge im arsch und der stock im bauch, nicht das teenie-ding als solches, sondern der überraschungseffekt. die plötzlichkeit. die erste ableitung der stimmung, denke ich, das achterbahneske des gefühls, und komme mir total kluk vor, mit k, formuliere das aber alles selbstverständlich nicht so, sondern mache meinen job, den ich durch die kaputtheit der welt bekommen habe: reparieren. her mit den flammen, wenn’s echt nur daran hängt, wer braucht denn schon so eine hand? freestyle gegen panik, und: mit hilftjanix in wahn & sinn.

i am not afraid of nothing else,
all the wrong things i can do
follow me when i'm without you.

[ frank l. | 2016-11-16 | 10:08 | # ]