you had me at i had you at

die icd-10-volltextsuche nach "verliebt" ergibt null treffer. wollt ihr mich verarschen? // ".. machen sie bitte ihr wesen wieder zu ihrer existenz und nicht zu einem mittel", schreibt der hanseplatte-newsletter. // parole ("meinten sie hashtag?") mittelbarer werden: vertagt.

[ frank l. | 2017-02-21 | 10:25 | # ]

weirdos gegen den rest der welt

erik enocksson hören und (sich, mich, dich) dabei permanent on the edge fühlen und theoretisch flennen, wegen der bezugslos-unkonkreten emoscheisse, wegen dieses mitteldings zwischen bewusster/gewollter art (drauf) sein zu wollen einerseits und intuition und gefühl und bauch und antrieb andererseits, dieses kippen, diese fucking ambivalenz, aus der ich normalerweise blogkryptik klöpple. klöppele? herstelle. plötzlich montag, und plötzlich so ein kirchenchor mit orgeltüdelü, plötzlich macht mich das alle, fertig, kaputt, what the fuck, what the feuerwerk.

wir sind (uns ist) übel und gefährlich, hashtag entscheidungen treffen: the scariest shit of ’em all. genau so und nie mehr anders.

[ frank l. | 2017-02-20 | 12:16 | # ]

vs

"bist du beliebt?", tippe ich, oder vielmehr: tippt die worterkennung meines telefons, "bist du beliebt?" schicke ich also vorschnell ab und bekomme "was soll die frage? natürlich!" zurück noch bevor ich meine korrekturschleife hinterherschubsen kann, aber – ey, works for me, denke ich, und nehme das als antwort auf die verliebtheitsfrage einfach trotzdem so hin: "ah, dachte ich’s mir doch."

[ frank l. | 2017-02-16 | 19:50 | # ]

fuchsherz

kaffee beispielsweise wäre ein "acquired taste", behaupten sie, all die, die nicht wir sind, und sie kommen nicht auf den gedanken, dass es auch anders sein könnte, dass es menschen gibt, denen kaffee schon seit dem ersten geruchsmolekül so zusagt wie all den anderen schokolade oder steak – und die, die wiederum wir sind, kommen ja auch nicht auf den andersrumgedanken, also: wie sich das wohl anfühlt, wäre jener geschmack wirklich nur antrainiert. fast so, als könnte man gefühle planen und steuern, die nichts mit kaffee zu tun haben, sondern mit herz und bauch und hirn – wie ist das, wenn menschen sich aneinander gewöhnen, gewöhnen müssen, schlimmer noch: gewöhnen wollen. anstatt sich gegenseitig zu passieren und darüber zu staunen und die gänsehaut zu genießen beim küssen.

daumenherz

the world is terrifying / but you sort of make it okay

[ frank l. | 2017-02-13 | 16:26 | # ]

&⍻uml;

"you have to pretend you trust me until you actually do" bleibt hängen, gewissermaßen als money quote, ..

(
.. und bei money quote denkt man, also ich, natürlich an diese kurzen quatschigkeiten, die man gelegentlich auf geldscheine kritzelt und sich darüber freut, dass irgendwo auf der welt irgendjemand irgendwann kognitiv über "evolution anzetteln!" oder "mehr sterne!" stolpert beim bezahlen eines päckchens kondome, und bei money quote denkt man, also ich, auch, an in der blockchain versteckte nachrichten, ungefähr wie man früher initialen & herzchen in baumrinden oder auf schulbänke oder autobahnparkplatzholztische geritzt hat, geheimkram für die zukunft, also für irgendeine form von ewigkeit, nur diesmal viel ewiger und ernstgemeinter, und dann denkt man über die etymologie von money quote nach und lenkt sich, also ich mich, aber dauernd ab durch die eigene erinnerung an eigene geldscheintweets und eigene schulbänke, baumrinden, autobahnparkplatzholztische, und eigene bitcoin-transaktionen, ..
)

.. und so lange pretenden until man, also ich, es actually tut, ist ja eben auch strategie für und gegen vieles im leben, denkt man, also ich, dann, wenn man mal kurz innehält um über den money quote nachzudenken, der eben auch auf ganz anderen ebenen funktioniert, und vor allem andersherum gedacht:

sich selbst gegenüber nämlich, in sachen erkenntnis und erfahrung und wahrnehmung und dem, was so oft so furchtbar mit "realisieren" übersetzt wird. bemerken, erkennen, begreifen. nach einer weile der entbehrung erst kapieren, dass da vermissen drinsteckte, nach einer weile des verknalltseins plötzlich liebe erkennen, nach ein wenig hungern verstehen, dass dem körper ein konkreter nährstoff fehlt. und nach einer weile des herzchenverschickens sich das klopfen eingestehen.

(wer braucht schon to-do-listen, wenn’s die blockchain gibt, fragezeichen, nee, punkt. mehr sterne!)

[ frank l. | 2017-01-30 | 14:20 | # ]

und dann:

kippt’s.

klammerauf – die ganze versuchsanordnung – weil man sich bei der abschätzung der resonanzfrequenz doch ein wenig übernommen hatte, übermütig wurde in sachen –oho!- reflexion, also der kognitiven. beim rantasten. und so oder so (gehören ja immer zwei dazu, sogar in englischer aussprache): der "resonanzkatastrophe" ist’s halt egal, aus wie vielen überlagerten schwingungen sie das system an die grenze gebracht hat. selbstwahrnehmung als konstruktive interferenz, und knappmanisches lachen angesichts all der semantischen parallelen, wie immer schon, und: wie man sich danach bei taktiken und kognitiver dissonanz ertappt, bei rechtfertigung in alle drei richtungen, und beim reboot und beim vor allem viel genaueren justieren der parameter, bei strategien gegen die welt und gegen sich selbst. und wie unwissenschaftlich einem das alles vorkommt, zuerst, bevor man endlich bemerkt, dass routine und gefühl und subtext nicht per se unwissenschaftlich sind, sondern next level shit, also geradezu hochprofessionell und elegant in der ganzen subtilität. wie autofahrenkönnen. dass die verkopfung zu verherzung führt und eigentlich längst voraussetzung war und ist. hilft dann auch nicht weiter bei der überlegung, wie’s weitergeht mit dem peer review, aber for what it’s worth: aha, so ist das also, und so war das also. fuck, i need a brake. klammerzu.

[ frank l. | 2016-12-16 | 23:36 | # ]

die updates wurden installiert.

man "denkt (und ist) wagemutig, indem man sich überfordert", hab’ ich (vermutlich auch bei monika rinck, wo sonst) gelesen. und wenn die geschichten im kopf nicht mehr überfordern, sondern angemessen sind und klar, all die gedanken an encounters und kontrollverlust und an das was sein kann und sollte, an sonntage (nur sonntage), und an nähe (statt allem) und körper (statt kopf) und an nahbarkeit und intimacy (nicht: intimität, denn wenigstens sprachlich braucht’s dann eben mittelbarkeit, in a way), prollformuliert also an sex&sau und verlangen&benutzen, aktiv wie passiv, an hingabe und aufgabe, an das ganze potential, an das was kommt, aus dem heraus, was war:

(so under the brine, so vacant and kind, so out of our minds, we were so vacant)

.. dann ist das alles so logisch intensiv, und geht ja nicht mehr weg. wagemutiger sein, sich überfordern, vielleicht so, nämlich: aus dem teenieromantik-ding (lyrisch wie kognitiv, das ganze geblogge und getexte und gedenke und zuckrige) in etwas greifbareres verwandeln. aus der ironie einen guten zynismus machen: die unmachbarkeit neu denken, kühnheit trainieren, unerschrockener sein, vermessener und abenteuerlustiger. dinge meinen statt sagen, weil sie aus dem gleichen anlass heraus kommen, den gleichen ursprung haben wie die geschichten und fantasien, die dadurch ja nicht an bedeutung verlieren. im gegenteil.

starten sie den computer jetzt neu, um die installation der updates abzuschließen.

[ frank l. | 2016-12-14 | 13:02 | # ]

knüller ist auch nur ein komparativ

der wille und drang, spuren zu hinterlassen – als artefakt in einen (anderen) kontext zu rutschen, für eine erregung fremder synapsen zu sorgen, anfang einer kettenreaktion sein zu wollen, ganz egal welchen ausmaßes – dieses "teil von etwas neuem sein wollen" als grundlegender antrieb, als geradezu dem leben (und: leben, als verb) angemessener trieb, dieser aspekt von selbst-erhaltung über etwas vergängliches hinaus, oder überhaupt alle spuren, andeutungen, wegweiser, richtungen, zerfaserungen, verkettungen, die man so aufbaut und deren teil man ist und die teil von einem sind und eben auch teil von allen, allem anderen, das durch spuren entstehende GEFLECHT, die dabei mitschwingende originalität, die verflechtung, ..

– (hier gern mal kurz luft holen und das hirn entwirren, weil noch immer kein prädikat auftauchte) –

dieser wunsch, spuren zu hinterlassen, völlig egal ob es knutschflecke sind oder testamente, ob es aufgeplatzt-blutende lippen oder einzelne haare an kopfkissen sind, ob seifenblasen nach dem verplatzen eben doch noch da sind und im boden versickern, dadurch aber ja nicht nie dagewesen sind – spuren also, die man un- & –terbewusst der welt aufdrückt:

herz statt haken

(holzmarkt)

die (ah, endlich, ein prädikat ..) ERKENNT man dann plötzlich nicht nur an sich selbst (dort ja offensichtlich), sondern auch bei anderen wieder. und sei’s der rabe, der hasengleich über die straße hüpft und damit zum individuellen "meme" des tages wird, seien’s die sprayherzen für eine bessere welt, die hundescheisse am schuh oder die pfützen, durch die man mit "huii!"-geräusch braust, saust, düst, seien es die erinnerungen an nacht+nebel oder an nähe+nahbarkeit, an gleichklang und wollen und an glühwein+glühkörper:

das ist dann nämlich der ganze abfuck, der einem gelassenheit, geradezu latente zufriedenheit, oder wenigstens und immerhin lässigkeit ins herz pusht, massiv und arg und fest und überraschend und intensiv. der feedback-loop, der einen zu einem anderen menschen macht. in so herbsts wie diesem gerade.

klammerauf:

there's nothing true and nothing's real
but i remember one clear feel
warm beneath your gentle company
while i lay dying upon some bed
i hope that you remember this
the only one i want to see is you

klammerzu.

[ frank l. | 2016-12-12 | 14:55 | # ]

irritationen von dir

und das, was badiou die "konstruktion" von liebe nennt – also nicht (und im gegensatz zu) der erfahrung oder wahrnehmung, denn letztere sind ja "kontaminiert" mit assoziationen, und liebe ist da bei ihm eher ein "gründungsakt", weil "zwei subjekte in ihrer verschiedenheit auf die gleiche welt schauen" (man kann beim lesen spüren, wie das licht angeht, übrigens) – diese konstruktion also, ganz im dienste der erzählbarkeit ("meinten sie 'prosaische verdichtung'?"), ist eben der punkt, der nicht nur zeitlicher, sondern auch inhaltlicher anlass ist für herbst und kopf und für neuköllner nächte und spätiweißwein und blicke, wo’s ja nicht mal um liebe geht sondern um so eine art empathie der welt gegenüber. dass man sich nicht nur passiert ist, sondern passiert, und den füllfederhalter reaktiviert und die finger warm bleiben, aus gründen, und dass man sich für wagemutig hält, dass die "ideologiefreie" (zitat irgendwer) version von rockmyworld entsteht. erregungskurven. wenn man die augenhöhe akzeptiert und verstanden hat zwischen sich und nichtsich, wenn die überforderung zur forderung wird, wenn das ereignis kein zeitpunkt ist, sondern ein geschehen, eine irritation, ein anlass: dann, alles.

[ frank l. | 2016-12-06 | 14:53 | # ]

just us, against the world (remix)

panik kommt nicht durch herzrasen oder atemnot oder zittern, panik kommt durch das unerwartete unbekannte, setze ich an, im kopf, und verfeinere sowieso schon beim reden jedes mal diese steile these, mittels artikulation: das herzrasen wird zwar nicht geringer dadurch, dass man es zum elften mal durchlebt, aber die aussicht auf hinterher ist es wohl, die eventuell die welt repariert. das wissen um vermutliches überleben. man kennt den rennenden hasen irgendwann, denke ich, man wird lässiger im umgang mit der empfindungsentropie.

und dass das (also: alles) im positiven eben auch so tickt, ach was, alles: ich, und du, vor allem du, denn ich erkläre ja die welt, die kaputte. also dass alles eben im guten genau so ist, ekelhaft romantisch ist die welt kaputt, nämlich: nicht die hormonwallung selbst haut einen um, nicht die schmetterlinge im arsch und der stock im bauch, nicht das teenie-ding als solches, sondern der überraschungseffekt. die plötzlichkeit. die erste ableitung der stimmung, denke ich, das achterbahneske des gefühls, und komme mir total kluk vor, mit k, formuliere das aber alles selbstverständlich nicht so, sondern mache meinen job, den ich durch die kaputtheit der welt bekommen habe: reparieren. her mit den flammen, wenn’s echt nur daran hängt, wer braucht denn schon so eine hand? freestyle gegen panik, und: mit hilftjanix in wahn & sinn.

i am not afraid of nothing else,
all the wrong things i can do
follow me when i'm without you.

[ frank l. | 2016-11-16 | 10:08 | # ]

i could sleep for thousand years

(schall und wahn, ich fleh’ euch heute an, in euer angesicht: bitte verlasst mich nicht)

die band kriegt mich, als erstes, von der abartigen lautstärke und dem kontext und der stadt und dem tag mal abgesehen und von "vorel" als opener, die band KRIEGT mich an mindestens zwei stellen: dann, als der rhythmus ganz kurz stolpert, als an den stellen mit den sozusagenbreaks (in a way) der takt, die pause, vielleicht ein vierundsechzigstel länger ist als erwartet, als das innehalten passiert, die störung. als die ruhe vor dem wiederlosbrettern kein exaktes timing, also natürlich schon ein exakt geplantes, aber kein exakt ins restschema passendes timing verpasst bekommt. die band kriegt mich mit dieser haltung, also mit der verwendung eines solchen timings, das völlig irritiert. und dass irritation von irre kommt, ist ja so offensichtlich wie kunst von kannstmichmal.

(überall wo ich nie bin in dieser doch recht schönen stadt, überall wo ich nie bin und niemand mich gesehen hat, schaute ich mich um und ich war allein – und völlig ohne grund war ich glücklich es zu sein)

die welt kriegt mich, danach, auf der heimfahrt wieder per timing, als noch auf der a14 westwärts der flieger ("meinten sie 'die maschine'?") eine gefühlte mittlere ewigkeit genau über mir im landeanflug auf den leipziger flughafen schwebt, als the eye of time bei "mass" gerade so klingen, als wären sie aus dem soundtrack zu the fountain rausgekrochen, als würde das kronos quartet auf meinem beifahrersitz dafür sorgen, dass ich flennen muss, beim fahren, im regen, trotz, wegen müdigkeit, weil die choreographie so passt, weil alles ineinandergreift und die selbstwahrnehmung nicht wie IN einem, sondern WIE ein film abläuft, schizophren gerade, gleichzeitig abstrakt und empathisch, und relativ zu einem selbst diese boeing-tralala-kiste genau obendrüber so ganz minimal schneller, über mich hinweg, dass ich mir am ende nicht mehr sicher bin wer gerade meine maschine lenkt und wer den flieger gecastet hat in diese szene hinein, in diesen moment. (bei the fountain wäre es die stelle mit dem baum, am ende, bei mir am schkeuditzer kreuz ist’s das sehr knappe geradenichtganzverpassen der abfahrt zur a9.)

(mein ruin ist mein bereich, denn ich bin nicht einer von euch)

und dann kriegt mich der kopf, endlich. mit dem "russian circles"-tinnitus und dem "the eye of time"-bauch, also voller konzentration auf herz und allesandere, also wirklich ALLES andere – mit entropie-metaphern, mit bandbreiten und irritation/überraschung und informationsdichte, die die ganze (liebevoll gemeinter fachausdruck voraus) herzscheiße da so mitbringt, im herbst, wie immer im herbst, der mein frühling ist, herzherbst, herbstherz. wo wir’s gerade von timing hatten, der kopf und ich, wir beide. wo wir’s gerade von irre hatten, das herz und die weichen knie, wir drei. wo wir telefoniert haben, wir. of all the things. von der perfidizität des gegenseitigen timings seit damals, von temporären (logisch) buden, von herbst (logisch), von affekt und wein und möglichkeiten und davon, dass du gerade lächelst beim lesen, und du auch, und ich, der jemand anders ist. wie immer. am rasthof köckern den obligatorischen mccafékaffee eingepackt, weiter durch den regen, zu dir, trotz timing, lass abhauen, türmen, irre, irritiert, herzplatt-hubschrauber. (plot twist: wenn man die garderobenmarkennummern der letzten wochen aufaddiert, kommt der fastfünfzehnte oktober 2015 raus, und der fastfünfzehnte oktober 2016 halt auch. mathematisch mutig vielleicht, ja – aber das mit dem timing war ja schon immer so eine sache, wenn man erst mal verknallt ist.)

(alles gehört dir, eine welt aus papier; alles explodiert, kein wille triumphiert)

[ frank l. | 2016-11-08 | 13:11 | # ]

create christ, sailor boy ̷̨ͣͩ͂́͌̂ͬ̎͗̿ͩͬ̂ͦ̐ͭ͆̀̚̚͢҉̜̟͍̼

5htp statt kopf – nah dran am citalopramwattebausch, gewöhnung ist alles, es fängt am regen. logfiles und sent-ordner als archive der selbstwahrnehmung wie so ein traumtagebuch: je verschwommener und wegger desto weicher. luzidität dank icd-10 gewissermaßen – je präziser die abstraktion, desto stulliger die rechtfertigung ("meinten sie echt fertigung?" – "nee, google, ich meinte nostalgiekitsch."), und wie es bleibt, ist es nicht, bekanntlich. oh, the irony.

(neither coming nor going / but what is shall be)

aber mal im ernst: warum verzweifeln charaktere in schwarzweißfilmen nicht an der monochromatik ihrer gesamten welt? auf welchem level liegt deren bewusstsein, wie meta ist deren denke? und, im klassischen "werden wir alle nur geträumt"-sinn eines unterstufen-deutschaufsatzes: wieviel objektivität kann da drinstecken, macht man (ich) sich (mich) über wahrnehmung (obacht!) gedanken? wie viel konvention der sorte "ist dein rot das gleiche wie mein rot" wird da nicht mehr hinterfragt, während wir (ihr) brötchen kauft oder streetfighter zockt? wieviel dirk gently steckt in alexander kluge, und wann (endlich) drehen wir (alle) völlig durch?

(eating fire / dreaming marbles)

lob der dialektik: alles ist bewerbung, auch der dialog. und viel mehr ist remix als man (du) vermute(s)t – jeder stirbt für sich, und abgesehen davon gibt’s eben doch einen unterschied zwischen verb und prädikat. das zu verinnerlichen ("meinten sie schlucken?" – "nee, google, ich meinte eher sowas tumoreskes, und hör’ auf mich zu siezen.") ist halt die kunst, und die kommt vom gönnen, hat neulich jemand behauptet, der nicht ich war. wie so viele. damnit.

(and then it shines: we’re all dust, none of this runs eternal)

[ frank l. | 2016-08-11 | 23:03 | # ]

ein kurzer versuch über coolness

all diese zumutungen, denen man sich so ausgesetzt fühlt, – also das persönlichnehmen, das aufsichbeziehen, all diese deutungen mit ursache everyoneelse und zweckziel magen/nerven/herz/kopf bei einem selbst, all das vermeintlich böswillige, was einem per welt so widerfährt, all was man so sozial angetan bekommt:

als würde der fahrer auf der straße vorndran absichtlich und nur genau exakt jetzt und hier so bekloppt agieren; als gäbe es den kurzfristigen bürgeramtstermin nicht mehr nur aufgrund böswilligkeit des mitarbeiters, ach was, des lebens, einem selbst gegenüber; als hätte der kollege schlechte laune nicht wegen der 124 anderen dinge in seinem umfeld; als käme die grippe selbstverständlich nicht zufällig genau am langen wochenende; als schrien die kinder im innenhof genau deswegen und vor allem dafür und dazu, einen mittags nicht schlafen zu lassen; als wäre das konzert abgesagt /zur/ versauung einer abendplanung; als wäre man quasi gezwungen, immer, (..)

.. all diesem zuleidlebenlassen, vermute ich, könnte man mit einer kultivierung des eigenen zynismus (von dem man ja ausreichend hat, in times und sozialkonstrukten like these, ihr wisst schon) begegnen – per umkehr in (und damit transformation zu) GELASSENHEIT gewissermaßen, und das dann nicht nur gegenüber allen anderen (verursachern) -"meinten sie milde?"- sondern vor allem eben auch bei sich selbst, was blutdruck und lebensqualität angeht.

tl;dr: meine güte, jetzt macht euch halt mal locker.

[ frank l. | 2016-05-13 | 09:58 | # ]