ich und du.

ich geb's zu: ich bin geil auf visits, ich bin eine pageview-hure. ich freue mich diebisch über jeden einzelnen link nach hierher und jedes entlinken stürzt mich in tiefe persönliche krisen. wenn ich die blogawards-nominierungen sehe, hol' ich mir einen runter, ich beobachte ca. 13x täglich die sitemeter-grafiken. ich lasse argh.de-buttons, -autoaufkleber und -shirts drucken, schließlich hab' ich brandeins im abo – argh! als marke. ich warte auf job-angebote für solches textgefurze, nur um diese dann stolz absagen zu können, ich finde begrüßungen wie "ach, der von argh.de?" geil, und mit meinem presseausweis akkreditiere ich mich immer öfter nicht mehr über das magazin, für das ich eigentlich schreibe, sondern mit der angabe "argh.de / weblog". und es klappt sogar.

aber ich würde all das natürlich nie zugeben. ich stehe vollkommen über den dingen, schreibe cool wirken sollendes meta-gesumse wie dieses hier, schizophreniere fröhlich in der gegend herum, kokettiere mit meiner antrainierten gelassenheit und blogge mit runtergelassenem fenster (aber aufgedrehter heizung, sonst wird's schließlich kalt).

seltsam, was aus diesem ding hier geworden ist.

 

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