ich mag hotels.

der welt unblondester vamp christina aguilera zeigt auf rtl2 im konzert ihren hüftspeck bauchansatz (ganz wenig, sehr sexy) und danach im interview ihre einstudierten gesten (ganz offensichtlich, weniger sexy) – mit den fingern durch die haare fahren, positives über das publikum runterleiern, stadt x (heutiger auftritt) als ganz besonders hervorheben. dergleichen. ich entschließe mich, doch lieber aufzustehen. hotelzimmer führen bei mir so oft zu einem antizyklischen schlafverhalten gegenüber der arbeitenden bevölkerung, insbesondere also gegenüber dem zimmerservice – aber der hält sich brav an das nichtstörgebot und war schon seit drei tagen nicht mehr hier. gestern lag die neue hörzu vor meinem zimmer, wahrscheinlich traut man mir mittlerweile ein sehr trauriges leben zu. immerhin begrüßt mich der nachtportier nicht mehr mit "guten morgen", sondern hat sich an das "guten abend" gewöhnt, wenn ich um 6 uhr heimkomme. die mittlerweile leere flasche staatlich fachingen für sündhafte 3.90 euro finanziert meinen eher günstigen zimmerpreis wahrscheinlich cross-, meine klamotten stinken ekelhaft nach rauch, hilft nix (aber unterwäsche hab' ich natürlich zu viel dabei). zu einem der schönsten geräusche eines hotelaufenthaltswochenendes habe ich schon vor längerer zeit das charmante flirten meines notebook-internen 56k-modems mit dem t-online-einwahlrechner erklärt – aber daß ich manchmal eine seltsame emotionale beziehung zu technischen geräten aufbaue, weiß ich ja schon länger. bedenken also beiseite gelegt. 15 uhr – aufstehen, duschen, frühstück bei dunkin' donuts (im ostbahnhof, mit dem lustigen schildchen "für gäste von dunkin' donuts" und der englischen version "for dunkin' donuts only", bei den sitzplätzen), direkt danach mittagessen nebenan bei subway, und so gegen 18 uhr kann der tag dann beginnen. mal schauen, ob ich morgen irgendwo eine christina-aguilera-dvd auftreiben kann.

 

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