der günther

"seit dem 11. september ist jetzt fast ein jahr vergangen (…)", tönte günther beckstein, mein persönlicher liebling und allein schon grund, um die partei mit dem großen c auf dem wahlzettel einen weiträumigen bogen zu machen, kürzlich bei maischberger & kloeppel auf rtl. und als hätten wir das nicht alle selbst gemerkt (und als würden wir uns nicht alle schon fragen, ob man in rund 10 tagen diese niedliche kurzform für wirwissenjawasgemeintist nicht zu "seit dem 11. september 2001" umformulieren müßte, aber das klingt natürlich nicht so griffig, und "9−11" wirkt halt doch sloganmäßiger und läßt sich auch viel leichter bei dokumentationen einblenden), ballert er das volle programm ins publikum: überwachungskameras werden befürwortet, ausländerquoten in schulen sollen eingeführt werden, der fingerabdruck soll in den personalausweis, gesichtserkennungssoftware an flughäfen soll zum standard werden, verwendung des genetischen fingerabdrucks auch zur prävention, und und und.

man kann gar nicht so schnell tippen, wie man kotzen möchte. und das schlimme daran ist ja, daß man längst nicht mehr das wählt, wovon man überzeugt ist, sondern immer nur noch das "kleinere übel". schily ist doch ähnlich verwirrt, er formuliert's nur weniger deutlich.

und wenn ich die dinge, die mir mein dad vorschlägt, nicht aus zwanghaftem oppositionsgehabe ablehnen würde und ehrlich zu mir wäre, müßte ich wirklich in die politik gehen, anders kann man diesen dreck ja schon nicht mehr aushalten.

 

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