doofe menschen

"haha, das einzige was ich les' ist die fernsehzeitung" antwortet der kandidat, als er nach dem autor von "die unerträgliche leichtigkeit des seins" gefragt wird und die antwort nicht weiß, mit einem gequälten lächeln – und hofft auf sympathiebonuspunkte beim publikum, als wäre er auf diese saudämliche peinlichkeit auch wirklich noch stolz.

aber es gibt ja auch leute, die versuchen, mit sätzen wie "ich kann noch nicht mal einen videorecorder programmieren" zu kokettieren. auch das finde ich heutzutage weder amüsant noch sympathisch, ein videorecorder ist wahrscheinlich einfacher zu programmieren als ein durchschnittliches mobiltelefon. aber es klingt halt so süß.

mit der eigenen blödheit anzugeben funktioniert halt wirklich nur noch in einigen seltenen spezialfällen, wenn der schuß nicht nach hinten losgehen soll.

[und bevor ich wieder mißverstanden werde: man muß milan kundera nicht unbedingt kennen. aber damit anzugeben, von literatur keine ahnung zu haben, vor dem versammelten fernsehpublikum (und wir sprechen hier von der ard, nicht von rtl2), das … muß ich hoffentlich nicht verstehen.]

 

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