deutschland baut tsunami-frühwarnsystem

(dpargh) die bundesregierung will den von der flutwelle betroffenen krisenregionen in asien ein frühwarnsystem für naturkatastrophen anbieten. das hierzu neugegründete konsortium "water collect" wird als joint venture zwischen der deutschen telekom, daimler chrysler und dem selters-konzern aufgebaut werden. dies kündigte bundesfaselminister herbert wässerle (bündnis 05 / die blauen) an.

zum 31.8.2004 wird das system bereits gestartet, so ein sprecher. jede flutwelle, die sich ab diesem datum einem küstengebiet südasiens nähert, muß eine sog. owu (on wave unit) mit sich führen, mit der jede verwüstungs-transaktion einer welle effizient in rechnung gestellt werden kann. für gelegenheits-flutwellen oder tsunami-betreiber, die sich keine owu leisten können, sollen außerdem mautstrände zur verfügung gestellt werden.

der aufbau des systems soll vorerst mit rund 45 millionen euro finanziert werden. die restlichen 680 millionen euro des etats stehen für bisher nicht näher spezifizierte zwecke nach dem 31.8. zur verfügung. die bundesregierung erhofft sich in zusammenarbeit mit den südasiatischen franchisenehmern zusätzliche katastropheneinnahmen von bis zu 19 euro pro verwüstetem strandmeter. die flutwellenbetreiber werden die auswahl zwischen mengen- (destruction level, pre-paid) und zeit-bezogenen (1 monat all-inclusive) pauschalangeboten haben. die damit erwirtschafteten beträge sollen zu 100% in die sog. "tourismusförderung" fließen, so wässerle weiter. gerüchte, nach denen dies ein euphemismus für die finanzierung von asien-urlauben deutscher politiker sein soll, konnten bisher weder bestätigt noch widerlegt werden.

 

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