streßfreier einkaufen mit frank

es ist unglaublich, wie irritiert menschen einen ansehen können, wenn man sich mit musikalisch bescheuklappten ohren durch die masse der bekloppten, im freitagnachmittäglichen konsumwahn im einkaufstempel, geradezu durch-cheoreographiert – die schritte im rhythmus der musik, die stange lauch in der rechten hand als drumstick für's luftschlagzeug wippend, den einkaufskarton auf den fingerspitzen der linken hand in kopfhöhe balancierend wie der edelkellner sein tablett, mit fast schon verboten lasziv geöffnetem mund die gerade gehörte melodie zwischen zunge und gaumen sanft mitschnalzend, mit einem nur von eingeweihten als "ihr könnt mich alle mal!" identifizierbaren lächeln im gesicht, rentnern und langsamen (menschen wie einkaufswägen) ausweichend wie ein ballerino auf speed, wie blind an den regalen vorbeigleitend und dabei das gewünschte in den eigenen karton schubsend, – und als krönung ganz genau in der sekunde das auf den letzten cent passend abgezählte geld der kassenhilfskraft in die vor ihr stehende plexiglasvertiefung schnipsend (kür: das finale 5-cent-stück dreht sich noch ein paar mal um die eigene achse, bevor es liegenbleibt), in der der refrain gerade zum dritten mal -jetzt einen ton nach oben transponiert- beginnt. feuerwerk beim betreten der nachmittäglichen freiluftbühne und beifall der umstehenden beim abgang. man muß so einen einkauf nur richtig planen.

 

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