gegnung (adj.)

letzten freitag stand boris groys vor mir an der kasse im zeitschriftendings am karlsruher hauptbahnhof. zwischen uns stand ein rentner, der es rentnertypisch eilig hatte und die vor ihm stehende prominenz als solche nicht erkannte (und selbst wenn, hätte es ihn wohl nicht gekümmert, was ja prinzipiell begrüßenswert ist (auch wenn ich dieses wort zuerst im-mer ohne r vor dem ü tippe, weswegen es initial eher nach regenschauer als nach positivismus klingt)), daraufhin groys' reisetasche beim bezahlen merk- und absicht-lich umstellte (- auch singles können halbkreise bilden) -,- was gleichzeitig zu einem ganz leicht seufzenden gesichtsausdruck (ja, das geht) bei groys, einem kassiererinnentypischen kichern gemischt mit unverständnis, kommentarbereitschaft und dialogopfersuche bei -ach?- der kassiererin, einem schwanken zwischen fanboieskem (gibt es eigentlich echte wörter mit der buchstabenfolge o-i-e im inneren?) "sind sie nicht der dings, den ich kürzlich bei kluge im interview, na sie wissen schon .." und relativierend-entschuldigendem mitfühls-lächeln (augenstellung in position "herrjeh, diese rentner!") bei mir und zu ehrlichstem unbeeindrucktsein beim vollständigen rest der bahnhofsinsassen und dem weiteren teil der welt in diesen zwei sekunden führte.
die situation hatte dann aber keine pointe.

 

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