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als ich gestern wieder einmal auf das wort "aufwändig" gestoßen bin und mich wie üblich darüber aufregen wollte, daß man diese beknackte schreibweise jetzt anwendet, bin ich zum ersten mal ins grübeln gekommen – aufwand, aufwändig, ist doch eigentlich wirklich logischer so. was mich wiederum ziemlich erschreckt hat. findet man sich so plötzlich mit dingen wie der rechtschreibreform ab, gegen die man vorher noch gewettert hat? liegt das am alter? und erstaunlicherweise gewöhne ich mich inzwischen auch an die euro-preise, muß ich zugeben. natürlich vergleiche ich benzinpreise an tankstellen immer noch in d-mark ("die agip ist 4 pfennig teurer als die aral!"), schließlich klingt das einfach drastischer, aber man verdoppelt nicht mehr automatisch alles, was man liest, hab' ich den eindruck. das fertiggericht kostet 1.99 und nicht mehr vier mark, man beginnt laaaangsam ein gefühl für die neuen preise zu entwickeln. fortschritt kann manchmal recht deprimierend sein.

 

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