verwendungszweck: keiner

vor jahren mal damit angefangen, bei überweisungen innerhalb des bekanntenkreises (oder vom eigenen einen auf's eigene andere konto o.dgl.) bemüht-witzige begriffe als verwendungszweck zu, ja nun, – verwenden. rückblickend beim sortieren der kontoauszüge (so ein ding, das mir auf papier abzugewöhnen sehr, sehr schwer fallen wird) verschiedene schaffens- bzw. kreativitätsphasen festgestellt: von der anfänglichen kindisch-revolutionären abhör-paranoia ("mafia kgb cia atombombe") über die latent-amüsante bzw. postironische gruß-ans-bankgeheimnis-phase ("plutonium-lieferung januar 2002") bis hin zur kürzlichen humorvoll-kryptischen geheimbotschafts-phase ("lösegeld osterhase", "totale vernichtung heidelbergs" oder "schutzgeld don caponello, rate 12/05"). derzeit bei den dadaistisch-peinlichen und offensiv-zivilen-ungehorsamkeiten angekommen ("exsdrvtfghbun!", "sie kommen, dich zu holen", "schwerer ausnahmefehler in modul transact32.exe" oder "hallo, herr {name des bankberaters}!"). mittlerweile abgeklärt genug, um nicht mehr daran zu glauben, daß der kram bei irgendeinem bank-azubi ein grinsen auslöst, weil sich für meine konten mit minimalbeträgen nunmal sowieso keine sau interessiert – then again, mein steuerberater freut sich ja dann doch jedesmal. immerhin.

(vgl. "der tag, an dem ich vor dem zahnarztbesuch 'schau mir in den rachen, kleines' auf meine zunge tätowieren ließ".)

 

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