erlin, one-way, neunundzwangzigneunzig

ein bißchen wie per billigflieger umgezogen fühlt sich das alles an, urlaubsartig und zusammengefrickelt. dieser click-moment, zu dem man merkt, daß man jetzt hier wohnt und nach der party einfach nach hause laufen kann, während man den sonnenaufgang anlockt, läßt noch auf sich warten. ist aber wahrscheinlich ganz gut so, wenn er erst kommt, wenn ich richtig hier angekommen bin. demnächst, irgendwann.

die eigene telefonnummer spricht sich noch nicht flüssig, der dsl-anschluß macht mächtig (fünf euro zwanzig in die doofbegriff-kasse) sorgen, das bett wird erst in zwei wochen geliefert – und alles ist doch noch mehr improvisieren als wohnen, vor allem weil die wohnung noch so seltsam klingt. ich gewöhne mich an adressen, stockwerke, gerüche, tapeten und möbel erstaunlich schnell, nicht aber an klänge. eine annähernd gleiche raumgeometrie und die gleiche hifi-hardware reicht offenbar nicht aus, um mitchell akiyama, novy svet oder slogun auch annähernd gleich wirken zu lassen. "der einfluß des settings auf den höreindruck kontemporärer elektronischer und experimenteller musik", wenn man das noch ein wenig verschwurbelter formuliert (und den setting-begriff in einem untertitel so erläutert, daß damit ort und zeit und eine persönliche note einfließen) könnte man glatt eine hochwissenschaftlich-püschologische arbeit draus machen. aber für den moment reicht mir das drübernachdenken beim nächtlichen betrachten des fernsehturmblinkens vom balkon aus.

bloggen halbwegs interessant schreiben muß erst wieder neu erlernt werden. eigenartig, was für einen einfluß auch darauf so ein setting hat. der drang zu schreiben ist irgendwo da, nur die notwendigkeit spüre ich zur zeit nicht mehr. mal sehen, was wird.

 

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