bundesvision dreck

"party pur", "brennt die hütte", "hat gevotet", "bleibt spannend".

textbausteine, immer mal wieder leicht abgewandelt und mit hinreichend vielen "radio top antenne fm"-gesichtern in den lücken versehen zur besten sendezeit auf pro7, dem profillosesten (und damit angemessensten) aller tv-sender. wenn der begriff trauerspiel noch nicht so abgegriffen wäre, – mittlerweile fast keine ablehnung, kein haß mehr gegenüber der sogenanntwerdenwollenden musikindustrie. nur noch mitleid, mitgefühl, schlimmstenfalls gleichgültigkeit, mit der man solchen "sachen" (selbst "event" wäre ein unangemessenes kompliment) entgegentreten kann. die privatradiolandschaft als auswirkung, als /symptom/ der charts, der ignoranz, der beliebigkeit. die elton-isierung der unterhaltung, diese schlechte kulturillusion für die, die's nicht besser wissen (können), songtitel bestehend aus grunzlauten, kein funken understatement, kein tiefgang, keine reflexion. nichts mehr vorhanden, kein gramm, keine sekunde lang. kein kontext mehr. seelenlose töne. das macht mich alles so sehr weinen.

 

// !