mando diao, columbiahalle, 20061120

vielleicht muß ich ja nur endlich auch mal die strokes live erleben, keine ahnung. bis dahin jedenfalls: mando diao sind die neuen beatles. das ist der satz, der mir den ganzen abend durch den kopf ging, gefolgt von einem leiser gemurmelten "oder meinetwegen die neuen oasis".

nicht, daß ich die beatles jemals live gesehen hätte (geschweige denn oasis), aber man bekommt sein musikhistorisches wissen schließlich auch aus anderen quellen: genau so muß sich das damals angefühlt haben. oder besser: genau so würde das ding "beatles" heute funktionieren, quatsch, genau so funktioniert es nämlich heute. ich sehe eine ausverkaufte halle; ich sehe kids, denen musik etwas bedeutet, in stellenweise bedenklich niedlicher ausprägung (– um mal den begriff des "kreischens" zu vermeiden); ich sehe naßgeschwitzte wände und fast nur unverkrampfte menschen dazu. ich sehe ein paar jungs auf der bühne, die sich – der eloquenzteufel soll mich holen – die seele aus dem leib spielen, nicht weil es ihnen die plattenfirma verordnet hat, sondern weil sie merken, daß sie die kids damit begeistern (und selbst wenn es doch genau andersrum sein sollte: die illusion ist perfekt, das reicht). ich sehe mich mit dem knie wippen und den begriff "unglaublich" stammeln. ich sehe eine band, die 30 sekunden nach beginn das publikum "hat"; ich sehe improvisierte zugaben nachdem die pausenmusik wieder runtergefahren werden mußte; und ich sehe ein phänomen, das nur deswegen nicht "mainstream" ist, weil der -zum glück- schon mit hinreichend anderem schrott belegt ist.

/mehr/ muß ja gar nicht, was mich angeht.

[update: ja verdammtnochmal, ichhabsjagesagt!]

 

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