dieses andauernde "niemandem zu nahe treten wollen", diese gelernte höflichkeit. diese floskeln und diese seltsamen alltags-gesten, die niemandem stehen, weil sie eben /nicht/ ehrlich sind und weil sie nicht aus einem /wesen/ heraus kommen, sondern aus einer gefühlten verpflichtung, ähnlich einer konvention. wie sehr das doch alles langweilt und ermüdet, wenn man es erstmal erkannt hat (und sich dieses erkennen nicht mehr ausblenden läßt). wie toll da doch /extreme/ wären: weniger ver-krampf-t, weil mehr von herzen kommend – gelebte höflichkeit aus überzeugung, oder eben offenere (ehrlichere) ablehnung. würde so vieles weniger anstrengend machen.

("vor-stellen", noch so ein euphemismus.)

 

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