erhalten will man sich ja auch das staunen, das einen an die eigene kindheit im klischeeigsten aller sinne (nämlich in form von reinheit, unverdorbenheit, begeisterungsfähigkeit) erinnert; umgekehrt nämlich, das potential für staunen und begeisterungsfähigkeit liegt in der /erinnerung/ an die kindheit, und jene tritt meist dann auf, wenn das herz schwer wird, schließlich sind kontraste immer auch (oder: nur) antriebe. (die einzige möglichkeit, kraft zu schöpfen aus leid, ist also, sich des darinliegenden potentials bewußt zu werden. und schon sind übrigens zwölf tonnen an befindlichkeitsliteratur erklärt.) – staunen funktioniert nicht nur angesichts von dingen. in der aufnahme von literatur, musik, gefühl gewissermaßen; gestaunt wird nicht über eine formulierung, eine ton-abfolge oder einen charakter, sondern über den sprung, den fortschritt, den die eigene wahrnehmung dabei macht ("die erwartung des imaginären").

 

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