in every dream home a heartache

hinter dem hauptbahnhof, heute nachmittag um ungefähr kurz vor vier, als die luft diesen eigenartig frischen geruch hatte, den kein raumspray jemals annähernd so hinbekommen wird, und als die dämmerung gerade kurz vor ihrem einsatz war (man also das potential zur düsternis ahnen konnte, um in meiner lieblingsformel zu sprechen), .. – draußen kalt und drinnen warm, der player shuffelt nach the nationals "mr november" gerade den "company man" von michael j sheehy in meine ohren – .., da spüre ich zum ersten mal das, was ich für eine weihnachtsstimmung halte.

angesichts und trotz und gerade wegen all der gestreßten und grimmigen gesichter um mich herum, und während und trotz und wegen der eigens gefühlten schwermut (bei der ich immer jüngereske marmorklippen-assoziationen haben werden, aber diesen zusammenhang erkläre ich vielleicht ein andermal) auf herz und hals ("kinder, kommt im haus, es gibt klöße!"), und während und trotz und wegen des gefühlten dazwischen-seins bezüglich dingen, menschen, zeit(en) und songs: nicht das klassische weihnachtsgefühl mit rot-weißem kitsch, lebkuchenherzen und an tankstellen verkauften "best of christmas"-compilations – sondern eine mir ziemlich neue innere ruhe und gelassenheit, ungefähr als würde traurigkeit gerade in verbitterung umschlagen und das lächeln zwar zynischer, aber eben auch ruhiger werden. die fickrigkeit läßt nach. hallo, jahresende.

("ich bin das letzte biest am himmel.")

 

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