verwegenheit, teil 37

dies ist der winter der verdrängung, der winter der kleinen weißen pillen, der winter des selbstbetrugs und des sich-im-weg-stehens. du verstehst jetzt endlich, was "besinnung" wirklich heißt – bands und songs verlieren an bedeutung, nichts muß mehr exorziert werden. erlebte abstumpfung. dies ist der winter eines rohrkrepierenden neuanfangs und eines glänzenden scheiterns. (mit beiden beinen im leben stehen und sich den punkrock vormachen – auch nur eine art von verzweifel und projektion. selbstbetrug in der anderen richtung.) // und woher man dann doch diese zuversicht nimmt, fast schon als selbstverständlichkeit, daß es immer weitergehen wird. so offensichtlich, daß es nicht mal mehr als etwas besonderes wahrgenommen wird, daß irgendwann eine andere wohnung, eine anderer lebensplan, ein anderes konzept, eine neue liebe, ein neuer status erreicht wird – die akzeptanz, das vollständige /aufgehen/ in veränderung. auch 'ne art von stillstand. // dies ist der winter der brodelnden euphorie, und dies ist der winter des fort-schritts. stammfunktion statt ableitung!

(& woher kommt eigentlich der kampfgeist? muß irgendwas mit berlin zu tun haben. und mit dem romantischsten aller morgennebel, in den die spitze des fernsehturms so oft eintaucht, auf meinen heimwegen. und den lichtern. und der musik, natürlich. und den menschen. und den klischees. die man so lächelnd akzeptiert, weil man sie als klischees enttarnt hat, und sich dann vormacht, man hätte es mit ironie zu tun. manchmal fühle ich mich so mitte .. nein: manchmal fühlt sich mitte an wie ich! perspektivisch denken!)

vielleicht am wochenende ja doch mal vorsätze für 2009 ausformulieren.

 

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