in wahrhaft

wie gehst du durchs leben, wenn alles bedeutung für dich hat? wenn alles – orte, klänge, menschen, gerüche, uhrzeiten, bilder – aufgeladen ist mit erinnerung, mit spannung, mit geschichte und anekdote, mit bezug und verkettung? wie gehst du durchs leben, wenn du nur noch erinnern und wertschätzen, verabschauen und hassen, reflektieren und abwägen mußt bei allem, was dir begegnet? wie gehst du durchs leben, wenn effekte schlange stehen und augen funkeln und zehen gedrückt werden und alles so sehr /ist/? wie gehst du durchs leben, wenn der tisch kein tisch mehr ist, sondern eine vierseitige geschichte?

(wie gehe ich durchs leben, wenn alles in kontexte eingebunden ist? wenn kontexte in konstrukten liegen, wenn konstrukte in ebenen schwimmen, wenn ebenen gestapelt und gequetscht um mich herum präsent sind? – so ähnlich, vergleichbar, nehme ich an.)

aber deine hände waren kühl.

 

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