wenn ich mir was wünschen dürfte

vielleicht ja doch nicht die gleichzeitigkeit, sondern die unentschlossenheit. jedes "aber" und jedes "obwohl", die keine resultate von unzufriedenheit sondern höchstens symptome für überforderung auf einer ziemlich abgehobenen luxussorgen-ebene sind: klar, denn wir haben einfach zuviel zeit, um über uns nachzudenken. intra, nicht inter.

berliner verlag, außenansicht, bei nacht vagantin gegen den magen, also, nein, für den magen natürlich, aber das ist ja genauso wie mit aspirin für kopfschmerzen oder shampoo für schuppen, oder meinetwegen die sache mit dem umweltschutz vs lärmschutz, wer schützt hier wen und wieso läßt das sodbrennen eigentlich nicht mehr nach? und diese begriffsambivalenz finden wir dann in uns wieder. wenn wir die idiotie in einer sache erkennen, uns aber trotzdem idiotisch verhalten. mit dem kopf nochmal gegen die wand rennen, weil's beim ersten mal noch nicht weh genug getan hat. und wenn wir auf dem heimweg, morgens beim sonnenaufgang, uns die träne wegdrücken, weil wir uns so fühlen als gehörten wir nicht "nach hause", nie.

und währenddessen hören wir marlene dietrich und charles aznavour und kommen uns oberflächlich ironisch vor, denn wir schreiben texte im plural statt singular. und wir würden nie zugeben, wie sehr wir uns brauchen. inter, nicht intra.

 

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