taiwan (10) – die sache mit berlin

uns haut nichts um.

wir lächeln auch nach durchgemachten nächten, egal ob wir feiern oder flennen waren. wir verdrängen unsere probleme zwar nicht, aber wir kehren sie unter den teppich, der diesen privaten anstrich hat, und wer uns durchschauen will, den blocken wir so freundlich ab wie es nur irgendwie geht. das gesicht zu verlieren ist schließlich fast so schlimm wie jemand anderen sein gesicht verlieren zu lassen. die phase zwischen den zuständen, die man immer erst im nachhinein als solche zu identifizieren in der lage ist, – an die gewöhnen wir uns, und dieses bewußtsein prügeln wir auch in unsere kontexte hinein. die außenwirkung wird schon folgen. denn nähe ist mode, oder zumindest schlechter einfluß. das haben wir irgendwo mal gelesen und seitdem ist es dogma und mantra. wenn dinge nicht glatt laufen, dann definieren wir "glatt" einfach um, nicht nur zwischenmenschlich. man steckt eben drin, und interpretation (oder wenigstens identifikation und deutung) funktioniert schließlich nur von außen. aber von außen lassen wir uns nichts sagen, jedenfalls nicht dauerhaft und nicht so, daß wir es umsetzen würden. und wir akzeptieren und tolerieren, stetig, und reden uns ein, daß keine alternativen dazu existieren.

taipeh: sign at asus building

allzu weit entfernt sind wir also nicht einmal voneinander. until we're back home, dann trennen uns wieder welten. aber auch das ist ja eigentlich nichts neues.

 

// !