22, bitte die 17.

wenn man mal die zeit, die für das suchen von formulierungen, das ausmalen einer reaktion, das daran-anpassen jener formulierung, das voraus- und mit-denken, das feedback, die erwartung und das bemerken dieser erwartung, das zurückpfeifen zur vernunft, das neuformulieren, die interpretation der eigenen formulierung, das ab- und zeichensetzen, den abgleich der vermuteten wirkung von all dem, die transition, die empathie und die verkopfung, die interpretation der ganzen situation und das schreiben mehrerer neufassungen eines texts, einer email, einer kurznachricht (..) – wenn man also diese zeit mal in den volkswirtschaftlichen schaden, der so oft für dramatisch klingende vergleiche rangezogen wird, umrechnet: die welt dürfte sich eigentlich nicht mehr weiterdrehen.

(und selbst wenn ich die /einzige/ person sein sollte, die deswegen nichts hinbekommt, weil "perfektion" auch bei persönlich-privaten dingen und formulierungen (also vor allem dort, genaugenommen) eben nicht nur lächerliche "100%" bedeutet – wenn ich den nur durch mich verursachten besagten volkswirtschaftlichen schaden mal hochrechne, der /kann/ schon gar nicht mehr durch psychotherapie, grouphugs oder putzige unicode-symbole bei twitter ausgeglichen werden.)

 

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