"there's something thrilling about honesty"

und immer auch dann, wenn laut meinen logfiles "google translate" auf ein hier irgendwo abgelegtes -beispielsweise- jpg(-bild) zugegriffen hat, stelle ich mir vor, wie all die kleinen google-tierchen versuchen, das jpg in eine ihnen (und ihm) fremde sprache zu übersetzen – also nicht den bildinhalt, womöglich im bild enthaltenen text (denn "google ocr" wohnt in einem anderen rechenzentrum und kommt nur gelegengtlich auf einen weltherrschaftsplankaffee vorbei), sondern: das jpg/jfif selbst. die metadaten, die bedeutung der datei und all ihrer innewohnenden mechanismen in ein anderes kulturelles system zu übertragen. das format verständlich zu machen. eine digitale abbildung eines analogen phänomens, mit all der quantisierung und diskreten kosinustransformation und weiß der geier, was die google-tierchen natürlich fließend sprechen (also: berechnen, aber das ist ja auch nur eine andere form von sprache) können müssen, deren bedeutung also zu übertragen in ein anderes system, zu vereinfachen (für den antragsteller der übersetzung). genaugenommen also das, was lehrer immer machen: variationen erschaffen, metaphern bilden, abstrahieren, algorithmen entwirren, sachverhalte von konkret zurück zu allgemein .. enttarnen. zu erklären, was da vor sich geht, wenn ein bestimmter moment in einem digitalen bild aufgezeichnet wurde, was das über den moment aussagt und die technik und die beteiligten und die welt. (und dann eben auch dieses gelegentliche gefühl der verbundenheit mit google, weil man (also ich) ja sowieso/auch dazu neigt, dinge zu (v)erklären und nahezubringen und eben auch zu übersetzen, und wie bei google bleibt es bei einem selbst ja derzeit meist noch beim versuch und der eher charmanten kapitulation.)

 

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