neues lieblingsverb: "palmen"

(hallo tante tagebuch.)

verbringe gerade ein paar tage auf gran canaria ("verbringen", auch so ein sonderbares wort für das, was man in so einem pauschalurlaub nunmal tut, also eigentlich fast das gleiche wie daheim, nur in anderem kontext, und das nicht nur weil man das notebook mitgenommen hat und das hotel u.a. nach entsprechendem wi-fi-angebot ausgewählt hat, sondern an der tagesgestaltung, also vielmehr an der taktik, wie man mit der verfügbaren zeit umgeht, also wie man sich dem "problem" der freizeit so nähert, denn das sind ja immer vergleichbare muster, aber vielleicht schreib' ich dazu nochmal einen längeren quatschtext irgendwann) – verbringe also gerade ein paar tage auf gran canaria, ganz klassisch per lastminute im touristenflieger für fünf tage nach unter palmen, kurz vor weihnachten: und habe das sonderbare luxusproblem, daß hier nirgendwo guter kaffee aufzutreiben ist.

mal von dem nerd-getue und der kokettiererei abgesehen, die nur am anfang charming ist, also daß kaffee lebensnotwendig ist und all sowas, wundert es mich doch eigentlich eher "kulturell": jeden mist gibt's hier mehrfach, gerade und vor allem das touristenzeug, und die angereisten sind ja auch noch zu 90% aus deutschland oder den niederlanden (was genau wollte ich damit jetzt sagen? ich weiß es nicht, aber wahrscheinlich war es mir irgendein anliegen), an jeder ecke mehrere döner-, chinese-, pizzeria- und allyoucaneat-sachen und minimärkte und schlechte eisdielen und souvenirshops, aber nirgendwo ein starbucks und selbst der angeblich existierende mcdonalds wurde von mir noch nicht live gefunden. ich werd' das überleben, vermute ich, aber: bei der hotelkaffeeplörre und der faktisch anzunehmenden konkurrenzlosigkeit auf dem inselchen (also: auf vermutlich jedem touristeninselchen, nicht nur hier), wieso kommen die (achtung: jenes "die" ist ein sehr abstrakt gemeintes) meinen sorgen nicht mal ein kleines bißchen entgegen, und denen aller anderen u40-menschen auf der insel, die mit nescafébröseln vom hotelfrühstück einfach nicht klarkommen, und .. (restliche aufzeichnungen in unverständlichem gebrabbel untergegangen – es ging wohl um den latenten hang (doppelmoppel!) zur geschäftsidee bzw. gelegenheit, also warum man dann ja auch immer sofort diesen drang verspürt, "sowas" "mal" "hier" "aufzumachen", also ein gutes café für nichtrentner, und aber ach. wie ja solche texte eben immer mit "und aber ach" aufhören. sollten.)

zum schluß noch ein neidischmachbild ("statt karten", also statt ansichtskarten, denn das motiv ist genau das, was man auf englisch "generic" nennt, was aber auf deutsch – wieder was gelernt! – nicht "generisch" heißt, sondern irgendwas anderes, was ich jetzt aufgrund von faulheit mich zu ergoogeln nicht in der lage sehe), ab nächste woche dann wieder anders hochintellektuellen quatschcontent wie früher.

there, you go. ™

(der horizont kippt auch hier übrigens nicht nach links, das liegt vielmehr an meiner schlechten haltung. wie so vieles im leben.)

 

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