gärtner

ich bin kein optimist. ich kenne nur viele auswege. aber einen anderen weg, als den, daß wir uns verbinden gegen das, was wir ablehnen, kenne ich nicht.

der angriff der 13. fee: alexander kluge im interview mit dem der freitag.
(auch: videoversion des gesprächs auf dctp.tv.)

und ich habe beim lesen, auch, aber viel mehr noch beim sehen natürlich von kluge in gesprächen immer wieder dieses "mediale gefühl" – daß kluge also sich nur als vermittler des gedankens sieht, nicht als autoren oder schriftsteller im langweilig-klassischen sinn. sondern als denjenigen, der einen inhalt nur noch zu tage fördert, der einer idee ermöglicht, sich zu verbreiten. also: der gedanke als auslöser, nicht der autor. sich als mittelbarkeit anbieten, sich dem versuch zur verfügung stellen. das finde ich dann jedes mal wieder charmant und respektvoll dem weltgeist gegenüber, glaube ich (also: auf so eine höfliche, nette art.).

(und dann merke ich, daß das ganz schön optimistisch gedacht ist, und daß das ja gar nicht zu mir paßt, also zu dem bild, was ich von mir habe oder zumindest mir hin-inszenieren will, aber die da drinsteckende ironie ist dann ja nur ähnlich charmant, und dann lächle ich und schreibe quatsch ins blog.)

 

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