dear tooth fairy: fuck you.

vielleicht muß man ja doch viel mehr im leben als notwehr betrachten bzw angehen. als grund und zweck gewissermaßen.

der zotteltyp, der nachts um halb zwei auf der warschauer brücke radioheads "creep" singt; die kaufhof-kassiererin, die in ihrer pause beim "wiener feinbäcker" ihren nikotinbedarf von drei wochen in drei minuten nachholt; oder das pärchen, das vermutlich nicht wahrhaben will (oder kann), daß es sich gerade öffentlich streitet und alle außer ihnen beiden die tragik darin sehen. und man selbst zwischendrin, lächelnd, manchmal aus galgenhumor heraus und manchmal aus distinktion, oft aus spaß oder ironie, manchmal aus zynismus, selten aus schutz. – das alles versteht man plötzlich, wenn man sich hoffnung zur szene dazudenkt, gegen die in allen öffentlichen wie privaten räumen immer herumstehende bitterkeit meinetwegen. notwehr als parole, als stumme und zurückhaltende, als gedachte, als aufbegehren meinetwegen, als unabsichtliches manchmal sogar, gegen die welt, die schnupfen hat.

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