origaming

der windrichtungsanzeiger in strandnähe auf rhodos ist meist eine dünne hose, die an einen besenstiel geklemmt ist. been there, do that. ein tinnitus klingt reizvoll. und wenn der blues anklopft, ist es vielleicht doch nur die blaue stempelfarbe auf der hand. vorsicht, das gedankenstauende liegt in einer kurve. spuren hinter lassen.

was beruhigt: die automatik im sozialen, die so völlig /organisch/ wirkenden geflechte, die sich ergeben morgens um fünf, wenn eben auch keine steuerung mehr notwendig (und sowieso schon nicht mehr möglich) ist – wenn sich alle graustufen für eine seite der monochromatik entscheiden, aus faulheit, aus rekursion, aus getriebenheit, kurz bevor die sonne dann doch noch aufgeht und die hosen ("untergegangener staaten") nur noch angegafft und nicht mehr betrachtet werden, an ihren besenstielen.

(und ich bin so froh über diese kryptik, die sich hier mittlerweile ganz zwangsläufig ergibt, und daß niemand mehr weiß, was all das ursprünglich bedeuten wollte, außer vielleicht ein paar wenigen, die nicht wissen, daß sie's wissen, und eben darum alles anders lesen. ich bin so froh, daß ich mir fremd vorkomme.)

vergangenheit lässt die welt schrumpfen, d.h. man erkennt dinge wieder, man erinnert sich, und spürt dabei eine verkleinerung der welt und der wahrnehmung, ein streben nach außen und zurückgeholt werden am gummiband, wenn sich ein rückblick bemerkbar macht. weil, binse, aber: jedes neuentdecken eben die welt vergrößert. fuck past tense, und (was du nicht kannst ist mehrere leben führen, again, und) von jedem artefakt, das neu ins leben hinzukommt, verspricht man sich schließlich erweiterung, ausdehnung. vielmehr: jede neuigkeit ist ein versprechen, eine ahnung oder wenigstens hoffnung auf verbesserung.

der turm stürzt ein; hallelujah, der turm stürzt ein.

(musick cures you of time.)

 

// !