the national

(sending "anyone's ghost")

w. kratzte sich regelmäßig die augen aus, und überhaupt war kratzen eher eine fingerübung für ihn. er konnte die nacht gestalten, und wenn er aufwachte, wurde ihm regelmäßig schlecht davon. sein linker daumen zitterte permanent und die vor wochen zerdrückte motte klebte noch immer in staubresten an der rauhfaser. nichts half, und das lag daran, daß er nicht wußte wogegen. in der liste seiner facebook-"freunde" waren drei verzeichnet, die nicht mehr existierten. die einschläge kamen näher und er dachte viel nach über den unterschied zwischen kapitulation und resignation, mit einer affinität zu letzterer, denn die hatte so viel von der abgefuckten egalness, die ihm sympathisch erschien. love & death, hatte er mal bei woody allen gelernt (denn wichtige dinge für's leben lernt man bei woody allen oder unter alkoholeinfluss oder von freunden oder während extremsituationen, jedenfalls nicht "im internet" oder in "der schule") – love & death also sind die antriebskräfte von allem anderen. und mit der erinnerung an diese erkenntnis kam er über die gelbgeflaggten runden.

(receiving "think you can wait")

 

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