(drive)

drive -übrigens- hat, schon anderswo gelesen, vergessen wo, aber eben doch: das zeug zum klassiker. und er erzählt nur eine sehr harmlose gangstergeschichte, und ich bin nicht in ryan gosling verknallt, und schuld ist vermutlich auch ein wenig der großartige soundtrack mit kavinsky und chromatics und desire, aber: er ist melancholisch nicht auf so eine kitschige düsterness-heidewitzka-tragisch -art, sondern auf eine ruhige, abgefuckte, angenehm deprimierende, lässige weise, so wie das zuvor nur einzelne (eigentlich sogar vereinzelte, aber das wort ist ein blödes) episoden von miami vice hinbekommen haben. man verliert sich, völlig, in einer stimmung zwischen potential und ausweglosigkeit, in einem großstädtischen abfuckgefühl: durch die reduzierten dialoge, durch die unbedeutendheit (unbedeutung?) von handlung und charakteren und stimmung. man nimmt den film hin, und es fällt einem erst tage später auf, dass man überhaupt nichts in frage gestellt hat. dann staunt man und geht sich eine jacke mit einem skorpion-rückenaufdruck kaufen. nightcall.

 

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