ich versteh' das doch in einer woche schon selbst alles nicht mehr.

das wahnsinnig, das ich werde, ist meist eine version von muskelkater. kein defekt, sondern: eine nichtgewöhnung, eine außergewöhnlichkeit — und selbst kaputtness kommt ja immer auch auf die perspektive an, auf die absicht und die wertvorstellung. alltag und abhärtung dann: die faserrisse verheilen lassen und wieder aufreißen. dem gewebe, der verflechtung, der konstellation (..) beibringen, wie es/sie zu funktionieren hat. habitation als euphemismus für adaption, schlimmer wäre schließlich nur noch gesichtsverlust. ~~

wir machen klingelstreiche und trinken wein, manchmal auch andersrum. bei berührungen sind wir behutsam, bei nichtberührungen voll mit sehnsucht. wir entwerfen metaphern und schreiben texte, die alle das gleiche aussagen, und wir fühlen uns wie meta-teenager dabei. die sprache, die wir in kurznachrichten einsetzen, ist nicht geheim, sondern privat, und wenn uns jemand darauf anspricht, streiten wir ab. wir sagen wir, wenn wir ich meinen, oder ich uns. ~~

die "toxische manie" (rinck, sinngemäß), die in so einem offenen diskurs, streit geradezu, mit dem bauchgefühl und diesem ganzen ratio-dreck ist — diese manie also, die einen packt, die man zuerst rationalisiert und dann instrumentalisiert (na das wäre doch gelacht, freund kontrollverlust, wa?), die ist eben so selten und notwendig wie jede andere form von argheit auch. in watte gepackt, gemeinsam mit dem bewußtsein, in watte gepackt zu sein, läßt die kratzer und spuren und dellen und schäden und die ganze abgefucktheit und verrücktheit und gestörtheit, zerstörtheit quasi, vermissen, die ja losgeworden werden wollte, oder meinetwegen /sollte/, sei's drum. das wissen darüber, die logik dahinter, daß die greatest love story ever told eben doch besser von woody allen als von shakespeare stammt: das ist zwar noch keine manie, aber, ja, close enough. ~~

 

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