solļ

"kaputtness for fucking ever!" steht auf der kaffeetasse, so eine art embrace the hangover gewissermaßen, das pendant zum "durchhaltevermögen & verbrüderung"-ding aus plattenrezensionen, oder eben kurz: die PAROLE!, die mir nach 2016 hin-helfen soll. neben infinite dissolution, jagd & hund und ships will come – absichten statt vorsätze, parolen statt manifeste. kaputtness for fucking ever nämlich: nicht als zweck, sondern als grund-, ausgangs-, initial-zustand. von dem aus alles passieren und gut oder turbulenter oder okayer oder eigenartiger oder origineller werden soll. wenigstens. stagnation ("verwechselt mit gelassenheit") und zweifel ("meinten sie inkonsequenz?") werden ausradiert, nur der nebel kann, muss, bleiben: dichtheit, verdichtung, dichtung, dichtsein als parole. weg ist das ziel. ~~

(wir müssen alles rückwärts gängig machen)

ernst beiseite: was, wenn nicht die nacht zum kräftetanken für den tag gedacht ist, sondern umgekehrt? wenn es nur ein riesiges missverständnis war, den zeitraum "tagsüber" als zweck zu sehen, wenn man also eher mit wachheit und anstrengung bei sonnenlicht die nacht als ziel interpretieren sollte? wenn also alles so bleibend wie’s ist nur andersherum wahrgenommen wird, also versehentlich falsch, kulturell und historisch unhinterfragt, und vom weltgeist (hui buh!) nur umgekehrt gemeint war? wenn man den fokus mal viel mehr auf zerstreuung und wahn und affekt und schlaf und überraschung und originalität und dunkelheit legte, und sich das potential dafür, dazu, mit tagesübers erarbeitete? ein geregeltes seelisches grundeinkommen ab dem aufwachen, und die selbstverwirklichung dann ab der dämmerung? wie fühlte sich das an, wie nähme sich das wahr, schaffte man es, an so einen rhythmus anders heranzugehen? und konjunktive abzuschaffen? ~~

ich warte auf meiner eisbergspitze
am ende der physik
auf novemberhitze
und auf dinge dies nicht gibt
ich warte warte immer weiter
letztendlich auf musik

im stadium kognitiver auflösung jedenfalls, wo grenzen verschwimmen und takte erst zu synkopen und dann unsauber werden, wenn sex im morgengrauen stattfindet und dabei über "..-grauen" nachgedacht wird, über unexklusivität und "controlled usage is not usually fatal and abstinence is not immortality" und über die wortwahl "stattfinden" – in diesem stadium, in diesen phasen, momenten: was, wer artikuliert sich da im eigenen kopf? anmaßend. ungeklärt. ~~

(mittels druck und körperwärme wird aus unserer konfusion eine kernfusion)

(ich durchschaue dich. wie so viele, außer mich. womit wir ja auch wieder beim nebel wären. das bewerbungsgespräch war nur formsache, der kopf macht den strich unter die rechnung, komm her, sei kein irrtum, bleib da, ich will dich studieren, solang noch zeit ist. der schnapslose kater ist vielleicht einer der angenehmsten, aber wenn du fort bist, fehlst du uns.) ~~

 

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