feuerwerk

wenn sog. gefühle vielleicht (fast hätte ich geschrieben: jedoch) als ableitung von zuständen betrachtet werden – mathematisch gemeint, also als funktion, deren veränderung (nicht deren wert) entlang einer achse beschrieben wird – wenn gefühle also gewissermaßen (nur) ausdrücken, wie das (beispielsweise) bewusstsein, die wahrnehmung sich verändert entlang des außerhalb, in relation zur welt, die nicht man selbst ist –

wenn bei einer konstanten wahrnehmung (aka: alltag) gewissermaßen keine gefühle mehr mitspielen, wenn & dass (konkreter) ablehnungen oder sehnsucht, furcht oder liebe, dass all jene nur im rahmen einer veränderung stattfinden, und wenn also, eben drum, gefühle nicht nur plumpes symptom (eines zustands) sind, sondern wenn man banan-, verzeihung, banal-psychologisch -obacht!- als stammfunktion ein movement, einen fortschritt (egal in welche richtung), eine bewegung rausdeuten kann, anhand des auftretens von gefühlen:

das alles würde doch bedeuten, dass es da noch weitere ableitungen gibt, einerseits, gefühlsveränderungsanzeiger, second level feels, meta-gefühle, beschleunigung vs geschwindigkeit, – und andererseits auch, dass da neun zehntel der menschheit (die neun zehntel mit den ratschlags-kolumnen und den banalitäten, die neun zehntel wo romantik "rosen und kerzen" bedeutet, die neun zehntel, die traurigkeit als gottgegeben durchleiden, die neun zehntel also, die carpe diem für eine weisheit halten und schüsslersalze für inspiration) da gewissermaßen auf dem holzweg war, ist, und immer sein wird.

denn: es geht doch eher um die veränderung von furcht, um den kontrast zwischen angst und mut, um den wechsel zwischen zuständen, um die differenz zwischen gleichgültigkeit und euphorie, um den abfall oder anstieg von liebe. um’s werden, nicht um’s sein. sich passieren als ursprung, sich spüren als anlass, etwas wollen als antrieb.

also: wenn.

(ja: so sehr mehr und weiter rational verkopfen, bis man am ende schließlich wieder als gefühlsmensch dasteht: hashtag circlejerk.)

 

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