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(was,) wenn beispielsweise ein verlust mal nicht schlagartig und plötzlich eintritt, sondern schleichend, stetig? wenn sich der große knall so gedehnt hinzieht, witchtrapmethhouse-esk, gestreckt über monate, so dass eben eine veränderung währenddessen kaum wahrnehmbar war und ist? wenn der knall zum anhaltenden ton mutiert, die stammfunktion des fühlens passiert, wenn überhaupt? wenn dinge ohne getöse wegbrechen, sondern einfach irgendwann nicht mehr da sind; was, wenn sich der verlust, das unglück, dadurch tarnt, indem es froschimkochtopfgleich leise und vorsichtig antritt, seinen triumph durch steten tropfen feiert? was, wenn man dann nach all der zeit trotzdem plötzlich diese täuschung bemerkt, wenn das unglück also nicht mehr als solches reinknallt, sondern genauso meta – wenn die erkenntnis, die reflektion, die überraschung irgendwann gewissermaßen den abdruck hinterlässt, den sonst und früher und eigentlich das ereignis selbst verursacht h{a/ä}tte?

(was,) und umgekehrt genau so, wenn man nicht kapiert, wenn und während etwas gutes passiert, wenn sich positive ereignisse genauso tarnen und mit babysteps artikulieren, wenn die wahrnehmung aussetzt weil es keine ausreichend deutliche veränderung wahrzunehmen gibt, wenn erst viel später und nur anhand des eigenen gefühls alles abgelesen werden kann? wenn man ausnahmsweise "realisieren" mal korrekt einsetzen kann, weil es die erkenntnis über glück ist, die glücklich macht? der selbstwahrnehmungs-egotrip als introvert version von plumpem bauchgefühl?

ändert das was am handesüblichen gut- oder scheißefühlen, am ende ("des tages" ("schnauze!"))?

(und ist dann nicht der kurvenverlauf des integrals gewissermaßen genauso drastisch? macht man da nicht in all diesen fällen aus dem steten verlauf eine plötzlichkeit, damit man überhaupt etwas zu spüren hat? ist das vielleicht die unterbewusste methode, um überhaupt stimmungen und gefühle zu erkennen? oder ist die abtastrate (x-achse) vielleicht nur zu hoch? 44.1khz full metal jacket? und hätte man, also ich, in der zeit, in der man, also ich, all diese blödrhetorischen (und dann auch noch als fragen getarnten) sätze aufschrieb sich nicht auch einfach mal gedanken über das eigentliche gefühl machen und es spüren und genießen können anstatt es meta aufzuschreiben und sich metameta bescheuert vorzukommen? für mich ’nen doppelten, bitte.)

 

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