samstagabendunterhaltung. klassisch.

wenn ich mir das nächste mal einen nerv einklemme und das wochenende vor dem fernseher verbringen muß, such' ich mir einen samstag aus, an dem kein "wetten dass" läuft. war das denn schon immer so grottig? war das wirklich die show, die ich als kind so gern gesehen habe?

gottschalk auf unterstem höh-höh-witz-niveau ("und jetzt zeigen wir nochmal den arsch von jennifer lopez in zeitlupe, aaaah ..") und mehrfach geistig verwirrt ("sie müssen 5 von 4 richtig haben!"); die wetten würden im spannungscontest gegen jedes backgammon-turnier im altersheim verlieren (musikcassetten per hand zurückspulen – jessas, gebt mir baldrian, ich halte diese spannung nicht aus); das saalpublikum besteht anscheinend nur noch aus rausgeputzten möchtegernvips, die den ganzen abend darauf warten, endlich mit weit-aufgerissenen augen in die kamera winken zu können; die bildregie scheint sowieso den ganzen abend auf lsd zu sein ("die wette wird gerade spannend, blend' doch mal den bürgermeister in reihe 1 ein!"); den gästen merkt man ihre tierische nichtbegeisterung mehr als deutlich an (und ich meine nicht mal brigitte mira); die musikalischen beiträge dümpeln irgendwo zwischen promotion (musicals), vollplayback (vanessa amorosi) und belanglosigkeit (die bangles) rum; das volk bei der stadtwette (am brandenburger tor würstchen grillen) führt sich auf wie beim rtl2-kamerateam, das bei ballermann auf malle zu besuch ist; und das zdf wirbt in der us-ausgabe von variety für "europe's biggest entertainment show" so als wäre gottschalk der erfinder des rades. himmel hilf.

[ach ja, und was an der schachwette so toll gewesen sein soll, muß mir auch noch jemand erklären.]

wenigstens gab's noch "genial daneben" und "southpark" später anderswo ... und das nächste mal klemm' ich mir den nerv werktags ein.

 

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