alive? well, sort of. the "kicking" takes some more time, though.

hinterrücks hatte die palme ein motorboot gechartert und haute ab. aber jetzt bin ich ja wieder da.

sitemeter-grafikdie sitemeter-grafik der visits auf argh.de der letzten woche stellt, horizontal gespiegelt (wobei ich nie verstehen werde, warum eine spiegelung an der senkrechten achse "horizontal" genannt wird), ungefähr meinen körperlichen zustand dar. krankenhäuser sind seltsam. <bandwurmsatz> dienstag gab's ein paar untersuchungen, was am mittwoch und donnerstag jeweils ab 7 uhr früh mit mir genau passiert ist, hab' ich dank narkose wenigstens nicht mitbekommen, und ab abends (am donnerstag) hat man dann zeit, sich gedanken über dies und jenes, über krankenhäuser, über schmerzen und nichtschmerzen, über die lebenseinstellung von pflegern und schwestern, über die sinnhaftigkeit von an den wänden angebrachten "preisgekrönten" postern mit der überschrift "die allgemeine immunaktivierung mittels intraperitonealer injektion von bakteriellem lipopolysaccharid (lps) in mäusen führt zur unterbrechung der testikulären stereoidbiosynthese durch oxidative schäden" (der unterhaltungseffekt war dann aber immerhin zwei gänge weiter wieder da, wo in einem schaukasten historische medizinische geräte und bücher ausgestellt wurden: "elektrostimulation des herzens bei enthaupteten" u.dgl.), über das wetter oder über das krankenhausessen zu machen, während man sich wieder erholt und am darauffolgenden dienstag endlich entlassen wird. </bandwurmsatz>

immerhin hat man in all diesen tagen zeit für dinge, von denen man vorher nicht wußte, daß man sie machen wollte. das hochinteressante tagsüber-fernsehprogramm begutachten (bei qvc läuft doch wirklich sonntags um 7 uhr morgens schon ein liveprogramm, in dem versucht wird, einen 833 euro teuren (nein, ich hatte zu der zeit keine bewußtseinserweiternden drogen in mir, der betrag stimmt so) elektrostimulationsmuskelapparat an den mann zu bringen), sich eine trackliste für einen kleinen privaten cd-sampler zusammenzustellen (demnächst in diesem theater), aufregende reisen aus dem zweiten stock runter zum cola-/schokoriegel-automaten ins erdgeschoß zu unternehmen, sich jeden abend eine thrombose-spritze verpassen zu lassen und die dazugehörigen sexy strümpfe am letzten tag rituell zu verbrennen (achtung, im letzten teil des satzes lag eine stilistisch gewollte dramatische übertreibung vor), und noch so einiges mehr.

essenstablettund hätte dieser saftladen hier nicht so eine beknackte interne telefonanlage, bei der nur das angeschlossene systemtelefon mit am krankenhaus-automaten gekaufter telefonkarte ein freizeichen bekommt, nicht aber ein modem oder eine isdn-karte, wäre ich wohl auch schon früher wieder online gewesen. von wlan hatte man hier noch nichts gehört, und t-online-via-eplus-gsm mit 9600 kbps (nein, von gprs träume ich noch, bis nokia den mistigen modemtreiber für's 8310 mal korrekt für win2000 anpaßt) macht auch nicht wirklich spaß. aber einer der ärzte hatte immerhin mitleid mit mir ("ja, da sind sie nicht der erste, der das möchte, aber … sagen sie's der verwaltung. *seufz*"). egal, hab's überlebt. in allen möglichen sinnen des wortes.

so – details später. vielleicht.

 

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