und wo wir gerade beim sommer sind …

es dürfte bekannt sein, daß ich dem sommer, aber insbesondere dem frühling, eher defensiv gegenüberstehe, um nicht zu sagen ablehnend. der herbst ist angenehmer. punkt. aber wenn ich krampfhaft etwas nennen sollte, was ich am sommer zu schätzen weiß, dann vielleicht diese angedeutete melancholische stimmung, die in verbindung mit den angenehmen temperaturen nachts auftritt und die ansatzweise an den herbst erinnert. nicht die vielen grillparties, sondern das sitzen vor einem lagerfeuer und starren auf die flammen. nicht die hitze tagsüber, sondern das allein-sitzen in einem straßencafé und beobachten der leute. nicht die sportmöglichkeiten, sondern die entdeckung des eigenen willens, den wagen stehen zu lassen und nachts nach hause zu laufen. nicht die sonnencreme, sondern den sonnenbrand. nicht die stimmung und die leute auf all den open-airs, sondern das fühlen, bemerken, aufnehmen dieser stimmung um einen herum, während man im gras sitzt und irgendwo im hintergrund nette musik zu hören bekommt. nicht die hohen anteil der hellen stunden am tag, sondern die chance, die zeit von einem sonnenuntergang bis zum sonnenaufgang auf einer spielplatzschaukel sitzend beobachten zu können und sich nicht dabei zu langweilen. nicht der jeweilige sommer, sondern immer der vorherige.

hmm.

nun ja, alles in allem vielleicht doch nicht so schlecht.

aber das würd' ich natürlich nie öffentlich zugeben.

 

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