this carnival is dead and gone

an einem verlangweilten sonntagnachmittag bei 15 grad plus auf der mcdonald's-terasse ins grübeln kommen – anfangen, in der eigenen vergangenheit rumzuschnüffeln, von der man elterlicherseits immer nur andeutungen gehört hat – der tatsache ins auge sehen, daß man seit sechs jahren nur ca. 50 km von dem dörfchen entfernt wohnt, in dem die wurzeln väterlicherseits lagen und wahrscheinlich auch immer noch liegen (großfamilie) – sich ins auto setzen, planlos hinfahren, genauso planlos wieder zurückkommen, weil man sich natürlich weder an details des damaligen besuches im alter von ca. 5 jahren erinnert noch irgendeines dieser eventuellen details heute so aussieht wie damals, natürlich.

ein paar straßen auf- und abgefahren, die dorffeuerwehr gefunden, kurzhaarige jugendliche beim herumlungern betrachtet, blicke auf sich gezogen wie sie aus einem western nicht besser hätten stammen können ("ein fremder …"), meinen stoßdämpfer vorne links endgültig geschrottet, und erst bei der heimfahrt dann schließlich dieses seltsame gefühl bekommen ("was, wenn ich gerade an einer tante oder einem onkel von mir vorbeigefahren bin?").

die neugierde für die nächsten sechs jahre ist erstmal befriedigt, ansonsten ist jetzt auch nicht viel anders als vorher. außer, daß ich einen neuen stoßdämpfer brauche.

hat sich nicht gelohnt.

 

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