heute sind wir mal ganz arg in partylaune. jawohl.

wobei, das nervige an der gartenparty hier unten, gestern abend, war ja nicht die gartenparty an sich, sondern der schlechte geschmack der teilnehmer. opel kadetts, die die straße zuparken. schnauzbärtige oder wenigstens oberlippenflaumhabende anfangs-20er-azubis mit in der hellen jeanshose steckenden dunklen pullis (oder umgekehrt). endzwanziger-sekretärinnen mit einer schon jetzt beginnenden midlife-crisis, in kostümen von takko oder nkd (wen wundert da die krise?). zwei kästen bier für die jungs und je ein kasten mineralwasser (medium) und cola (coca-) für die damen – aber später am abend wird dann auch schonmal der prosecco aus dem keller geholt. gequält wirkende aber gutgemeinte stimmungskanonen (maximal zwei) unter den männlichen gästen, deren niedrigstniveau-witzchen deutlich bis zu mir ins zimmer hörbar sind. und eine musikauswahl, die jede dorfdisco nicht mieser hinbekommen hätte. "the lion sleeps tonight", enigma, der superstar-song, scorpions ("heavy metal").

kann nicht endlich mal jemand stil als pflichtfach in den schulen einführen?

als dann gegen 0130 uhr blümchen ihr "gib mir noch zeit" trällert, schließe ich die balkontür und weine ein bißchen.

 

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