die "jahrhundertflut" [tm]

bei mcdonald's an der kasse wird man neuerdings (seit heute?) nach der bestellung gefragt: "möchten sie an unserer spendenaktion teilnehmen?" – auf nachfrage erfährt man dann, daß die kunden gefragt werden, ob sie evtl 50 cent mehr zahlen möchten, die dann über das drk in den hochwassergebieten zum einsatz kommen.

und da waren sie wieder, meine grundsätzlichen probleme mit spendenaktionen. wenn überhaupt, dann habe ich ein besseres gefühl, "direkt" zu spenden. nach dresden zu fahren und sandsäcke zu füllen, in grimma irgendwelchen leuten direkt geld in die hand drücken, die's gebrauchen können, oder was auch immer. aber eine spendenaktion? ich bin 50 cent ärmer und merke nicht, was dann mit dem geld passiert. genauso ist's doch mit den sos kinderdörfern, brot für die welt und dem ganzen gedöns. man merkt, daß einem geld auf dem konto fehlt, aber man merkt nicht, was das geld bewirkt hat. außer einer 4farbigen mitgliederzeitschrift im falle der hermann-gmeiner-stiftung beispielsweise, was ich ja noch viel weniger verstehe. aber das ist ein anderes thema.

nein, zusätzlich stört mich jetzt auch noch dieses auf-den-zug-aufspringen von mcdonald's, focus und allen möglichen anderen gut-menschen und -institutionen. ich weiß, daß es den leuten in gewissen ost-gegenden derzeit scheiße geht. wenn ich helfen möchte, tu' ich das. wenn mcdonald's helfen möchte, dann sollen sie das tun. aber handgeschriebene spendenboxen an der kasse aufstellen? krombacher schützt den regenwald? irgendwie pervers. 'tschuldigung.

 

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