das wort zum freitag

eigenartige stimmung (aber eine stimmung ist schließlich immer eigenartig, wenn man zu faul ist, sich ein bißchen mehr gedanken darüber zu machen), die sich ergibt, wenn man anfang juli gegen 2204 uhr (wichtig, weil genau dann die perfekte dämmerungsstimmung stattfindet) mit vollgas auf der a5 durch die gegend düst, alle fenster nach unten gekurbelt (wieso nennt man das trotz der elektrischen fensterheber & -senker eigentlich noch gekurbelt?) hat, dazu laut love me to the end hört und natürlich mitsingt, weil man sich in seine jugend zurückversetzt fühlt.

aber ich steh' ja auf pathos. und man muß schließlich immer damit rechnen, daß es einen mit 240 km/h gegen den brückenpfeiler knallt, herzversagen auf der linken spur oder sowas – also will man schließlich mit einem lächeln im gesicht und stilvoller musik gefunden werden. komisch. aber vielleicht ein bißchen wie "zieh' frische unterwäsche an, für den fall daß du einen unfall haben solltest", früher – klar, als ob das irgendwen interessieren würde, wenn mir in einer notoperation beide beine abgenommen werden, ob ich morgens frische unterwäsche angezogen habe. aber wenn ich schon irgendwo bei frankfurt mal von der feuerwehr aus meiner rennsemmel geschnippelt werde, ganz egal ob tot oder lebendig, hat es doch durchaus etwas reizvolles, wenn man sich vorstellt, daß das geschieht, während der natürlich im moment nicht abstellbare cd-player immer wieder laut den gleichen song dudelt. den, während dem auch der unfall passiert ist, und der den gesichtsausdruck dieses verzweifelten zwölftsemestlers mit den schwarzen klamotten und dem kofferraum voller platten und cd's hat festfrieren lassen.

ach ja, und zu meiner beerdigung dann bitte feuerwerk. danke.

 

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