rituale

den klassischen tick (den man im alter von ca. 4 bis 6 jahren auf dem weg zum kindergarten entwickelt) des regelmäßigen betretens von pflastersteinen (rösselsprung oder ähnlich regelmäßige anordnung eben, nie auf kanten/fugen treten – oder die königsdisziplin, im rhythmus zu den symmetrischen schritten ein lied singen oder einen vers aufsagen, so daß der spruch genau bis zur straßenüberquerung aufgeht) habe ich bis heute beibehalten.

außerdem hielt ich schon immer ungerade zahlen für deutlich sexier als gerade (auf kennzeichen, als "lieblingszahlen", als uhrzeiten) und irrationale zahlen für ästhetischer als rationale (königsdisziplin hier: beim einschlafen das licht erst und genau dann ausmachen, wenn ein "klassiker" (01:41 uhr, 03:14 uhr, usw), angezeigt wird, den wecker grundsätzlich auf keine "runden" uhrzeiten stellen).

sich über den daraus vermeintlich ergebenden widerspruch gedanken zu machen (ich bin doch wohl der einzige mensch, der auf symmetrie steht aber gerade zahlen verabscheut, oder?) ist wiederum eine tätigkeit für eine uhrzeit wie die jetzige. ausschließlich.

[wird aber wohl irgendwas mit einer verqueren ansicht von romantik zu tun haben, schätze ich.]

 

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