heavy rotation

hadit – arise
autechre – gantz graf
apoptose – blutopfer
land – opuscule
nightmares on wax – mind elevation
troum & yen pox – mnemonic induction
black rebel motorcycle club – (dito)
smash.tv – electrified
legendary pink dots – synasthesia
v/a – masonic
v/a – music until now (constellation rec)
v/a – infernal proteus

[ frank l. | 2002-09-11 | 23:27 | # ]

wann wird's mal wieder endlich sommer?

ich meine, das kommt mir doch nicht nur so vor, als hätte es in den letzten drei jahren praktisch überhaupt keinen "sommer" mehr gegeben, wie ich ihn aus meiner kindheit in erinnerung habe!? lang vor und lang nach den sommerferien diese stimmung, als müsse man sich um alle möglichen dinge kümmern, kreativ sein, nachdenken, philosoph werden, wenn man "groß" ist, leute treffen, nächte durchmachen, in der sonne liegen, eine dauerkarte für's freibad anschaffen, sich dort tagsüber von pommes/mayo und flutschfinger oder ed v. schleck ernähren, am frühen abend mit runtergekurbelten fensterscheiben und peinlicher musik auf hoher lautstärke von dort nach hause fahren, ...

und heute? ich erinnere mich an knapp eine woche, in der das wetter so gut war, daß man auf dem balkon liegen konnte. no need for sunscreen, though.

"überwiegend winter, und den rest auch keinen sommer – das nennen
die deutschen ihr vaterland.
"

[ – napoleon ]

ich will ja nicht meckern. der herbst ist meine lieblings-jahreszeit. praktischer als herbst geht's eigentlich kaum. aber ich vermisse so langsam wirklich mal den sommer. irgendwie.

[ frank l. | 2002-09-11 | 02:05 | # ]

lustige partyspiele, teil 1

man nehme: zwei exemplare hiervon, zwei blatt papier in größe a4, etwas fingerfertigkeit, fertig ist das rohmaterial.

spielregeln: die zwei jenga-türme werden in wenigen zentimetern abstand nebeneinander auf dem tisch aufgebaut. amerikanische flaggen und anderes gedöns können nach belieben rundherum verteilt werden. der spieler, der an der reihe ist, muß mit dem papierflieger aus einem festgelegten abstand, der in jeder runde um 1 meter wächst, mit zwei versuchen/fliegern beide türme zum einsturz bringen. schafft er es nicht, so wird er zum feuerwehrmann und ist in den folgerunden nur noch dafür zuständig, die steinchen aufzusammeln und die türme wieder aufzubauen. außerdem bekommt er eine statistenrolle im nächsten enya-video. wer als letztes übrigbleibt, gewinnt die hauptrolle in einer noch zu produzierenden seifenoper auf al jazeera.

erweiterung der spielregeln: wer beim rummeckern ("das ist geschmacklos!") erwischt wird, darf wahlweise was anderes spielen, cnn schauen oder einen amerikaner essen.

[ frank l. | 2002-09-11 | 01:56 | # ]

sternenfänger

irgendwie muß ich bei "sternenfänger", der neuen vorabendserie in der ard, recht oft an eine deutsche variante von dawson's creek denken. das ding ist zwar nicht mal schlecht, fühlt sich an wie ein spätsommer, wirkt wie ein cocktail am pool, und ist so wichtig wie eine platte von air. keiner braucht's, aber es stört auch niemanden, wenn's da ist.

nein, im ernst. es tut gut, daß es eine festgelegte anzahl von folgen gibt, daß die serie nicht zur seifenoper gemacht wurde, daß auf eine gute (und überraschend gut gelungene) musikauswahl wert gelegt wurde, und daß die meisten der darsteller unaufdringlich spielen. nur oliver pocher macht die ganze zeit einen gelangweilten eindruck, der so gar nicht zu seiner rolle passen will, aber vielleicht liegt das auch ein wenig daran, daß man durch sein blödes getue auf viva vorbelastet ist.

macht jedenfalls spaß, sich das ding anzusehen. täglich um 1850 uhr in der ard.

[und nachdem ich's endlich herausgefunden habe: nora tschirner kam mir übrigens von mtv so bekannt vor ...]

[ frank l. | 2002-09-10 | 22:07 | # ]

die gantenbrink-tür, teil 2

na gut, dann komm' ich mal meiner selbstverordneten weblog-pflicht nach, nachdem sich in den letzten tagen so viele google-sucher mit den begriffen "gantenbrink", "pyramiden", "cheops" o.dgl. hierher verirrt haben. die übertragung des besagten events im deutschen fernsehen findet in der nacht vom 16. auf den 17. september (montag auf dienstag, nächste woche) im zdf statt. am darauffolgenden abend gibt's noch eine halbstündige nachbetrachtung, ebenfalls im zdf.

[ frank l. | 2002-09-10 | 21:34 | # ]

comment me, baby!

im zuge der fortschreitenden populistischen publikumsanbiederung in der blogger-(aaaah, wie ich drauf gewartet habe, dieses unwort endlich mal zu erwähnen!)-szene wird hier in zukunft auch hin und wieder mal die kommentarmöglichkeit freigeschaltet. wollte ich hiermit nur schonmal ankündigen, auf daß die besucherzahlen in exponentielle höhen ansteigen mögen. weltherrschaft, ich komme.

[nein, hier liegt kein fehler vor, in der tat sind bei diesem eintrag hier noch keine kommentare erlaubt. wieso denn auch!? :-)]

[update: ach nee. doch nicht. vergeßt das alles. keine kommentare. hatte wohl 'ne schwache minute heute nachmittag.]

[ frank l. | 2002-09-10 | 16:33 | # ]

vom aufwachen träumen

diese eine halbe millisekunde, morgens, nach dem aufwachen, die man braucht, um zu sich zu finden, um sich selbst zu finden, um herauszufinden wo man ist, wer man ist, was man ist, wieviel uhr und welche jahreszeit und welches jahr und welches leben das hier ist ... dieser moment ist jeden morgen auf's neue einfach genial.

[ frank l. | 2002-09-09 | 19:31 | # ]

teuro

ich kann den begriff "teuro" nicht mehr hören. mittlerweile werden ja nicht mal mehr angedeutete anführungszeichen in die luft geschrieben, man sagt das gänzlich ungeniert (und erstmals so aufgefallen ist's mir beim duellkindergarten am sonntagabend in ard/zdf) und geht von tatsachen aus. mag ja sein, daß die durchschnittliche teurungsrate meinetwegen 3 prozent höher ist als im letzten jahr zur gleichen zeit. aber die meisten leute benehmen sich dabei, als seien sie auf gedeih und verderb all den bösen firmen und preistreibern ausgeliefert, die sie immer bis auf den letzten pfennig, sorry, "eurozent", ausziehen wollen. nur vergessen hierbei alle, daß die wahl, wo man einkauft, immer noch beim kunden liegt. niemand zwingt mich, in einem laden einzukaufen, den ich für zu teuer halte. umkehrung der tatsachen. aber, ja, huch, ein preisvergleich würde ja nachdenken und mühe erfordern – und dazu ist man natürlich wieder zu bequem: der laden an der ecke ist teurer geworden, daran ist der "teuro" schuld. na klar. schwachsinn.

[ frank l. | 2002-09-09 | 19:24 | # ]

aktion 18 – tötet politik

komme gerade von einer, äh, "lesung" namens "aktion 18tötet politik", dem ein oder anderen vielleicht in verbindung mit dem namen christoph schlingensief ein begriff, zurück. müßte wahrscheinlich erstmal all meine gedanken dazu ordnen, daher nur eine kurze eindrucksschilderung.

herr schlingensief ist, nach meiner laienhaften beobachtung, krank. das ist weder positiv noch negativ gemeint, sondern schlicht und einfach als feststellung – wenn man ihn auf der bühne sieht, kann man fast zu keinem anderen schluß kommen. aber auch "kranke" und verwirrte menschen sagen oft die wahrheit, auch wenn sie sie gut verstecken. und irgendwo war da auch ein punkt in all dem, was schlingensief innerhalb drei stunden auf sein publikum losgelassen hat. es auf den chance 2000 slogan "wähle dich selbst" zu reduzieren, wäre wahrscheinlich unfair, aber in der annäherung bestimmt noch nicht falsch.

daß während dieser drei stunden diverse ausschnitte aus u3000, quiz3000, freakstars, der aktion "ausländer raus" gezeigt werden und die veranstaltung dann jedesmal in (recht faszinierende, aber trotzdem) selbstdarstellung ausartet, kann man gerade noch verzeihen. richtig "kraß" (ich hasse dieses wort, aber manchmal paßt's einfach) wird es dann erst, wenn schlingensief sich in reden reinsteigert und in 5 sätzen 7 mal das thema wechselt, das publikum fast wie sektenjünger beschwört, oder schließlich ein voodoo-ritual an einem bild von möllemann durchführt – begleitet von "original voodoo videos", trommel-loops aus einem bunuel-film, sehr sehr viel daunenfedern (die im publikum verteilt werden), einer bohrmaschine, leeren patronenhülsen, ins publikum gebrüllten auszügen aus antonin-artaud-texten ... und und und. schwer zu beschreiben. "intensiv" vielleicht. "interessant" auf jeden fall. "krank" meistens auch.

aber zwischendurch sitzt er auch einfach mal nur am tisch und liest einen text von joseph beuys vor, der so gequirlt geschrieben ist, daß wahrscheinlich kaum jemand aus dem publikum folgen kann. zeigt ein dianetik-werbevideo und vergleicht deren gehirnwäsche mit den mitteln der politiker. spielt das "quiz3000" mit einem freiwilligen aus dem publikum. wirft eine leere weinflasche quer durch den saal. macht witzchen. spricht "die beiden herrschaften vom verfassungsschutz" direkt an, die angeblich im publikum sitzen und mitschreiben.

auch, wenn ich ihn für relativ wahnsinnig [tm] halte. auch, wenn seine meinung inhaltlich nicht immer (sogar eher selten) mit meiner übereinstimmt. auch, wenn ich gewisse mittel weder für legitim (auch nicht unter dem mantel der kunstfreiheit) noch für sonderlich interessant halte. auch wenn ich mit eher gemischten gefühlen aus dem saal gehe. so merkt man doch deutlich, daß dieser mann ein anliegen, eine meinung, eine "mission" möchte man fast sagen, hat – bzw "sich gemacht hat". und sowas ist ja heutzutage auch schon selten genug.

zwar hat mir all das heute nicht unbedingt in bezug auf meine entscheidung vom 22.9. geholfen, aber es hat endlich mal wieder ein paar synapsen zum leben erweckt. und das ist ja auch schon was.

weitere tourdaten:

07.9. münchen, muffathalle
09.9. stuttgart, theaterhaus
10.9. frankfurt/main, stadthalle langen
11.9. köln, limlight
14.9. bochum, stadthalle wattenscheid
15.9. hamburg, st. pauli theater
16.9. hamburg, st. pauli theater
18.9. bremen, schlachthof
19.9. münster, aula am aasee
20.9. bielefeld, gymnasium am waldhof
21.9. lüneburg, vamos

[ frank l. | 2002-09-07 | 02:21 | # ]

digital needle – a virtual grammophone

vinylplatten einscannen (!) und die bilder durch den decoder jagen, fertig ist das soundfile. krank. :-)

[ frank l. | 2002-09-07 | 02:03 | # ]

gürteltaschen

"touristen lieben gürteltaschen. es muß überall auf der welt kurse für das benehmen im ausland geben, und den gürteltaschen widmet man sich in diesen vorlesungen ganz offenkundig mit besonderer aufmerksamkeit. was für ein vortreffliches accessoire: man kann all seine nützlichen habseligkeiten – die gegengifte sämtlicher schlangenarten der südwesthalbkugel, tampons, ein kleines schweizer messer, grippe- und ruhrtabletten, was gegen die cholera dazu, ein kleines wasser-desinfektions-set, die dicke geldscheinklammer und meyers großen atlanten – in diese herrlichen dinger stopfen und hat die hosentaschen frei für den lässigen 'hoppla-welche-kirche-ist-denn-das?'-schlenderschritt. genausogut könnte man sich 'bestiehl-mich' auf die stirn tätowieren lassen. gürteltaschen sind das letzte."

[ – aus "jenseits der feinde, nahe dem meer" von jörn leogrande ]

[ frank l. | 2002-09-06 | 01:16 | # ]

spam heute

"frank, increase your breast size (...)!" – also so fett bin ich ja nun wirklich nicht. hmpf.

[ frank l. | 2002-09-06 | 01:02 | # ]

dinge, die so sehr nerven, daß sie schon wieder witzig sind, teil 1

autoresponder, die auf mailinglistenbeiträge und auf die eigenen wieder auf die liste geschickten "ich bin mal kurz zigaretten holen"-information die nachricht "ich bin mal kurz zigaretten holen" verschicken.

[ frank l. | 2002-09-06 | 01:01 | # ]

 

// !