extrem stereotype klischees. aber amüsante, wenigstens.

"gut." - eine frau benutzt dieses wort am ende jeder auseinandersetzung, bei der sie glaubt, recht zu haben, aber will, daß er den mund hält.

"nichts." - das bedeutet "etwas". "nichts" wird gewöhnlich verwendet, um das gefühl einer frau zu beschreiben, die lust verspürt, den mann zu erwürgen. "nichts" setzt oft eine auseinandersetzung in gang, die "fünf minuten" dauert und mit dem wort "gut" endet.

"fünf minuten." - damit ist etwa eine halbe stunde gemeint. sie entsprechen exakt den fünf minuten, die ein fußballspiel noch dauern wird, nach dem ein mann den müll runterbringen wird.

"nur zu." (mit hochgezogenen augenbrauen) - das ist eine mutprobe, die dazu führt, daß eine frau sich über "nichts" ärgert, und die mit dem wort "gut" endet.

lauter seufzer - das heißt, dass sie sie für einen idioten hält und sich fragt, warum sie ihre zeit damit verplempert, sich mit ihnen über "nichts" zu streiten.

[aus dem aktuellen "stern", auszug aus so 'nem neuen büchlein, das wahrscheinlich nix taugt, aber trotzdem bzw deswegen ein bestseller wird.]

plan

scheiß auf anonymität. ich will ein blogger[tm]-treffen der defekten existenzen und sonstigen kaputten leuten. viel trinken und ein bißchen auf die welt schimpfen. aber nur die élite. wär' das nix?

namenlose geschichte, vor ein paar jahren mal entstanden, als ich tagelang krank im bett lag. merkt man wahrscheinlich.

wer bist du denn?
was fragst'n so doof. du stehst vor einem spiegel.
hmm. mein spiegelbild?
könnte man so sagen.
aber wieso kann mein spiegelbild sprechen?
hey, du hast mich zuerst angesprochen.
wo du recht hast …
und, wie geht's dir?
müßtest du das nicht automatisch wissen, oh spiegelbild?
klugscheißer.
tut mir leid, bin im umgang mit spiegelbildern noch etwas unsicher, vor allem mit dem eigenen.
also, paß auf, das ist gar nicht so schwierig - ich seh' nur so aus wie du. das ist alles.
und du hast da drin dein eigenes leben?
wenn du das hier in einem 1×2 meter großen zweidimensionalen raum als "leben" bezeichnen möchtest, gern.
wie, du hockst da immer drin?
klar. ich darf mich aber nur zeigen, wenn du vorbeiläufst. weißt du, wie sehr sowas nerven kann?
ich kann's mir vorstellen.
mal ganz zu schweigen davon, wenn du nachts um halb fünf auf's klo gehst und mich aus dem schlaf reißt. und du machst dann nicht mal die augen auf, wenn du hier vorbeischlurfst.
'tschuldigung. werd' in zukunft drauf achten. es gibt leider nur den einen weg ins bad.
schon gut. schlimmer ist ja eigentlich, daß nicht nur du hier drin bist, sondern alle. ziemlich eng.
wie, "alle"?
na, alle, die dich jemals besucht haben oder besuchen werden, deine möbel, alles eben. könnte ja sein, daß sie mal eingeblendet werden müssen.
sekunde …
ja?
alle, die mich besuchen werden?
logo. oder meinst du, wenn du besuch bekommst, daß wir hier erst die modelkartei durchtelefonieren und jemanden in millisekunden rankarren, nur weil ein klempner bei dir in der wohnung was richtet?
klingt trotzdem komisch.
naja, man gewöhnt sich dran. läuft im prinzip darauf hinaus, daß es hier und in jedem anderen spiegel verdammt eng für uns ist, vom organisatorischen aufwand ganz zu schweigen.
verstehe.
nein, tust du nicht. aber mußt du ja auch gar nicht. ich wollt's nur mal erwähnt haben …
aber wenn ich nochmal auf die sache mit den leuten, die mich irgendwann mal besuchen kommen, zurückkommen dürfte …
ja?
heißt das, ihr könnt in meine zukunft sehen?
es gibt keine zukunft. es gibt auch keine vergangenheit. es gibt nur die gegenwart. immer wieder.
versteh' ich nicht.
was ihr menschen "zukunft" nennt, ist nur eine andere gegenwart. eine neue szene. frische kulissen. ihr habt dafür den begriff "zeit" erfunden, um das besser zu verstehen, wir nennen's halt anders.
okay. aber das würde doch darauf hinauslaufen, daß du mir sagen könntest, w..
stop. nein. das würde es nicht. dinge passieren nicht in der zukunft. sie passieren, weil sie passieren müssen.
klingt kryptisch.
ist es auch. die ganz großen geheimnisse darf ich dir schließlich nicht verraten. aber ein paar andeutungen mach' ich halt, damit diese geschichte hier wenigstens irgendeine pointe zu haben glaubt.
also wie war das nun mit der zukunft? kannst du mir sagen, wie ich in 2 jahren leben werde?
das kann ich in zwei jahren, ja.
aber sagtest du nicht, in diesem spiegel da drin wären schon alle dinge, alle erlebnisse, alle menschen, die in meinem leben vorkamen, vorkommen und vorkommen werden, enthalten?
hast du schonmal von dem begriff "schicksal" gehört? ich glaube zumindest, daß ihr das so nennt.
ja, hab' ich.
gut. dann find' dich damit ab.

unser held geht verdutzt und grübelnd ins bad, stellt sich von der badezimmerschrank und fängt an, auf den spiegel dort einzureden. wenige wochen später wird er in eine irrenanstalt eingeliefert.

top score

ich sollte eine kleine persönliche hitliste anlegen, mit wievielen leuten ich es in wie kurzer zeit verschissen habe. bin da recht gut drin. mit noch ein bißchen training komm' ich wahrscheinlich auf zeiten von unter einem tag pro person.

september, 44th

"oh, when i was in love with you,
then i was clean and brave,
and miles around the wonder grew
how well did i behave.
and now the fancy passes by,
and nothing will remain,
and miles around they'll say that i
am quite myself again.
"

[ -- a. e. housman ]

but i have always been myself. i was just hiding. under something, someone, somewhatever, i believe. well, at least i think i believe. make me forget. see you next year.

divide, add, multiply and understand

und ich telefoniere und ich rede und es klingelt an der tür und ich wache auf und ich sage zu der person mit der ich im traum telefoniert habe moment ich muß kurz an die tür und ich bin verwirrt weil ich doch eigentlich schon wach bin und habe keine zeit drüber nachzudenken es hat schließlich geklingelt und ich stehe auf und mache auf und niemand ist da und vielleicht hab' ich ja das klingeln auch nur geträumt und vielleicht weckt mich jetzt endlich mal jemand richtig auf bitte?

freitachfünf

na gut, ganz nett, diese woche

1. if you could only choose 1 cd to ever listen to again, what would it be?

ach du scheiße. ich würde mir eine mp3-/ogg-cd mit den inhalten von
- november növelet: from heaven on earth
- current 93: thunder perfect mind
- sigur ros: ágaetis byrjun
- novy svet: faccia a faccia
- godspeed you black emperor: lift your skinny fists …
- bohren & der club of gore: sunset mission
- polygon: omnon
- dead can dance: within the realm of a dying sun
brennen, glaube ich. nein, anders geht's leider nicht. wirklich.

2. if you could only choose 2 movies to watch ever again, what would they be?

hmm. da gibt's ja nun nicht soo viele. wenn ich hollywood-blockbuster immer wieder ansehen müßte, würde ich die krise bekommen, und wenn ich mich auch noch so gut unterhalten habe im kino.

von daher: absolute gigantenbefore sunrise.

3. if you could only choose 3 books to read ever again, what would they be?

gödel, escher, bach.
metamagicum.
die illuminatus-trilogie.

… wenn's denn unbedingt sein muß. bin ja nicht so sehr der bücherwurm.

4. if you could only choose 4 things to eat or drink ever again, what would they be?

die offensichtlich sinnvolle antwort "wasser, fleisch, gemüse und brot" oder ähnliches spar' ich mir jetzt mal und beschränke mich auf "dinge, die lecker sind": dr pepper, tortellini alla panna, whopper käse & irgendwas scharfes mit hühnerfleisch vom chinaimbiß.

5. if you could only choose 5 people to ever be/talk/associate/whatever with ever again, who would they be?

yeah, you wish. ich werde hier bestimmt keine namen nennen, und schon gar keine fünf. sorry. :)