nichts neues von der front

"herr lachmann, die diagnose ihres vorherigen arztes kann ich nicht bestätigen, wohl aber die des vor-vorherigen: sie haben kein asthma."
"aha?"
"im gegenteil, ihre lunge funktioniert perfekt wie selten eine lunge, die wir hier testen."
"das ist schön, beeindruckt aber meinen husten nicht, wegen dem ich ja zu ihnen gekommen bin."
"ach ja, das ... wird ein verschleppter infekt sein, ich geb' ihnen mal antibiotika mit. drei mal täglich zwei stück."
(...)

selten hab' ich mich über einen arzt so geärgert. es ist ja nicht so, daß ich wegen einer kleinen wochenend-erkältung hingegangen bin. nein, ich hab' diese scheiße jetzt seit sechs jahren am hals. und mir in der anfangsphase schon genug antibiotika oder sogar cortison-spritzen geben lassen, in dem guten glauben, daß der halbgott in weiß da schon wissen wird, was er tut. mittlerweile bin ich da gottseidank etwas kritischer. was meinem husten andererseits auch nicht viel hilft, oder besser gesagt, ihn auch nicht weiter juckt. aber was soll's. bei ärzten, bei denen man das gefühl bekommt, man müsse für den termin dankbar sein, hab' ich mich eh noch nie wohlgefühlt.

die chemie-hämmer, die nur die symptome bekämpfen, bin ich jedenfalls leid. faxen dicke, so langsam. alle arzt-kombinationen und spezialisten für hinz und kunz hab' ich jetzt durch, dann huste ich halt weiter, die nächsten paar jahre. scheiß' drauf.

[sorry. mußte jetzt mal gesagt werden. und es juckt mich immer noch in den fingern, hier den link zur webseite des arztes anzugeben ...]

[ frank l. | 2002-11-29 | 12:54 | # ]

that which is and that which acts

there is beauty in every incident of life; the true and the false, the wise and the foolish, are all one in the eye that beholds all without passion or prejudice: and the secret appears to lie not in the retirement from the world, but in keeping a part of oneself vestal, sacred, intact, aloof from that self which makes contact with the external universe. in other words, in a separation of that which is and perceives from that which acts and suffers.

[ aleister crowley, "absinthe: the green goddess" ]

[ frank l. | 2002-11-27 | 01:59 | # ]

i couldn't care less

als ob man sich (bei der welt?) entschuldigen müßte, wenn man ihr (der welt) gerade nichts (fast nichts) zu sagen hat. aber sie (die welt) spricht (sowieso) ja auch nicht zu mir (wieso auch?). ein gegenseitiger respekt (na klar), der sich in form von in-ruhe-lassen äußert (sozusagen).

[ frank l. | 2002-11-27 | 01:54 | # ]

ich stellte die beiden gedanken einander vor und l ..

ich stellte die beiden gedanken einander vor und ließ sie in ruhe etwas aushecken, nachdem sie mir versprachen, daß sie nichts ohne meine einwilligung täten.

[ frank l. | 2002-11-26 | 23:56 | # ]

bowling for columbine

kleiner filmtip zum gerade-noch-wochenanfang: bowling for columbine von michael moore. derzeit in wahrscheinlich einigen guten kinos zu sehen. eine mischung aus doku, satire, film, ... über "the making of america" mit besonderem augenmerk auf die reichlich seltsamen waffengesetze und die einstellung vieler amerikaner zu diesen themen. als aufhänger dient das shooting an der columbine highschool in littleton 1999. ansehen. bitte!

für detailliertere inhaltsangaben bin ich gerade zu faul: das interview mit michael moore und der bericht in telepolis sollten aussagekräftig genug sein.

enuff for today.

[ frank l. | 2002-11-26 | 23:54 | # ]

"du schaust definitiv zu viele pornos, wenn du an ..

"du schaust definitiv zu viele pornos, wenn du anfängst, die männlichen darsteller an ihren schwänzen wiederzuerkennen."

[ frank l. | 2002-11-26 | 23:47 | # ]

zwo zwo eins eins zwo null null zwo

der letzte freitag hatte rhythmus, irgendwie. mit auftakt.

aber vielleicht bild' ich mir das auch nur ein, weil hier "dirty dancing" von swayzak nebenher läuft. killerdisco. 70s style, 80s sound, 90s groove.

[ frank l. | 2002-11-25 | 16:16 | # ]

das schlimme ist ja nicht, daß es so viele idioten ..

das schlimme ist ja nicht, daß es so viele idioten gibt, sondern daß diese nichts davon merken.

[ frank l. | 2002-11-23 | 17:47 | # ]

glück

es war ende november, draußen schwebte wunderschöner nebel über den plattenbauten, die temperatur lag bei angenehmen 8 grad celsius, und herr m saß in seinem abgedunkelten zimmer, hielt ein glas weißwein in der hand und fror, denn die heizung funktionierte schon seit tagen nicht mehr. er beschloß, sich einen pullover anzuziehen und auf den balkon zu setzen, um sich vorzumachen, daß seine wohnung angenehm geheizt wäre, wenn er sie später wieder betrat. aus den lautsprechern klang leise seltsamer, aber der stimmung des wetters angemessener, italienischer low-fi-rock, von weitem hörte man ein paar krähen, und während herr m so auf dem balkon stand und dabei vergaß, daß er eigentlich die balkontür hatte schließen wollen, fing er an zu weinen und fühlte sich für einen kurzen moment sehr glücklich.

[ frank l. | 2002-11-23 | 16:12 | # ]

tagträumen

"es ist so schade, daß man nur noch nachts träumt."

muß man ja nicht. tagsüber träumen, die sinne offen halten, ist nicht so schwierig. höchstens ungewohnt. die welt sehen, als wäre man gerade erst geboren, wie ich hier unlängst einmal schrieb, funktioniert bei mir ganz gut. den sonnenuntergang nicht nur als hellen fleck irgendwo am horizont betrachten, einen sturm nicht nur als lästiges regenwetter, medieninhalte nicht mit nachrichten verwechseln, essen und trinken nicht nur als nahrungsaufnahme sehen. genießen. ausschweifen. dekadent sein, fühlen, dinge aufnehmen. sich seine eigenen realitäten schaffen, sich zum bekifft sein ohne gras zwingen. "musik hören" anstatt "eine cd einlegen". träumen trainieren. und damit meine ich nicht "entrückt durch die welt gehen". aber vielleicht "die möglichkeit haben, entrückt durch die welt gehen zu können".

hilft vielleicht nicht ausschließlich, ist aber ein anfang.

[ frank l. | 2002-11-23 | 15:58 | # ]

happy hour

depression clinic - happy hour

[ frank l. | 2002-11-23 | 15:49 | # ]

 

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