hagakure

"meditation on inevitable death should be performed daily. every day when one's body and mind are at peace, one should meditate upon being ripped apart by arrows, rifles, spears and swords, being carried away by surging waves, being thrown into the midst of a great fire, being struck by lightning, being shaken to death by a great earthquake, falling from thousand-foot cliffs, dying of disease or committing seppuku at the death of one's master. and every day without fail one should consider himself as dead."

herr f

herr f sah hinab auf seine tasse, die bis oben mit feinstem und heißem latte macchiato gefüllt war, schlug sich den gedanken daran, daß man latte macchiato eigentlich aus einem glas trinkt, aus dem kopf, und versuchte, sich nicht vom eigentlich nachdenken ablenken zu lassen. allerdings hatte er vergessen, worüber er sich ursprünglich vorgenommen hatte nachzudenken, und so sprangen seine gedanken zu einer art meta-ebene. herr f kannte diesen begriff nicht, aber während sein latte macchiato, in der tasse statt im glas, langsam lauwarm wurde, überlegte er krampfhaft weiter, warum er eigentlich hier saß und nachdenken wollte.

als er nach ein paar minuten immer noch nicht darauf kam und an seinem latte macchiato, in der tasse statt im glas, nippte, bemerkte er, daß dieser mittlerweile kalt geworden war, und so begnügte sich herr f mit dem entschluß, daß er wahrscheinlich über kalten kaffee hatte nachdenken wollen, grübelte noch ein wenig über die bezeichnung "entschluß" für diesen kompromiß, trank die tasse, nicht das glas, fast ganz aus, und bildete sich auf dem nachhauseweg ein, zufrieden zu sein.

trotzdem:

schlag' mich bitte jemand, wenn ich nochmal öffentlich einen satz mit "wenn ich noch einmal … höre, dann …" konstruieren sollte, der so unoriginell ist wie der untige.

one more word to all the brainwashed readers of the "bild-zeitung" out there:

nein, "kunst" kommt verdammt nochmal nicht von "können", auch wenn mittlerweile jeder gottverdammte möchtegernpromi bei "brisant" sowas behauptet (womöglich noch mit dem ach so lustigen "wenn's von 'wollen' käme, hieße es ja 'wunst'" hinterher, und da rettet der zugegebenermaßen ziemlich elegant klingende konjunktiv dann auch nichts mehr). kunst kommt von der idee. von nichts anderem.

und wenn ich jetzt noch ein einziges mal "na, das hätt' ich auch gekonnt" höre, wenn jemand ein kunstwerk egal welcher art rezipiert, dann raste ich hoffentlich aus.

aktives rumjammern, teil 39

halb ein uhr nachts, ich sitze rum, sehe fern, piekse pinguine, chatte ein wenig und mache mir wie üblich vorwürfe und wälze mich im mentalen selbstmitleid. was ja an sich nicht so schlimm wäre, würde ich nicht andauernd auch noch darüber reden. die einzigen ernsthaften gedanken, die ich überhaupt mal halbwegs zu ende denke, sind, wie ich der verblödung der menschheit entgegenwirken kann (noch zu keinem durchführbaren ergebnis gekommen), und wie ich den endgegner in area 4 bei "rez" besiegen kann. the key to joy is disobedience. na klar. ich komme mir so vor, als hätte ich den schlüssel zwar, aber als wäre ich zu doof, ihn ins schloß zu stecken. oder zu lahmarschig.

studio 54

"studio 54 (…) the famous and infamous nightclub is back in business every thur - sat from 10pm - 4am. tables are available for a $500 min. with bottle service only. djs spin an ecclectic club mix. $25 cover. age 21 and over. dress code is "spectacular." (…)"

nun ja. es war ja angeblich schon immer ein bißchen teurer, einen exklusiven geschmack zu haben. aber wahrscheinlich stamme ich einfach aus einer anderen generation. wie man so schön sagt.

pro7, "bizz"

"der dvd-player schafft kino-feeling pur, man muß dafür allerdings einen fernseher anschließen."

möööp. drei beknacktheiten in einem einzigen satz, leider ausgeschieden, pro7.