frühling, sommer, herz und winter.

[ frank l. | 2004-03-19 | 03:49 | # ]

es lebe das kleingeld

an meiner theorie, daß der immer gleiche betrag am geldautomaten abhängig vom kreditinstitut in immer unterschiedlichen zusammensetzungen ausgespuckt wird, scheint ja doch etwas dran zu sein. während man bei der commerzbank schon früher 110 dm abheben mußte, um neben dem hunderter auch wenigstens einen kleinen schein zu bekommen (alternativ die fehlermeldung, daß dieser betrag "zur zeit nicht möglich" sei – manchmal glaube ich ja, die füttern ihre automaten absichtlich nur noch mit einer sorte scheinen), so waren die automaten der volksbanken schon immer eher .. nun ja – volksnah zielgruppenorientiert. der wunschbetrag "50 euro" resultiert dort in mindestens drei (großstädte, bankomaten-hallen mit vier automaten plus schiebetür auf 120qm fläche), manchmal auch fünf (dorf-zweigstellen, gleich neben einem quelle-shop, 1x/monat langer donnerstag) oder sogar zehn (besoffener automat) scheinen.

nur einmal habe ich an einem volksbank-automaten einen singulären 50-euro-schein bekommen – und danach doch eher perplex das geld eingesteckt, als würde mein unterbewußtsein auf eine meldung à la "aufgrund einer technischen störung können wir ihnen keine höhere auflösung anbieten – wir bitten, die ihnen dadurch eventuell entstehenden unannehmlichkeiten zu entschuldigen" warten.

[ach ja: liebe ingenieure. seit meiner kindheit existieren automaten beispielsweise an straßenbahnhaltestellen oder in parkhäusern, die sowohl münzen als auch scheine gern akzeptieren, aber verdammt noch mal immer noch nur münzen rausgeben können. habt ihr schon mal die parkhausgebühren an so einem automaten ("bis 15 minuten: 50 cent") bezahlt, nachdem ihr nur mal kurz parken mußtet, um bei der commerzbank geld zu holen? nein? wunderbare jackpot-erfahrung.]

[ frank l. | 2004-03-19 | 03:25 | # ]

multikomplex

eigenartiges gefühl ja auch, wenn plötzlich als "erstmals im free-tv!" filme angekündigt werden, die damals gerade im kino liefen. und bei deren ankündigung man eben nicht nur an den film oder das kinoplakat denkt, sondern an genau diesen speziellen sonntagnachmittag, als man gemeinsam im kinofoyer stand und sich einen, diesen film ansehen wollte. damit man nicht so viel miteinander reden mußte. aber das sagte man sich natürlich nicht. und schon damals dachte man an die zeit zurück, in der einem der film gänzlich egal war, sondern die person, neben der man zwei stunden schweigend sitzen wollte, die hauptsache der wochenendplanung darstellte: plusquamperfektes kino.

aber mittlerweile lebt man ja zukunftsorientiert und zufrieden. ha.

[ frank l. | 2004-03-18 | 03:28 | # ]

ob sich die menschen im film wohl manchmal überlegen, ob sie ein bestimmtes zitat nicht schonmal im echten leben gehört haben?

"sag mal, kann ich hier rauchen?"
"seit wann rauchst du denn?"
"seit du weg bist."

[ frank l. | 2004-03-18 | 03:18 | # ]

mehr lesen. neu.

"und ich hatte so gehofft, sie sagt 'einen film und eiscreme'."
eins

"dass ich gerade beim lesen eines alten textes bei den worten "15 minuten" kurz überlegt habe, wieviel das jetzt in euro ist, finde ich doch jetzt mal extrem lustig."
titanweiß

"eben in der nahegelegenen industrie-kraterlandschaft einige minuten dem wunderschönen gesang einer amsel zugehört. die luft wird wärmer, die melancholie bleibt."
fischlog

"anzumerken ist übrigens weiterhin, dass diese 23-jährigen rockstars an arroganz kaum zu überbieten sind und sowieso kein bier rausrücken."
waldar

"ich schreibe hier sachen auf, die ich sonst mit kugelschreiber auf die tapete schreiben oder mit einer nadel in meine unterarme ritzen würde. weil sie einfach so wichtig sind."
digital ist besser

"generation selbstironieschutzschild lässt sich schlecht auf ein t-shirt drucken."
bluecloud

[ frank l. | 2004-03-18 | 03:09 | # ]

abandoned subway tunnel

abandoned subway tunnel

satan's laundromat (a photolog) – a "brooklyn-based photolog with an emphasis on urban decay, strange signage, and general weirdness".

[via wunderkammer]

[ frank l. | 2004-03-14 | 22:56 | # ]

"und nehmen sie gefälligst die giraffe von ihrer ..

"und nehmen sie gefälligst die giraffe von ihrer schulter, wenn ich mit ihnen rede!"

[ frank l. | 2004-03-14 | 21:40 | # ]

die zahl noch besser verstehen

nachdem sich im gestrigen "pisa-ländertest" im ersten mal wieder diverse halb-prominenz damit brüstete (bzw. offensiv-stolz drauf war), in mathe schon immer eine niete gewesen zu sein, und nachdem mir daraufhin dank de.rec.tv.misc auch wieder einfiel, daß kürzlich bei "wer wird millionär" die fähigkeit, unter den vier namen "alfred adler", "richard tauber", "leonard euler" und "hans meiser" einen mathematiker zu identifizieren, 64000 euro wert war (im gegensatz beispielsweise zu redewendungen, deren wortlaut bzw. kenntnis es selten mal auf vierstellige gewinnbeträge schafft), muß ich doch zu meinem eintrag von vorgestern dringendst noch zwei links hinterherschieben:

prof. oliver reiser schreibt über die als gering eingeschätzte rolle der naturwissenschaften als bildungsgut und dietrich paul über bildungskanons.

nein, ich bin kein anhänger von "aber sowas muß man doch wissen"-argumentation. die ungleichverteilung bringt mich nur langsam ins grübeln.

[ frank l. | 2004-03-14 | 21:40 | # ]

fernsehen iii

"durchs lange tiefe tal der immergleichen platitüden, tausendfach gehörten anekdoten, der superbanalen bekenntnisse, gefühle und ultrastumpfen blödmanngedanken läuft diese entwicklung auf den zustand zu, wo die richtigen leute, die alles längst gesagt und gedacht haben, einfach vor der kamera sitzen würden, sich so zusammen vorführen als lebendige geistesorte, von denen möglicherweise ein satz ausgeht oder auch nicht, eine geste oder keine, vielleicht ein krankes augenzucken nur. harald schmidt und günter jauch, zwei wissende, dazu ein lernender gestörter, gern auch weiblichen geschlechts und eine echte schöne frau. lässig würden sie da plaudernd umeinander werben, nicht um zu gewinnen, sondern um zu leuchten für den zuschauer daheim. eine wunderbare vorstellung: vom milden gemurmel der heiter im gespräch geteilten sprache sanft in schlaf gesungen werden. ah. und dann wäre es wie früher: die erwachsenen reden noch, geheimnisvoll und wir, die künftigen, dürfen schon dabei sein und dabei noch schlummern."

rainald goetz, phantastische paralipomena, fernsehen iii (zdf-nachtstudio)

[gefunden in de.alt.fan.haraldschmidt]

[ frank l. | 2004-03-14 | 21:35 | # ]

grundkurs onlineshopping-fachterminologie, lektion 1:

"please allow 3–5 days for delivery." = die bestellung wird in drei teillieferung nach jeweils 3, 4 und 5 tagen bei ihnen eintreffen.

[ frank l. | 2004-03-12 | 15:59 | # ]

"ich fühle mich da in zweierlei hinsicht eher amb ..

"ich fühle mich da in zweierlei hinsicht eher ambivalent", begann sie lächelnd. und sofort fand ich sie sympathisch.

[ frank l. | 2004-03-12 | 03:52 | # ]

abt. begriffe, die wir nicht mehr in cd-rezensionen lesen möchten:

"silberling".

[ frank l. | 2004-03-12 | 03:29 | # ]

"hi. could i have 37 milkshakes and large fries, please?" – "umm ... no."

cartoon-humor, d.h., nicht nacherzählbar, obwohl damals im radio gehört. zu fünft im 4er-golf ("na das muß ja eng werden!") auf dem weg nach wien zu einem konzert, und auf fm4 -soweit ich mich erinnere- lief dieser dämliche .. ja nun, sketch? trailer? einspieler? keine ahnung. als ich meinen lachanfall nach rund 15 minuten wieder halbwegs unter kontrolle hatte, war mein t-shirt schweißgetränkt, der blöde zweizeiler für den rest meines lebens fest im hirn eingebrannt und natürlich das wochenende gerettet. sometimes life can be so simple.

[ frank l. | 2004-03-12 | 03:13 | # ]

 

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