beitrag ohne worte. außer den folgenden.

prima. die heiße phase – das buch ist kurz vor der auslieferung (und telepolis berichtet (ahh, das fühlt sich toll an, sowas zu schreiben, wenn's mit einem selbst zusammenhängt)). und was mach' ich? ich fahr' erstmal in urlaub. diverse noch offene fragen ("paßt die buchlieferung in den briefkasten, wenn ich nicht da bin?", "wer gießt meine haustiere, während ich weg bin?" und "wieso fahre ich eigentlich in ein land, wo ich die sprache nicht verstehe, wenn ich noch nicht mal sicher-gebuchtes hotelzimmer habe?") schwirren in meinem kopf herum, werden aber durch eine latent-hibbelige nervosität überdeckt, die wohl von einer mischung aus "ich muß noch packen!", "bald kommt das buch!" und "grmblfx!" überdeckt werden. was genau "grmblfx!" zu bedeuten hat, werde ich mit meiner hinteren hirnhälfte (bei mir ist das hirn bekanntlich nicht seitlich, sondern in 'vorn' und 'hinten' zweigeteilt, hinten sitzen die niederen instinkte und weiter vorn der intellekt, daher übrigens auch meine breite stirn!) auf der fahrt ausdiskutieren.

sendepause bis dienstag. wenn ich nicht gerade über ein internetcafé in bratislava stolpere, of course. und ihr bestellt mal alle brav das buch, ja? mille grazie.

[ frank l. | 2004-08-26 | 13:14 | # ]

aus der reihe "maximalschlechte gesprächseröffnungen bei haustürgeschäften mit herrn argh":

"guten tag, ich komme von der dlrg und bin einer derjenigen, die beauftragt wurden, bürgern der stadt zwischen 18 und 65 jahren ein paar kurze fragen zu stellen. du bist doch schon 18, oder?"

(paßt aber auch gut in die reihe "dämliche fragen, zu denen einem die guten antworten immer erst ein paar momente zu spät einfallen", natürlich. "sprechen sie lauter, junger mann, ich hab' mein hörgerät gerade nicht eingeschaltet" oder eine spontan-improvisierte und auf kauderwelsch-kisuaheli formulierte und rausgebrüllte satansanbetung hätten mir ja doch mehr spaß gemacht. gut, nächstes mal dann.)

[ frank l. | 2004-08-24 | 16:07 | # ]

barchfeld, 20 minuten hinter dem arsch der welt

"wem seine stoßdämpfer ans herz gewachsen sind, der stellt seinen wagen an der bushaltestelle ab und läuft ca. 20 minuten nach oben. alle anderen fahren vorsichtig weiter (..) und parken direkt an der hütte."

.. so stand es geschrieben, auf dem flyer. ans herz gewachsene stoßdämpfer hatten keine chance gegen systemimmanente faulheit, also mit maximalgeschwindigkeit (knapp unter schrittempo) die löcher, krater, tiere und abhänge umfahren und nach ungefähr 30 minuten mit an mehreren stellen aufgekratztem fahrzeug-unterboden am party-ort angekommen.

strom & wasser

privatkonzert, strom & wasser live am lagerfeuer. das dieselaggregat versteckt hinter heuballen, die restlichen strohdinger zu sitzgelegenheiten umfunktioniert. ich kenne kaum jemanden, fühle mich trotzdem halbwegs wohl. so wohl man sich eben fühlen kann im allepaarminutenregen und unter seltsamem publikum. zu viele alternative bekiffte mit bunten pullis und schlabberhosen, wenigstens die studentenfraktion aber doch hinreichend vertreten.

die kids freuen sich, daß sie so spät noch wach sein dürfen, sitzen auf den schultern ihrer eltern oder rennen rum oder der band gegen die füße. im lagerfeuer mutieren vergessene grillwürstchen zu holzkohle. den hunden ist langweilig, weil sie die texte der band nicht verstehen, manchen besuchern auch, deswegen singen sie falsch und umso lauter mit. regenschutz wird improvisiert, bier wird getrunken, gras wird geraucht, aber wenigstens hatte irgendwer auch an mineralwasser für mich gedacht.

vier mini-party-bilder

die abgeschiedenheit macht mir angst. auf einer kleinen kuppe mitten im acker im niemandsland, nicht mal der hauch einer chance einer lärmbelästigung irgendwelcher anwohner, das klischeeromantische setting mit feuer und natur und unmittelbarkeit zum leben, sobald man sich ein wenig vom partymachenden haufen entfernt. schön könnte das sein, hier, mit angenehmeren menschen und vielleicht matt howden, spiritual front oder forseti anstatt der zu mir leider inkompatiblen musik liedermacher-lyrics – aber da kann ja die band nichts dafür, bzw. dagegen. gute partylaune, die bei mir oft zu kindischen trotzreaktionen in form einer leichten melancholie führt, wirkt hier noch viel deutlicher als anderswo. wäre der mensch nicht gewesen, der mit den worten "ist noch bier da?" besoffen über die entsprechenden kisten stolperte und ein kollektives "ja, du liegst gerade drin." als antwort bekam, wäre ich den rest des abends nicht mehr ansprechbar gewesen. so hat's dann wenigstens für ein lächeln gereicht.

auf der heimfahrt, noch vor mitternacht, hämmert barbara morgenstern "scheinbar ist mit einem mal alles so wie's immer war" in mein hirn, obwohl die cd nicht läuft. aber kurz vor der stelle mit dem erlösenden baßgebrummel ungefähr bei 06:12 bin ich schon zu hause angekommen. "dann erwacht aus schon lang vergangener nacht dieses grundgefühl. das, wenn alles untergeht, immer weiter fortbesteht, mich im schlaf berührt". seltsamschöner abend.

</grundschüler-poesiealbum, klappe, die dritte.>

[ frank l. | 2004-08-24 | 15:26 | # ]

warum sich nicht einfach mal ein bißchen lächerlich machen?

"ich habe die ozeane der zeit überquert um dich zu finden. du bist meine neue welt. mein anderes amerika. du allein stellst für das land der feminität dar. ich finde dich unendlich begehrenswert."

ich gelobe hiermit im angesicht meiner leser in dieser kleinen feierlichen runde, daß ich auf der stelle den grausamsten aller erdenklichen tode sterben möchte, sollte mein hirn jemals auf die schiefe bahn geraten und ich einen "liebesbrief" wie diesen toll, beeindruckend, romantisch oder gar angebracht finden. selbst von diddl-fans, strickbloggerinnen, reformhaus-praktikanten und ähnlich gänsehauterzeugenden menschen erhoffe, nein, erwarte ich einen mittelschweren lachkrampf spätestens wenn es heißt "du hast alles durch den (name der geliebten) aspekt verzaubert". sollte die menschheit, wenn ich mich in 20 jahren erst einmal zu tode gejammert und gecholerikt habe, von leuten regiert werden, die auf so etwas stehen, sollte sowas "normal" sein – bitte zettelt eine revolution an, werft ein paar atombomben oder begeht wenigstens einen medial gut inszenierten rituellen suizid.

"das, was für mich hätte sein können, meine subjektivität, hattest du. meine innere form, den bauplan, die gestalt meiner selbst, das bild meiner selbstwahrnehmung, all das hattest du. du warst ich. was sonst noch war, das leben, das ich lebte, den lärm, den ich verursachte, die rollen, die ich spielte, das war nur mein doppelgänger in der form der sozialen existenz. (..) denn der weltgeist, die evolution, das schicksal, der kosmos und unsere sämtlichen privatgötter haben uns füreinander bestimmt."

hey, weltgeist. hey, evolution. hey, schicksal, kosmos und all ihr verschwurbelten privatgötter. habt ihr sie noch alle? seid ihr völlig plemplem? oder mußtet ihr an dieser stelle auch an den uralten kalauer denken, der auf ".. und nachts kann ich nicht schlafen, weil ich tierisch hunger habe" endet, und ihr wolltet einfach mal sehen, wie weit ihr gehen könnt, ohne daß die doofen menschen es bemerken? ihr habt's geschafft, offensichtlich. aber jetzt ist's auch wieder gut – laßt die leute doch wieder normale liebesbriefe schreiben, ja? so einfach frei schnauze? ehrlich, offen, dreckig, stammelnd, lustig, obszön, unbeholfen, mit lippenstift auf dem briefpapier, getippt und gedruckt, zweifelnd, in 17 versionen, bis eine paßt .. – "willst du mit mir gehen? ja/nein" – liebesbriefe eben. aber nicht so eine hundsdämliche scheiße, bei der sich einem (und zwar schreiber und leser!) die zehennägel doppelt rückwärts aufrollen und man die gänsehaut nicht mehr mit kochwasser wegbekommt. ginge das? ja?

danke.

und jeder, der den verlinkten text auch nur ansatzweise für einen liebesbrief hält, sollte ihn sich (oder noch besser: seinem partner) laut vorlesen. wenn's klappt, ohne daß einer der beteiligten lachen muß, ziehe ich sowohl meinen hut als auch den stecker der lebenserhaltungsmaschine, an der mein restglaube an die menschheit hängt.

['tschuldigung. hin und wieder hab' ich einfach solche momente.]

[ frank l. | 2004-08-24 | 01:51 | # ]

gc 2004 (2)

zu müde für kreatives schreiben, also frei schnauze:

zwei tage spaß in leipzig, games convention. herrn ntropie und frau schmitzchen getroffen. große pläne zur erringung der weltblogherrschaft ausgeheckt.

games convention 2004, mädels highlights desweiteren das kleine drehbare heimkino bei electronic arts, das lustige stand-design bei vivendi universal und drei reißverschlüsse [tm] bei nintendo. fanta4 von weitem zugenickt, jeanette biedermann gekonnt ignoriert, oliver pocher unter hirnschmerzen bei der "larry"-präsentation ertragen. profis beim tanzmattentanzen zugesehen (hilfe!), skatern beim skaten und apocalyptica beim stuß-reden. die zwei hungerhaken ein bißchen bemitleidet, die das neue larry-spiel vor 15jährigen übergewichtigen "clan-members" (laut shirt-aufschrift) bewerben durften, indem sie beim tanzen hinter der glasscheibe nur einen 10 quadratzentimeter großen stofffetzen am leib hatten. demolevel aus splinter cell 3 (jaha!) ertragen, gegen tonnenweise werbemist erfolgreich gewehrt (mit einer ausnahme: möchte jemand evtl. ein stargate-mobile (nein, kein telefon, einen "-deckenhänger"!) haben? einfach melden.), unsterblich verliebt in die kleine aus halle 3/e20 (und für nächstes jahr nehme ich mir vor, nach dem namen zu fragen bevor ich "tschüß" sage – die angabe "ist bei einer leipziger agentur unter vertrag und sieht wahnsinnig toll aus" wird mir beim wiederfinden wohl nicht wesentlich helfen, fürchte ich – aber falls da irgendeiner der werten leser beziehungen haben sollte, bitte ebenfalls melden, als gegenleistung gibt's stargate-deckenhänger, argh.de-buttons, naturalien oder meinetwegen auch meine telefonnummer).

grün als neue trend-haarfarbe ausgemacht, sony psp bestaunt, oliver pocher am xbox-stand wiedergetroffen. zu alt gefühlt für aktuelle videospiele, intuitives begreifen fast nicht mehr möglich. ruf nach anleitungs-booklets aber trotzdem verkniffen, cool zum nächsten stand weitergelaufenschlendert. (bei donkey konga allerdings hoffe ich noch immer, daß mein controller einfach nur nicht angeschlossen war – ich meine, hey, wenn ich selbst für ein spiel, das mit ausschließlich zwei tasten bedient wird, zu dämlich gewesen sein sollte, bleibt außer akuter geistiger rückentwicklung nicht viel übrig).

über neuigkeiten vom go-go-markt wissen mein hormonspiegel und ich jetzt jedenfalls bescheid. morgen les' ich dann mal nach, welche neuigkeiten vom spielemarkt es so gibt. gute nacht.

[ frank l. | 2004-08-23 | 02:13 | # ]

gc 2004 (1)

games convention 2004, schild 'hier technik'

[ frank l. | 2004-08-23 | 02:07 | # ]

we rock like crazy

label und weblog.

via ebendort gefunden: the crystal understanding – timmy + tammy (quicktime, ca. 20 mb).

[ frank l. | 2004-08-18 | 15:39 | # ]

verleser des tages

"net-zwerg-fehler".

[ frank l. | 2004-08-16 | 16:32 | # ]

wuff.

fehler im kreuzworträstel entdeckt. "männlicher hund" mit fünf buchstaben. "köter" paßt nicht. wikipedia und das offline-lexikon möchten mir übereinstimmend "rüde" als richtig empfehlen. paßt. wittere trotzdem eine verschwörung und werde mein weltbild meinen sprachgebrauch nicht anpassen.

[die idee zu diesem eintrag wurde freundlichst inspiriert erdacht von klein-argh, abteilung irc.]

[ frank l. | 2004-08-16 | 03:27 | # ]

asoziophob. ..

asoziophob.

[ frank l. | 2004-08-16 | 03:27 | # ]

athen 2004 irgendwann früher mal

scan aus 'asterix bei den olympischen spielen'

[ frank l. | 2004-08-16 | 03:26 | # ]

'see what you share' on p2p. a showcase of mater ..

'see what you share' on p2p. a showcase of material found on peer-to-peer networks throughout the world. here you will find "screen shots" of documents that other p2p users are sharing.

[ frank l. | 2004-08-16 | 03:08 | # ]

aber ich bin ja auch selbst schuld. heimwerkersendungen am nachmittag, das kann einfach nicht gutgehen.

"noch ein bißchen grüne farbe, und schon haben die beiden aus einer holzplatte ein stück wald für's kinderzimmer gemacht."

("s.o.s. – do it yourself", pro7. hervorhebung zugegebenermaßen von mir.)

[ frank l. | 2004-08-16 | 02:59 | # ]

 

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