„mcdonald’s präsentiert den russischen staatszirkus“.
(via dafk)
„mcdonald’s präsentiert den russischen staatszirkus“.
(via dafk)
[ frank l. | 2004-09-29 | 02:12 | # ]

also, microsoft, mal so unter uns bet-schwestern .. langweilig waren die statusmeldungen deines betriebssystems ja schon immer. aber seit xp/sp2 sind sie auch noch in einem dummdeutsch verfaßt, das mein sprachgefühl als frontalen angriff auf seine ehre empfindet. aber ich will heute mal nicht so sein, du hast mich an einem der seltenen guten tage erwischt — dir zuliebe ein paar vorschläge, wie es besser gemacht werden könnte. gegen die langeweile, für den kreativeren einsatz von sprache.
für deutsch-stylomaten

oder wenigstens originell?

für abgeklärte

realismus, pragmatisch

realismus, hip

realismus, freundlich

realismus, düster

für modebewußte

psychosoziopathischlogisch

für heise-foren-leser

und nach nur knapp drei jahren schon tut sich was:
update sommer 2007

ich muß sagen, ich bin .. geradezu gerührt, wenn nicht sogar schwer beeindruckt. aber sag‘ mal, microsoft, von allein bist du da doch nicht drauf gekommen, oder? gib’s zu, du liest mein weblog!
[ frank l. | 2004-09-27 | 19:42 | # ]
„den titel einer spoken-word-lp von jello biafra aufnehmend, zielt das projekt darauf, das konventionsgerüst des akademischen vortrags in richtung auf die diskurspraxis des medienalltags selbst zu überschreiten: vom vorfixierten skript zum im reden verfertigten (audio)take, von hypotaktischer systemik zum parataktischen panorama, vom tendenziell linearen, denotativen, abgerundeten, monologischen, objektivierenden und deskriptivischen zum tendenziell multilinearen, konnotativen, ausgefransten, dialogischen, subjektivierenden und interventionistischen. (...) im mix entsteht ein virtueller dialog von menschen, die sich, in verschiedensten funktionen mit dem mediensystem befaßt, mehrheitlich nie begegnet sind. die situative und performative gültigkeit ihrer wortspenden ist die basis für den synthetischen versuch, mittels — zufallsradien zulassender — auswahl, fragmentierung und rekonstellierung etwas vom objektiven nebeneinander gegenseitiger ergänzung, bestärkung, brechung, widerlegung oder ignorierung aktueller medienreflexion hörbar zu machen.“
o-ton-feature von johannes ullmaier, mainz, mit audiozitaten von robert ashley (automatic writing) & jello biafra, william burroughs, pink fairies, theo parrish, vilém flusser, slime, richard buckminster fuller, helmut qualtinger, john cage, hubert fichte, the misfits, pierre henry, the neon judgement, wandlungsband, esplendor geometrico, free agents, chris & cosey, john oswald, ice cube, xtc, laika (weltraumhündin), richard strauss und anderen.
(via bagasch)
[ frank l. | 2004-09-27 | 16:16 | # ]
„bitte bezahlen sie dem verkäufer eur 33,27 per sonstige.“
[ frank l. | 2004-09-26 | 12:57 | # ]
keane — can’t stop now. 2 uhr sommernachts, cabrio, a5, nordwestkreuz frankfurt, (beide) arme flügel ausbreiten und mit den knien lenkend diese eine langgezogene linkskurve mit dem lustigen höhenunterschied runterfahren. rechte oder notfalls mittlere spur. tempo 160, gar nicht mal schneller. dabei mitsingen. an den stellen, wo man den text nicht kennt, irgendwas murmeln (oder in der sprache mitsingen, die man versteht — eben wie im kindergarten früher, als man noch kein englisch konnte). großartig. sogar bei regen.
[ frank l. | 2004-09-23 | 05:46 | # ]
vor über einem jahr hatte ich mich entschieden, gefühlsfrei leben zu wollen. aus klischeekindischen gründen (das übliche: liebeskummer, streß, schlechte laune, doofes fernsehprogramm u.dgl.), aber doch aufgrund einer wohldurchdachten und rationalen entscheidung. projekt „änderung des egos von heute auf morgen“ (beta-test ein bis zwei monate lang, dann release und bugfix, stabile version für den produktiveinsatz rund drei monate nach projektstart). keine sorgen mehr seitdem, kein kummer, kein herzschmerz. nicht mehr verlieben. oberflächlicher und egoistischer werden, im positiven sinn. nichts mehr an sich rankommen lassen, aber, hey, no hard feelings, einfach mal ausprobieren, wie sich das so lebt. die anzahl der freunde auf fastnull runterfahren, die anzahl der bekannten maximieren. spaß haben. kleine ego-kicks und glückshormonomente, lokale maxima, kann man sich ja auch anders beschaffen. begeisterungsfähigkeit für details anstatt allgemeiner selbstaufgabe, kurzzeitigeres anschmachten von personen anstatt langzeitverliebung, kritik nicht nur einstecken und verarbeiten sondern von vornherein gar nicht mehr erst wahrnehmen.
und dann gibt es da diese nächte der drawbacks, diese momente des zweifels, ob man überhaupt glücklich sein kann ist, wenn einem jeglicher herzschmerz, jede trauer und jedes mittelgroße problem einfach entgeht. da möchte man sich endlich mal wieder das herz brechen lassen, einfach nur um zu überprüfen, ob man noch etwas spürt. oder wenigstens aus neugier, weil man’s so lange nicht mehr gespürt hat. da beneidet man pärchen, die sich gerade trennen. da ärgert man sich, daß songtexte von meret becker einen nicht mehr im hirn erreichen, daß man keinen gedanken mehr findet, wenn man nachts in den sternenhimmel starrt, daß einem auch nach mehrfachem durchblättern des mobilfon-adreßbuches keine person einfällt, der man eine „na, wie geht’s?“-kurznachricht schicken möchte. daß die „flamme der seele“ nicht mehr deutlich brennt (fast hätte ich „lodert“ geschrieben), sondern zu einer fußbodenheizung mit servicevertrag mutiert ist.
„constant shallowness leads to evil“, steht auf meinem coil-shirt.
und dann kramt man, in diesen nächten, nochmal seine damals ironischerweise völlig rational getroffene (und natürlich ausformuliert aufgeschriebene (ich war schon immer ein nerd)) entscheidung über sein gefühlsleben hervor; bringt diese sowohl mit coil als auch der momentanen laune in einklang; grinst beim lesen der „pro“- und „contra“-spalten; legt eine neue liste nur mit „pro“ an, die die begriffe „begeisterungsfähigkeit“, „staunen“, „entdecken“, „leben“, „spaß“ und „konsequenz“ in verschiedenen ausformulierungen und bleistift-strichstärken enthält; fabuliert sich noch dinge wie „radikalität“, „straight edge“, „glück“ und wieder „begeisterungsfähigkeit“ hinzu; staunt dann doch über sich selbst, aber gerade nur soviel, daß es ganz knapp noch nicht in ein ungesundes ego ausartet; schiebt alle bedenken beiseite und hält sich statt dessen die vielen leute im bekanntenkreis vor augen, die mit all den oldschool-problemen wie liebeskummer zu kämpfen haben; legt die kanashii-lp von erik ursich auf; starrt in den sternenhimmel und lächelt.
na, klappt doch alles. und ‚n bißchen selbstbetrug is‘ ja eh immer.
[ frank l. | 2004-09-23 | 05:38 | # ]
„zustand: unbelesen.“
[ frank l. | 2004-09-23 | 05:28 | # ]