aus der reihe "wunderschöne genitive":

der augen blick.

[ frank l. | 2004-10-14 | 04:18 | # ]

man muß das ja auch 3x anders betonen, um's zu verstehen.

"sich"
einen kaffee aus
"der maschine"
"rauslassen".

neusprechgaga. wirklich.

[ frank l. | 2004-10-12 | 03:53 | # ]

es gibt grenzen. auch be-/im fernsehen.

nein, ich meine weder die fernsehzeitungs-tages-grenze (datumswechsel um 5 uhr früh) noch die zeitliche meteorologen-grenze (ab 15 uhr vorhersagen nur noch für den kommenden tag) und schon gar nicht die elternschutz-grenze (ab 23 uhr programm nur noch für menschen, die einen timer programmieren können). auch nicht die bildschirmgrenze (unten ist dort, wo die scrollbars flackern).

nein – das grenzwertige programm, eng verbunden mit der niveau-grenze auf der fernbedienung (to boldly zap where no intelligent lifeform has ever zapped before) und, natürlich, der stolz-grenze im kopf (neun live? over my dead cold body!). darum geht es. die persönliche toleranzgrenze beim betrachten mehrerer minuten des dsf-nachtprogramms am stück, die belastungsgrenze beim erleiden der rtl2-"news". den wunsch nach einer echten neuen grenze, gern auch in handfester mauerform, wenn man aus versehen auf tv.nrw oder tv.berlin zappt.

kaum zu glauben, wie viele grenzerfahrungen man da in wenigen minuten nächtlichen tv-konsums machen kann.

[ frank l. | 2004-10-12 | 03:50 | # ]

neulich im icq

"ich mag die situation grad – ich bin verliebt und voller illusion und hör' dazu punk".

[ frank l. | 2004-10-12 | 03:12 | # ]

spreeblick / plan b

"nach dem ersten reinhören sind alle [cds, anm.] sehr großartig, wobei man bei costello dazu sagen muss, dass man bei costello immer etwas dazu sagen muss."

spreeblick weblog.

[auch und unbedingt und überhaupt lesen dort: gestern im bundestag. los.]

[ frank l. | 2004-10-10 | 13:21 | # ]

and in 30 second's time, she said:

william shatner, die mittlerweile ja doch cool gewordene sau, covert pulps "common people". verdammt, und das rockt sogar.

she just smiled and held my hands.

[ frank l. | 2004-10-08 | 17:31 | # ]

hochzeit

".. und irgendwann kommt der zauber wollen sie blablabla in guten wie in schlechte blablabla in gesundheit und krankheit... tod euch scheidet? und er lügt "ja". und sie sagt später auch "ja", allerdings wahrheitsgemäß, jetzt hat sie ihn und ich sehe wie ihr das herz zerspringt vor jetztkannnixmehrschiefgehen und sie sieht schon die überweisung der familienkasse südwest, da sind nicht mehr 154 euro, sondern schon 308 und ehegattensplitting, wobei, so viel ist da nicht zu splitten, denn er ist seit 14 monaten arbeitslos."

jochen beobachtet sieben stunden tragik. und wenn ich nicht genau wüßte, daß wir beide kaum überschneidungen zwischen unseren bekanntenkreisen haben, würde ich vermuten, diese beiden hier hätten geheiratet.

[ frank l. | 2004-10-06 | 17:48 | # ]

die türkei besitzt genau 14 u-boote

mit fernsehsendungen ist das ja meist wie mit restaurants (eigentlich totaler quatsch, aber ich brauchte einen satz als einleitung). wenn das essen über-lecker schmeckt, gehen zu viele leute hin und der laden taugt bald nichts mehr. wenn das essen mist ist, braucht man von vornherein gar nicht weiter darüber nachzudenken. das beste sind eben die "geheimtips" – und bei denen besteht die kunst darin, gerade so viele leute im fan-stamm zu behalten, daß das restaurant nicht pleite geht, aber doch so wenige, daß nicht der tchibo-effekt eintritt.

man mag sich nun darüber streiten, inwiefern eine sendung, die inklusive wiederholungen ein achtel des gesamten viva-programms bestreitet, noch als "geheimtip" durchgeht. ausgeglichen wird das aber durch die allerorts nachzulesende anti-kuttner-haltung (akh) spätestens seit der eurovisions-dummquatsch-ausstrahlung von einem querschnitt durch die bevölkerung über hausfrauen, bild-leser, a-blogger und charlotte-roche-fans. ich hoffe also, daß ich hiermit gefahrlos auch mal ein paar positive worte über sarah kuttner verlieren kann, ohne daß die einschaltquoten ihrer show nennenswert explodieren. sarah, falls du das lesen solltest: wenn irgendwann die ersten angebote von rtl kommen, bitte ich schon jetzt untertänigst und ganz ganz ehrlich um allertiefst-ergebenste verzeihung, falls ich dazu beigetragen haben sollte. aber daß dein restaurant gar keine besucher hat, wollen wir doch schließlich auch nicht.

aber genug eingelitten und metapherfaselt nun. ist ja fürchterlich ..

der quergeschnittene fan der sarah kuttner show ist latent weiblich, ungefähr knapp über 16 jahre alt und hat noch keinen eigenentwickelten klamottengeschmack. nicht daß die übrigen an diesem montagabend in der schanzenstraße wartenden checka und styla einen besseren klamottengeschmack hätten, aber die meisten von ihnen warten nunmal fast zeitgleich auf einlaß zur produktion von tv total oder anke latenight, und sind dann doch ein paar jahre älter.

nachdem die fans von stefan raab (erkennbar am h&m-hemd mit offenem oberen knopf, darüber helles c&a-cordsakko, die frauen in miniröcken mit hellen lederstiefeln und ungefähr 17 zentimeter make-up) an den metall- respektive mobilfon-detektoren vorbeigeschleust wurden, findet der einlaß der anke- und sarah-groupies ungefähr zeitgleich statt, was zu ersten verbalen flüster-ausfällen der vor uns in der schlange stehenden sat1-zielgruppe führt ("also die kuttner halte ich ja keine 2 minuten aus, richtig aggressiv macht die mich!!" – wie immer, auch diesmal mit deutlich hörbarem doppelten ausrufezeichen am satzende – keift frau "ich bin nicht fett, ich bin mitglied bei den weight watchers" ihrem mann begleiter ins ohr). das beruht hoffentlich auf gegenseitigkeit, denke ich mir, halte aber guterzogen die klappe.

nach der zielgruppentrennung in die kuttners und die engelkes hinter dem einlaß wird deutlich, daß ich und meine begleitung das durchschnittsalter der heutigen aufzeichnung ungefähr verdoppeln werden. im studio angekommen (an dieser stelle wundere ich mich kurz, daß ich nicht "huch, ist das klein hier, das sieht im fernsehen viel größer aus!?" denke, sondern eher "huch, ist das groß hier – ich hätte das studio viel kleiner geschätzt, nachdem es im fernsehen schon nur so mittelgroß aussieht") werden wir geseated [tm]: ein paar dreiergrüppchen dürfen sich auf die bequemen sofas lümmeln, ein vierergrüppchen wird herzlos auseinandergerissen, wir beide müssen auf holzstühlen im linken hintersten eck platz nehmen. der rest der mittels rigo im foyer besoffen gemachten schüler darf sich auf die barhocker an der hinteren wand setzen. den gedanken, daß die vorzeigbar geschminkten mädels nach vorn und solche nerds wie wir ganz nach hinten gesetzt werden, lassen wir erst gar nicht aufkommen, sondern machen uns erfolgreich vor, daß nur gruppengrößen und zielgruppenidentifikationsproblematiken für diese sitzordnung verantwortlich sein müssen. dieser glaube fällt bis nach der aufzeichnung nicht von uns ab, weswegen wir gut gelaunt bleiben und uns vornehmen, das nächste mal eben zu dritt zu kommen.

überhaupt, das publikum – drei "reihen" mit je ungefähr 10 personen, grob geschätzt also 30 mal klatsch-vieh im zimmerchen studio verteilt. gemütlich, fast möchte man sagen "intim" – aber wenn man das täte, würden die kids sowieso nur wieder mit kichern anfangen. ja, das alter.

sven, der produzent (?), booker und show-sidekick kommt herein. keiner klatscht. na gut, doch, einer. dann zwei. sven grinst und winkt ab. er stellt sich vor die kids bzw das publikum, also eigentlich auch vor uns, und erklärt ein paar dinge zum ablauf. ich komme mir vor wie in der schule, allerdings weniger wegen der erklärungen, sondern weil meine mitschüler die kids um mich herum dauernd flüstern, kichern und quasseln. nach eineinhalb minuten organisatorik kündigt sven seine chefin an, deren name ihm gerade entfallen ist, aber er glaubt, sich an "gülcan (oder so ähnlich)" erinnern zu können – eine weibliche stimme ruft von hinter der kulisse laut "hey! das hab' ich gehöööört!", das publikum grinst, sven auch, erster total spontaner gag geglückt. auftritt frau kuttner.

jetzt endlich hat auch mein "huch, ist die klein!"-gedankenblitz seinen großen auftritt. daß frau kuttner rund 1.60m hoch ist, war mir bekannt, daß 1.60m live so kompakt wirken jedoch noch nicht. sven wird auf seinen platz verwiesen und sarah übernimmt die pre-moderation auf deutlich charmantere art und weise. es wird erklärt, wann wir klatschen dürfen, wann wir klatschen müssen, und wann wir, wenn wir möchten, vielleicht sogar pfeifen und slightly ekstatisch ausflippen könnten. beifallprobe, naja, das könnt ihr doch besser, nochmal das ganze, ah, so möchten wir das nachher haben, perfekt. "dann kann's ja eigentlich losgehen!", und während ich noch darüber nachdenke, ob sich die von mir erlebten deutlich ausführlicheren erklärungen des ablaufs einer tv-aufzeichnung vor ca. 5 jahren bei der harald-schmidt-show ("wir zeigen hier im studio ja beispielsweise keine werbung!") eher mit den ziemlich unterschiedlichen zielgruppen oder doch mit "damals war wohl noch nicht jeder mensch in seinem leben mehrfach im fernsehen gewesen" erklären ließe, fängt sarah mit der begrüßung an.

mit der begrüßung des publikums, versteht sich. "hallo, ich bin die sarah, wer bist du?" – am fließband, klar, aber doch mit einem ausformulierten "ah, hallo klausjürgen!" oder einem nachfragen, wenn der name vernuschelt wurde. dann auftritt band und kameraleute, unspektakulär. das t-shirt mit dem aufdruck "ich verachte jugendliche" des einen kameramanns wirkt bei einer show mit einem durchschnittlich minderjährigen publikum zugegebenermaßen ganz gut. ich verstehe ihn. beginn der aufzeichnung. keine "monitor"-boxen im studio, sarah und sven sprechen in normaler "zimmer"lautstärke in ihre ansteck-mikros, was einerseits meine eingeschlafenen kenntnisse im lippenlesen endlich mal wieder herausfordert aber andererseits die kids nicht sonderlich vom tuscheln abhält. "monty", heute wahrscheinlich erstmals auf freigang aus dem internat für schwererziehbare ads/adhs-kinder, verwechselt die aufzeichnung mit einer therapiegruppe und quatscht ruft mehrfach ins studio seine kommentare hinein, die er (und seine beiden "kummbels" neben ihm) offenbar für originell hält. sarah bezeichnet das publikum nach wenigen minuten als "seltsam durchgenudelt", und während der ersten werbepause bringt ein security-bodybuilder mit knopf im ohr monty zum schweigen (was jetzt wohl dramatischer klingt, als es ablief, aber ich wollte endlich mal einen solchen satz loswerden). leider nur monty. die restlichen anwesenden kichern unbeirrt weiter, mindestens jedesmal dann, wenn die zuschauerkamera auf sie gerichtet ist.

routinierter ablauf. ein paar rubriken, ein paar einspieler (während denen dinge aus dem studio hinaus- oder ins studio herein-geschoben werden), werbepausen (während denen dinge von gesichtern weg- oder auf gesichter drauf-geschminkt werden) und das zuschauerspiel, bei dem sich wuchtbrumme steffi (eine ca. 16jährige junkfood-liebhaberin mit einem sowohl von der figur-kompatibilität als auch der farbe sagenwirmal unvorteilhaft gewählten oberteil) immerhin mühe gibt, es so aussehen zu lassen, als hätte sie sich für die identifizierung von tier-kacke nur aus versehen freiwillig gemeldet, und nicht weil sie unbedingt ins fernsehen kommen wollte. daß ihr sarah nach dem spiel als belohnung das show-shirt in einer herrengröße andrehen will, möchte ich deswegen auch weiterhin für elegante absicht halten, egal was anderswer behauptet.

dirk bach als talkgast ist primär dirk bach. horst evers ("autor und komödiant") ist primär vor 16jährigen ein klein wenig fehl am platz und bringt dann in seinem mitgebrachten text auch mindestens einen witz unter, den im ganzen studio ziemlich genau maximal acht personen verstanden haben dürften (die band ist übrigens zu viert, falls jemand nachrechnen möchte). sarah ist primär großartig, allein schon, weil man ihr sofort abnimmt, daß all die leute, die in den letzten wochen in ihrer show auftreten durften (wiglaf droste, funny van dannen, libertines, michael stipe, superpunk, ..), das taten, weil sie (also sarah) das so wollte, und nicht irgendwelche beschlipsten mediaplaner aus der viacom-clique. und natürlich weil sie eben sarah kuttner ist, die frau, die als einziger mensch im deutschen fernsehen "latenight-format" hätte. trotz der 1.60m körpergröße.

ja, so einfach kann fernsehen sein. ratzfatz, die stunde ist rum, die show beendet, dankeschön und guten nachhauseweg noch. die kids orientieren sich am bus-fahrplan oder lassen sich von ihren eltern abholen. und ich grinse auf den 400 autobahnkilometern während der heimfahrt in mich hinein, wie man eben so grinst, wenn man in einem guten restaurant gegessen hat und einen sehr sehr tollen abend hatte – während man von diversen idioten in tiefergelegten golfs überholt wird, die gerade aus dem mcdrive kommen.

[ frank l. | 2004-10-06 | 05:06 | # ]

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[ frank l. | 2004-10-06 | 02:15 | # ]

 

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