beim nächtlichen aufräumanfall wieder unterstufen- ..

beim nächtlichen aufräumanfall wieder unterstufen-zeitvertreib auf schreibblocks entdeckt. neben einer frühen form des irc (block wird reihum geschoben, jeder schreibt eine zeile, inklusive channelmessages und manchmal sogar netsplits) auch skizzen des den zeitschriftenmarkt der end-80er revolutionerenden comics ("kater maran, kater lysator und kater lonien – das trio mit elf pfoten (seit dem tragischen unfall mit nachbars lumpi letzte woche)") gefunden. manchmal möchte man wieder 14 sein.

[ frank l. | 2005-04-21 | 02:51 | # ]

spiegel-tv deckt auf: nazis hatten laserkanonen!

skizze eines ü-wagens der 30er-jahre

(ja, das darf durchaus als programmtip verstanden werden. sendetermine dort.)

[ frank l. | 2005-04-21 | 02:26 | # ]

ey, ihr habt die alle an die wand gelesen.

ihr kamen die tränen, sie stieg aus dem bett
sie zog sich was über und ging auf den balkon
sie fühlte sich elend, sie sah hoch zum mond
sie wollte nach hause, aber da war sie ja schon

mittwoch. jürgen kuttner läßt seit 23 uhr auf you fm seine hörer faust (den ~, nicht die) vorlesen, zu ambientigen frickelflächen marke "swans auf lsd mit c64-bleeps und gregorianischen chören" im hintergrund, fast durchgehend unkommentiert. ich stehe in meiner lieblingspose am offenen fenster (sweatshirt mit reißverschluß in stellung "oben", den kaffee in der rechten hand, die hosentasche um die linke, nach draußen starrend mit rentnerkissenblick, latent frierend). die luft riecht nach einer mischung aus ozon und gelangweiltem regen, und würden nicht alle paar minuten lastwagenfahrer mit rund 100 km/h durch unser dorf vor ihrer mautpflicht flüchten, könnte ich mich glatt auf faust konzentrieren, nur alle 15 bis 20 minuten unterbrochen von herzzerreißend ehrlich klingenden – und wahrscheinlich nicht von goethe stammenden, aber das kann ich nicht garantieren – vorleser-anmerkungen wie "ey, war das gut oder was? wie spät ham'wer denn? ich hab' doch hier auf'm klo keine uhr." und nachfolgendem staunen kuttners. die tür am haus gegenüber öffnet sich, ein fellknäuelartiges etwas in kleinköterhöhe kommt heraus, bellt mit einer mischung aus stil und schüchternheit ("wöff?"), bemerkt offenbar das nichtvorhandensein von publikum, schaut nach links, schaut nach rechts, guckt mich kurz blöd an – und geht wieder rein. night on earth. meinem kaffee ist mittlerweile kälter als mir, was er mich deutlich schmecken läßt. ich verstehe den wink mit dem tassengriff, schließe das fenster und nehme mir vor, heute nacht mal nicht zu träumen.

er hat ihr so weh getan, er hat sie so verletzt
denn er sagte 'homebanking', als sie ihn fragte: 'woran denkst du jetzt?'
er sagte: 'homebanking.' und sie wollte schrei'n
aber es ging nicht, sie lag nur da und er schlief ein.

(hassen sie solche tagebuchartigen einträge nicht auch?)

[ frank l. | 2005-04-21 | 01:12 | # ]

das notebook nachts nicht mehr zuklappen, bildschi ..

das notebook nachts nicht mehr zuklappen, bildschirm statt dessen abschalten per unten am deckelsensorschalter eingeklemmtem dingsi – aus angst, mit dem geschlossenen deckel dem desktop-wallpaper-girlie vielleicht die luft zum atmen zu nehmen: psychosen der neuzeit. ("spinner! in der stellung auf dem bild bekommt sie doch sowieso keine luft.") gleiche kategorie wahrscheinlich wie das gefühl, morgens nicht durch türklingel, wecker oder schlafüberdruß, sondern durch fiese laserstrahlen aus den genau auf mein bett ausgerichteten lautsprechern geweckt zu werden. empathie olé, ihr piepel!

[ frank l. | 2005-04-21 | 00:39 | # ]

"tanztees wie früher waren da irgendwie unkompliz ..

"tanztees wie früher waren da irgendwie unkomplizierter."

[ frank l. | 2005-04-21 | 00:25 | # ]

augen auf und durch

(my life's untertitel, einer der möglichen.)

[ frank l. | 2005-04-20 | 12:56 | # ]

ich papse, du papst, ersiees papst, ..

auf jedem kanal diese alten männer in schwarzroten kutten und mit rotem käppi, die über die bedeutung eines deutschen im amt des papstes diskutieren und dabei so grimmig schauen wie mein onkel nach seinem zweiten bypass. dinge wie der (das?) "dominus jesus" werden besprochen, als würde man über das wetter reden, der bürgermeister eines bayerischen dörfchens darf sich in die kamera freuen, kommata und blicke von benny dem sechzehnten werden minutenlang interpretiert und (danach) diskutiert. männer mit glatzen, männer mit grauen haaren, aber immer nur alte männer. und rote käppchen. das fernsehen als abbild der kirche. live und open-air aus rom. kurze (schon) nostalgische rückblicke auf woytila, der angeblich den supidupi-draht zur jugend hatte, fast zeitgleich mit analysen, die zum ergebnis kommen, daß die kirche sich zu sehr an ein altes publikum richtet und die befürchtung, joseph könnte daran nichts ändern wollen. top-thema aller nachrichten auch nachts um 1 uhr noch. metaphern werden überstrapaziert, die alten männer rennen vom einen studio ins nächste, während sich in den berichten vom abend menschen in den armen liegen wie zum letzten mal nach dem gewinn der fußball-wm. der kleine teil der sich selbst als solche sehenden geistigen elite ruft, wie jede nacht, zwischen 1 und 2 uhr bei deutschlandradio an und teilt sich mit. hardliner gegen fundamentalisten, und alle ohne relevanz. binsenweisheiten everywhere, auf n-tv ist die bevölkerung bestürzt und im zdf ist die jugend begeistert. oder umgekehrt, was weiß ich. habemus apfel-, ganz gern vor allem zu pfannkuchen.

[ frank l. | 2005-04-20 | 03:54 | # ]

und was macht dein bruder so beruflich? ach, eige ..

und was macht dein bruder so beruflich?
ach, eigentlich nichts, der ist alleinunterhalter.
oh, für hochzeiten und sowas, mit standup-programm und casio-keyboard?
nein, ich meinte .. er redet nur noch mit sich selbst.

[ frank l. | 2005-04-20 | 00:22 | # ]

schlechtwetterphantasien

pink floyd wären übrigens coole säue, würden sie ein remix-album namens "the firewall" rausbringen.

[ frank l. | 2005-04-19 | 20:31 | # ]

the ideal listening experience. (und überhaupt, b ..

the ideal listening experience.
(und überhaupt, bloggold. – in worten verpackte hingabe. toll.)

[ frank l. | 2005-04-19 | 19:34 | # ]

vom scheitern und gescheiterwerden

gescheitert nach fast zwei stunden langem versuch, von einer anwendung einen screenshot inklusive mauszeiger (und, wichtig: xp-mauszeigerschatten) anzufertigen. gescheitert dann auch bei dem versuch, irgendeinen tiefsinnig-feinhumorigen text über die papstwahl (2 uhr nachts: n-tv berichtet live vom schornstein) zu schreiben. gescheitert zum dritten dann schließlich beim zubereiten einer tasse kaffe (merke: wenn man auf den knopf für "große tasse" drückt, sollte man auch eine solche unter den zapfhahn stellen). ich werde mich jetzt einfach auf den gescheiterthaufen legen (ich verbrenne übrigens auch nur in schwarz) und den tag zu ebendiesem erklären.

[ frank l. | 2005-04-19 | 03:08 | # ]

nurmalso

die qualifikation, ach, nein, die /besondere fähigkeit/ eines sog. "literaten"
besteht ja nicht darin, besonders gut schreiben oder formulieren zu können,
sondern darin, umwelten anders wahrzunehmen.

(textauszeichnungen, ick liebe dir. doppelt.)

[ frank l. | 2005-04-18 | 04:47 | # ]

antony & the johnsons / tourdaten & gewinnspiel

"keiner weiß, wo all das herkommt. scheinbar aus dem nichts. und plötzlich ist er da, in aller munde, in aller herz."

och. ich weiß, wo das herkommt. will aber eigentlich auch nicht mit verklärten rückblicken auf 2001 und fanboi-konzertberichten nerven. ach, quatsch. will ich doch.

also, so herum vielleicht, erstmal: wenn ich bands/projekte nennen müßte, die in den letzten 5 jahren dafür gesorgt haben, daß ich wirklich sprachlos staunend und mit pipi in den augen (ausnahmsweise nicht übertrieben) platten gehört habe, dann würde mir – neben sigur ros, der godspeed-/silver-mt-zion-clique, muse und spiritual front vielleicht – auf anhieb eigentlich nur noch antony & the johnsons einfallen.

antonys "cripple and the starfish" war die b-seite (ja, liebe kinder: 7"-vinyl) der auf der a-seite eher durchschnittlichen "immortal bird"-single von current 93. ehrliches und echtes erstaunen und gleichzeitiges ver- und vor allem auch ent-zücken ob dieser großartigen und nie zuvor gehörten stimme (weniger boygeorgeesk, viel erwachsener) meinerseits damals.

"he was picked up by david tibet of current 93 to be on the durtro label after tibet listened to this album. antony's lyrics and vocals are some of the most soul-clenching and amazingly powerful sounds around today by far."

ja, das trifft es doch ganz gut.

antony on stage

im frühjahr 2001 saß ich im bloomsbury theatre in london. als support von current 93 traten antony & the johnsons sowohl am 6. als auch am 7. april auf, und an beiden abenden konnte man im publikum genau dieses ungläubige staunen und diese verzückten blicke sehen, ungefähr so wie wenn man im alter von 5 jahren unter dem weihnachtsbaum genau das geschenk ausgepackt hat, auf das man sich seit monaten gefreut hatte. kreisgrinsen bei den kurzen erzählten anekdoten zwischen den stücken, und auch nach dem konzert, bei antonys zwanglosem signieren und quatschen und sich-komplimente-machen-lassen im foyer. april 2002 die nächsten konzerte, dank ryanair halbwegs erschwinglich erreichbar, in der londoner st. olave's church vor jeweils ziemlich genau 100 gästen – nicht mehr ganz so ergreifend, weil eben schon eben bekannt, aber nicht weniger beeindruckend und toll.

genug theatralik, melancholie und verklärte vergangenheit jetzt – machen wir's kurz: anfang des jahres erschien "i am a bird now", die rezensenten sind begeistert, ich bin es auch. so einfach ist das.

[mp3] antony & the johnsons – hope there's someone (5 mb, 160 kbps, 4:20 min)

und im juni gibt's (endlich und erstmals) deutschland-tourdaten:

tourdaten

15.06. frankfurt, mousonturm
16.06. stuttgart/schorndorf, manufaktur
18.06. leipzig, schaubühne
19.06. berlin, volksbühne
20.06. hamburg, thalia theater
21.06. wuppertal, forum maximum im rex theater
22.06. heidelberg, karlstorbahnhof

gewinnspiel

nach dem prinzip von six degrees of kevin bacon. beispiel: von antony zu björk. antonys erste cd erschien beim durtro-label von david tibet, der wiederum mit seinem projekt current 93 auf der cd "island" mit björk zusammengearbeitet hat. dies war eine relativ einfache bzw. kurze kette.

zu gewinnen gibt es – in zusammenarbeit mit dem konzertbüro hugsam – ein ticket für eine der o.g. shows nach wahl (aka "gästelistenplatz für eine person"). es gewinnt derjenige, der bis freitag, 22.4., 12 uhr mittag, die beste lösung für folgende aufgabe hier (mailbox mittlerweile deaktiviert) einwirft: gesucht wird die originellste verbindungskette (s.o.) von antony zu trent reznor (nine inch nails). ("originell" muß hier übrigens nicht zwangsweise lang, kurz, kompliziert oder einfach sein.)

[ sollte da jetzt wirklich mehr als eine antwort eingehen: letzte entscheidungsinstanz und chef aller subjektivität bin natürlich ich. der gewinner wird benachrichtigt und außerdem auf argh.de bekanntgegeben. ]

[update: danke an alle teilnehmer. teilnahme-mailadresse deaktiviert. "auflösung" hier drüben.]

[ frank l. | 2005-04-18 | 04:14 | # ]

 

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