bester absicht zu fuß in die natur.schild am wal ..

bester absicht zu fuß in der natur unterwegs.
schild am wald-eingang: closed until förster notice.
wieder nach hause gegangen.

(calau)

[ frank l. | 2005-05-16 | 15:23 | # ]

auf dem marmorkuchen / (piezo) / wer mir folgen kann, der gehe bitte voraus

"wir sahen finstere bilder im alten rauch, und dennoch lebte eine neue zuversicht in uns. wo bringt der morgen rat? und schon die wiederkehr des lichtes nach dieser langen nacht erschien uns unnahbar."

what a difference a day makes. 0237 uhr, der karottensaft korkt. nach dem öffnen cool bleiben und rasch .. egal, wer 2005 noch das wort "rasch" verwendet, kann kein schlechter global player sein. auch wenn der karottensaft eben jetzt schon müffelt. imperialistenbrause statt dessen, damit ich auch morgen noch kraftvoll aufstoßen kann. morgendliches rülpsen, das aufstoßgebet der hippen jugend von – bingo! – morgen. für dich schwenk' ich doch sogar die crema vom tassenrand, mein schatz. meine dame, ich bin scharf auf ihnen. (albtraum ist ja auch so ein ambivalentschreibwaise. legitim laut konrad d., aber gar förchterlich anzusehen. ein wort mit einem pickel auf der nase, der einen anschreit: los', drück' mich! geträumt wird gefälligst von alpen, jedenfalls.) als kind dachte ich immer, feierland läge kurz vor dem südpol. in meiner vorstellung eine mischung aus takatuka und karneval in rio (damals noch ohne samba-titten, eher die cowboy-indianer-karnevariante eben – womit wir wieder beim alptraum wären). alptruistisch, herrlich. spannung durch druck. (file under "die zeitschrift, die ich irgendwann mal herausgebe, soll katalysander heißen".)

so, liebe kinder und abstehohrige – was wollte uns der nichtganzdichter damit sagen?

(in jedem dritten ei mindestens 0 überraschungen und bis zu 19 paar schnürsenkel garantiert.)

[ frank l. | 2005-05-16 | 02:38 | # ]

die kleinen enttäuschungen des sonntagmorgens

in den gelben seiten nirgendwo die rubrik "exorzismus" finden.

[ frank l. | 2005-05-15 | 13:09 | # ]

der spülmaschinenzustand als produktivitätsanzeiger

geschirr, besteck und tassen sauber gespült im schrank, spülmaschine praktisch leer: zuviel zeit für kücheninstandhaltung vorhanden, anderweitige produktivität gegen null gehend, lern-/klausur-effekt praktisch null. aber die wohnung im topzustand.

saubertellervorrat im schrank geht gegen null, geruchausdünstung beim öffnen der eigentlich startklaren spülmaschine deutlich in richtung curry-reis und asia-saucen sowie salami-tomate-peperoni gehend: produktivität vorhanden, aber an der unterstmöglichen grenze – ablenkung vom schlechten gewissen durch regelmäßiges abendessen vom lieferservice. zu erwartende gewichtszunahme mittelhoch, lern-/klausur-effekt noch suboptimal.

alle potentiellen kaffeetassen dreckig und auf die heilige spülung in der maschine wartend, diese aber im erdgeschossigen bereich noch unbetellert und unbesteckt, daher noch ohne starterlaubnis: produktivität galore, außerdem diät und koffeingewöhnung als nebeneffekt. lern-/prüfungs-/klausur-phase optimal genutzt.

[ frank l. | 2005-05-15 | 02:34 | # ]

avant-gardé.

beim rumstreunen durch hinterblogging manchmal das gefühl, in 25 jahren diesen ganzen quatsch in schulen und strömungen eingeteilt zu sehen. die frühe antviller schule, die hamburg-businessliteraten, die späte subbloggarde, der klassische weirdo-visionarismus. sowas eben.
journalistenausbildung 2032, vergleichende literaturwissenschaft: webloggen als doppelt-artikulierte journalismus-subkultur erklären können, vergleiche zu ausbildungen von subkulturen bzw. jugendkulturen ziehen können, klassifizierung verschiedener aktueller journalismus-stile anhand ihrer weblogwurzeln, einordnung sprachlicher besonderheiten zu ihren jeweiligen begründern (und webloggern).

doch, ich glaube, das erleb' ich vielleicht noch.

(ihr sagt mir bescheid, wenn ihr 2032 im unterricht diesen text irgendwo auf archive.org findet und ihn im unterricht verwendet? dankesehr.)

[ frank l. | 2005-05-14 | 01:07 | # ]

johannes paul – episode 2

johannes paul ii - auf der überholspur in den himmel

(ab donnerstag im kino)

[ frank l. | 2005-05-14 | 00:38 | # ]

laut, mal

fts fts fts.

[ frank l. | 2005-05-13 | 21:35 | # ]

"rüben fürchten unseren namen." – wundervoll. ..

"rüben fürchten unseren namen." – wundervoll.

[ frank l. | 2005-05-13 | 16:29 | # ]

wir unterbrechen kurz für die werbung (oder: feelin' fragile)

argh.de tut empfehlennormalerweise berührt einen musik ja, weil man sie mit erinnerungen, erlebnissen, menschen oder wenigstens einem guten abendessen verbindet. manche menschen können über einzelne items aus ihrer plattensammlung kleine geschichten erzählen, erinnern sich anhand von tonträgern an ex-freundinnen oder meinetwegen auch an gute parties oder konzerte.

morrissey dvd-cover"who put the 'm' in manchester?" läuft hier seit einer halben stunde, und seitdem flenne ich fast durchgehend. honestly. ich sitze debil lächelnd und nicht einfach nur "mit pipi in den augen" vor dem bildschirm, auf dem diese dvd läuft, sondern habe einen taschentuchverbrauch wie sonst nur ungefickte endvierzigerinnen, wenn sie sich filme mit robert redford ansehen. "everyday is like sunday" hab' ich jetzt sicher 5x nacheinander angesehen, und immer zwischen "come armageddon, come" und "everyday is like .." flippe ich aus.

das ist mir peinlich. zu morrissey hatte ich keine verbindung, kann keine geschichtchen rauskramen, hab' die smiths damals noch nicht richtig mitbekommen – nichts. ein paar "hits" aus der jugend und tolle lyrics, aber das war alles. und jetzt führe ich mich auf, als hätte ich zu seinen songs die liebe meines lebens verloren. oder gefunden. läuft ja fast auf's gleiche hinaus. aber immerhin hab' ich jetzt in zukunft eine geschichte, die ich dazu erzählen kann ("die dvd, die mich zum glücklichen heulen brachte").

screenshotmorrissey ist nicht die "coole sau", als die er so oft hingestellt wird, von rezensenten, die nur abschreiben, ohne wenigstens die dvd angesehen zu haben. coole säue sind meinetwegen mike patton oder mike ness, morrissey ist da eher gentleman. demütig dem publikum gegenüber, gegenseitige achtung, respekt, für "coole sau" fehlt ihm der egoismus. sieht man ja heutzutage immer seltener bei konzerten. minutenlang versucht ein fan, vorn über die absperrung geklettert, morrisey kurz zu berühren, wird von der security zurückgehalten, versucht es weiter, morrissey lächelt, fühlt sich geehrt – allein durch diese geste, "trotz" der tausend jubelnden fans drumrum, durch diesen einen speziellen fan. diese szenen, mehrere davon auf der dvd, in der er sich vorn an der bühne nach unten beugt und einem fan die hand gibt, sind die bemerkenswertesten auf der ganzen dvd.

alles ein wenig ehrlicher, ein wenig mehr "to the heart". nicht mal menschen, die ein "morrissey"-tattoo auf dem oberarm haben, sind hier von der peinlichen sorte. was man bemerkt, wenn man im interview (im in- und outro der dvd) das funkeln in ihren augen sieht, wenn sie erzählen, weswegen sie morrissey toll finden. alte schule (das ist übrigens etwas anderes als "oldschool"). groß. und wenn der ausdruck "er wird eure herzen blutig massieren" nicht schon von sarah kuttner für moneybrother reserviert wäre, hierfür wäre er gemacht.

(wer diese dvd nicht kauft, ist ein schlechter mensch.)

[ frank l. | 2005-05-13 | 15:35 | # ]

"sowas wie amazon halt."

heute zum ersten mal von einem ca. 10jährigen knirps die ernstgemeinte antwort "einen onlineshop betreiben!" gehört, auf die frage hin, was er mal werden wolle, wenn er groß (größer) ist.
manchmal frage ich mich, wer in 20 jahren überhaupt noch brände löschen soll.

[ frank l. | 2005-05-13 | 02:09 | # ]

und nach 19 Jahren merkte er schließlich, daß oral ..

und nach 19 Jahren merkte er schließlich, daß oralsex nicht bedeutet, darüber zu reden.

[ frank l. | 2005-05-13 | 02:03 | # ]

wort der woche

"alsowennischjetznetwennischoxieggdschnghabthed, .."

(tv will kill me, someday.)

[ frank l. | 2005-05-12 | 20:53 | # ]

mein exfreund

heute habe ich mit mir schluß gemacht. wir waren viel zu lang zusammen, die beziehung lief destruktiv. angefangen bei kleineren dingen, die mich an mir störten, wollten wir es wohl eine ganze weile nicht wahrhaben, daß wir nicht zueinander paßten. später dann die großen streits, das gegenseitige unverständnis. und daß die beziehung nur noch aus kompromissen bestand. was dazu führte, daß weder ich noch ich ehrlich zueinander waren. in unterhaltungen mit dritten ließen wir uns entweder gegenseitig nicht zu wort kommen oder schwiegen gemeinsam. andeutungen aus meinem (oder meinem) freundeskreis, daß ich mich verändert hätte, ignorierte ich. wir verschmolzen nie so sehr miteinander, wie das all die spießer-paare irgendwann schafften, wir waren uns manchmal so fremd, wie man es nur an schlechten tagen seinen eltern gegenüber sein kann. die streits wurden langweilig, der sex war es schon immer gewesen, unsere freundeskreise kamen nie ansatzweise zusammen. heute, bei der trennung, waren wir erstmals seit über 29 jahren einer meinung. ich wünsche mir viel glück.

[ frank l. | 2005-05-12 | 15:12 | # ]

 

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